EFRE 2007-2013

Die Europäische Union unterstützt Maßnahmen und Instrumente der Stadtentwicklung, die die urbane Qualität sichern und erhalten sowie stabile infrastrukturelle Voraussetzungen für zukünftige Generationen schafft.

Voraussetzung für die Förderung sind gebietsbezogene integrierte Handlungskonzepte (IHK), die verdeutlichen, wie eng z. B. Maßnahmen der Wirtschaftsförderung auch mit städtebaulichen Maßnahmen zusammenhängen und sich gegenseitig in ihrer Wirkung steigern können.


Fördergebiete Sonnenberg und Reitbahnviertel

In der Förderperiode 2009–2014  konnte die Stadt Chemnitz erneut zwei Stadtquartiere durch EFRE-Mittel fördern. Das Reitbahnviertel und der Sonnenberg sind als innerstädtische Wohngebiete auch Handlungsschwerpunkte nach dem Städtebaulichen Entwicklungskonzept (SEKo) der Stadt bis 2020, die aufgrund ihrer vielfältigen Problemlage zur Förderung ausgewählt wurden.


Die Umsetzung der integrierten Handlungskonzepte für diese Gebiete mit einer Vernetzung von Maßnahmen der Stadtentwicklung mit Stadtökologie, besseren sozialen Einrichtungen und Angeboten für Freizeit und Bildung und der Stärkung der lokalen Wirtschaft im Quartier konnte mit 7,85 Mio. € aus dem EFRE-Fonds sowie weiteren 2,83 Mio. € städtischen Mitteln unterstützt werden.


Die EU und die Stadt Chemnitz haben dabei vielfältige Maßnahmen und Projekte mit vielen engagierten Trägern gefördert. Durch ein Stadtteilmanagement als Kümmerer vor Ort wurden die Stadtteilbewohner, Eigentümer und Unternehmen noch wirksamer in die Entwicklung einbezogen und Netzwerke geknüpft, die auch in Zukunft gut zusammen arbeiten. Ein Förderzeitraum von 5 Jahren wäre zu kurz um alle Ziele zu erreichen – er ist aber ein wichtiger Abschnitt, der schon große Wirkung zeigt. Entwicklungsrückstände wurden abgebaut und die Potentiale für eine weitere, nachhaltige Verbesserung gestärkt. So wurde ein Stand erreicht, der Vertrauen in eine gute Zukunft schafft.


In beiden Fördergebieten hat die soziale und wirtschaftliche Stabilisierung zu einer besseren Wahrnehmung von innen und von außen geführt. Die zunehmende Nachfrage von Investoren und auch der Zuzug in diese Gebiete sind dafür ein gutes Signal ebenso wie neue Stadtteilportale im Internet oder neue Vereine.


Die Stadt Chemnitz hatte mit einer eigenen Richtlinie und Beschluss des Stadtrates 2008 die Förderung der lokalen Wirtschaft bei kleinen Unternehmen als Teil der Integrierten Handlungskonzepte für das Reitbahnviertel und den Sonnenberg ermöglicht.

Broschüren:

Förderung kleiner Unternehmen
Förderung der Stadtentwicklung

Fördermittelgeber:


Revitalisierung brachgefallener Areale

Bei der Revitalisierung von Brachflächen konzentriert sich die Förderpolitik insbesondere auf innerstädtische Brachen. Damit sollen die Innenstädte gestärkt werden und der Flächenverbrauch und die Zersiedlung im Umland reduziert werden.


Die Fördermittel in diesem Bereich wurden auf der Grundlage der Verwaltungsvorschrift des Sächsischen Staatsministeriums des Innern über die Durchführung und Förderung von Maßnahmen der nachhaltigen Stadtentwicklung und der Revitalisierung von Brachflächen zur Umsetzung des Operationellen Programms des Freistaates Sachsen für den Europäischen Fond für regionale Entwicklung in der Förderperiode 2007 – 2013 (VwV-Stadtentwicklung 2007 - 2013) vom 20. Mai 2008 gewährt. Die Förderquote betrug hier maximal 75%.

Fördermittelgeber:


Landesbrachenprogramm des Freistaates Sachsen

Im Jahr 2009 hat der Freistaat Sachsen ein eigenes Förderprogramm zur Brachflächenrevitalisierung aufgelegt. Damit wurde die Möglichkeit geschaffen, Brachflächen zu beseitigen, die aufgrund des strukturellen Wandels, der militärischen Abrüstung oder der Umgestaltung von Gemeindegebieten nicht mehr genutzt werden. Die Zuwendung wurde in Höhe von maximal 90 Prozent gewährt.

 

Darüber hinaus wurde mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) gefördert: