Stolpersteine

Stolpersteine in Chemnitz

Es ist ein Projekt gegen das Vergessen: Bereits 195 „Stolpersteine“ lassen in Chemnitz Menschen innehalten. Eingelassen in den Bürgersteig, erinnern die Gedenksteine an tragische Schicksale von Mitbürgern, die während des nationalsozialistischen Regimes verfolgt, deportiert, ermordet oder in den Tod getrieben wurden. 10 mal 10 cm kleine Messingtafeln auf den Steinen geben Auskunft über Namen und die wichtigsten Lebensdaten dieser Menschen und markieren ihre letzten Wohn- oder Wirkungsstätten.

Das Projekt "Stolpersteine"

Künstler Gunter Demnig

Das Projekt „Stolpersteine“ geht auf den Kölner Künstler Gunter Demnig zurück. Dieser konzipierte die „Stolpersteine“ 1993 und konnte bereits ein Jahr später die ersten Gedenksteine in Köln verlegen.
Inzwischen erinnern über 43.500 „Stolpersteine“ in mehr als 1000 Orten in Deutschland und Europa an die Opfer.

Anliegen ist es unter anderem, den Opfern des nationalsozialistischen Regimes, die in den Konzentrationslagern zu Nummern degradiert wurden, ihre Namen zurückzugeben. Das Bücken, um die Texte auf den Stolpersteinen zu lesen, soll auch eine symbolische Verbeugung vor den Opfern sein.

Gunter Demnig, vielfach für sein Projekt geehrt, erhielt 2005 das Bundesverdienstkreuz und den German Jewish History Award der Obermayer Foundation.
 

Pate werden

Die Finanzierung der Stolpersteine übernehmen Paten. Die Stadt Chemnitz trägt die Tiefbauarbeiten und die organisatorischen Leistungen.

Für 120 Euro kann jeder Bürger eine Patenschaft für Herstellung und Verlegung eines Stolpersteins übernehmen. Anfragen richten Sie bitte direkt an den Stadtverband Chemnitz des VVN/BdA, Rosenplatz 4, 09126 Chemnitz, E-Mail senden.

Stolpersteine in Chemnitz

In Chemnitz ergriff im November 2005 der Verein der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten Chemnitz VVN/BdA die Initiative zur Verlegung von Stolpersteinen in der Stadt Chemnitz. Bereits am 6. Juli 2007 konnten die ersten sechs Gedenksteine verlegt werden.
 

Bisherige Stolpersteinverlegungen in Chemnitz:

Projektträger

Logo Verein der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten

Der VVN/BdA ist Träger des Projektes und verantwortlich für die inhaltliche Arbeit, Ansprechpartner für Vorschläge der zu ehrenden Personen und betreut die Paten.

Die organsatorischen Vorbereitungen und die Verlegung der Gedenksteine werden durch eine Projektgruppe der Stadtverwaltung unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig koordiniert.