Teilhabeplan der Stadt Chemnitz

Auf dem Weg zu mehr Inklusion

Auf dem Weg zu mehr Inklusion

2017 hat die der Stadtrat der Stadt Chemnitz den Teilhabeplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention auf den Weg gebracht. Er beschreibt, wie bis 2030 die Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Leben in Chemnitz verbessert und die Stadt schrittweise inklusiver gestaltet werden sollen.

Der Teilhabeplan ordnet sich in die Zielstellungen der Stadtentwicklung ein und berücksichtigt verschiedene Fachplanungen der Kommune, wie beispielsweise zur Schulentwicklung, zum Verkehr wie auch zum öffentlichen Raum.

Verschiedene Arbeitsgruppen – bestehend aus Vertretern der Stadtverwaltung und Bürgern – trafen sich am 23. Januar 2019 zu einer Auftaktveranstaltung zum Thema Chemnitzer Teilhabeplan.
Immerhin hat jeder fünfte Chemnitzer eine Behinderung. Barrierefreiheit ist für zehn Prozent der Bevölkerung unentbehrlich, für 40 Prozent notwendig und für 100 Prozent komfortabel. Deshalb
gilt es, die UN-Behindertenrechtskonvention auf lokaler Ebene Schrittweise umzusetzen, um die Teilhabe von Menschen mit Behinderung zu verbessern.
 


In sechs Arbeitsgruppen wird nun an einer inklusiven Stadt gearbeitet. Die Themen sind Arbeit, Bildung, Gesundheit, Kultur/Sport & Freizeit, Mobilität und Wohnen. Sie wurden als besonders wichtig für Chemnitz identifiziert, um möglichst viele Barrieren im städtischen Leben abzubauen.

Ziel des Teilhabeplans ist es, für die nächsten zehn Jahre (bis 2030) Ideen zu entwickeln, die dann
zu konkreten Maßnahmen im Teilhabeplan zusammengefasst werden. Neben einer  Bestandsaufnahme, was bereits in Chemnitz für Behinderte angeboten wird, gilt der Plan dann als Handlungsrichtlinie. Schon 2014 wurde in Chemnitz mit einer Analyse zum Thema Inklusion begonnen. So sind beispielsweise in Chemnitz bereits viele Bushaltestellen barrierefrei. Momentan aktualisiert die Stadt das Papier zum Thema Inklusion. Am Teilhabeplan sollen Bürgerinnen und Bürger, Einrichtungen aus Wissenschaft, Kultur, Sport, Wirtschaft ebenso wie die Stadtverwaltung mitarbeiten. Inklusion rückt nun noch stärker in den Fokus von Behörden und Öffentlichkeit damit sich sukzessive die Barrieren für Menschen mit Behinderung verringern.

Bis zum Sommer soll ein erster Entwurf und Ende des Jahres die endgültige Fassung des Teilhabeplans vorliegen.

Stadtratsbeschluss

Der Stadtrat hat am 04.07.2017 die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention.


Bestandsanalyse

In Vorbereitung auf die Erarbeitung eines Lokalen Teilhabeplans wurde 2014 eine umfassende Bestandsanalyse durchgeführt.

Die Ergebnisse wurden dem Stadtrat als Informationsvorlage präsentiert.