Chemnitz ist Fairtrade-Stadt

Titel für Engagement im fairen Handel

Nach Erfüllung aller Kriterien der vom Stadtrat empfohlenen Kampagne Fairtrade-Towns wurde Chemnitz nun von Transfair e.V. mit dem Titel Fairtrade-Stadt ausgezeichnet und darf diesen seit dem 2. April 2020 tragen.

Durch das Engagement hier ansässiger Einzelhandelsunternehmen, Gastronomiebetriebe, Schulen, Vereine, Kirchgemeinden sowie Medien für den fairen Handel vor Ort setzt die Stadt Chemnitz ein konkretes Zeichen für eine gerechtere Welt und leistet einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen von benachteiligten Produzentengruppen im globalen Süden.

Zur Unterstützung des fairen Handels in Zeiten gesundheitlicher und wirtschaftlicher Herausforderungen erklärt Dieter Overath, Vorstandsvorsitzender Transfair e.V.: „Wir können die Coronakrise bewältigen, wenn wir körperlich Abstand halten, aber im Geiste als Gesellschaft zusammen stehen. In der aktuellen Krise ist von uns allen Solidarität gefragt. Dafür steht der faire Handel. Wir alle können und sollten uns in unserem Alltagshandeln solidarisch zeigen, indem wir uns und andere schützen und wo Hilfe notwendig ist unterstützen. Das gilt für die Menschen in unserem unmittelbaren Umkreis. Unsere Solidarität gilt aber auch den Menschen, die uns mit Produkten, wie Kaffee, Kakao, Bananen oder anderen Rohstoffen versorgen, und für die wir uns auch in dieser Krisenzeit einsetzen.“

Das Umweltzentrum bietet eine Beratung an, wie fairer Handel in Unternehmen, Schulen und Vereinen unterstützt werden kann. Kontakt: umweltzentrum@stadt-chemnitz.de


Im übrigen kann jeder den FAIREwelt-Laden als direktes Fachgeschäft und Bildungsträger für fairen Handel hier vor Ort durch die Nutzung des kürzlich eingerichteten Lieferservice unterstützen:

Hintergrund

Die Fairtrade-Town-Kampagne bietet die Möglichkeit, ein sichtbares Zeichen für kommunale Wertvorstellung und Engagement zu setzen. Städten kommt bei der Umsetzung globaler Entwicklungsziele eine entscheidende Rolle zu, da hier fairer Handel und nachhaltiger Konsum gelebt werden kann. Somit sind alle Kommunen weltweit aufgefordert, ihre soziale, ökonomische sowie ökologische Verantwortung wahrzunehmen.


Die Chemnitzer Stadträte haben sich mit einem Beschluss dieser Kampagne angeschlossen. Ein Bündnis aus Vertretern der Verwaltung, Wirtschaft, sowie Zivilgesellschaft und Bevölkerung haben das Motto „global denken – lokal handeln“ mit Leben gefüllt und die Bewerbung vorbereitet.

Der Titel ist nach zwei Jahren erneut zu verteidigen.