Internationaler Stefan-Heym-Preis

Der Internationale Stefan-Heym-Preis wird in ehrendem Gedenken an Stefan Heym, den Sohn und Ehrenbürger der Stadt Chemnitz, verliehen. Die Ehrung soll alle drei Jahre herausragenden Autoren und Publizisten zuerkannt werden, die sich wie Stefan Heym in ihrem Wirken als Persönlichkeiten erwiesen haben, die sich in gesellschaftliche wie politische Debatten einmischen, um für moralische Werte zu streiten.

Die Stadt Chemnitz verlieh am 14. April 2008 erstmals den Internationalen Stefan-Heym-Preis an den israelischen Schriftsteller und Publizisten Amos Oz. Als weitere Preisträger folgten 2011 Bora Ćosić , 2013 Christoph Hein sowie 2017 Joanna Bator.

Am 18. April 2009 wurde die Internationale Stefan-Heym-Gesellschaft im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung im Rathaus der Stadt Chemnitz gegründet. Zu Gast waren Partner aus Cambridge und Inge Heym, die Witwe des Schriftstellers. An diesem Tag traten bereits 45 interessierte Privatpersonen und Einrichtungen der Gesellschaft bei.

Erstmals wurden 2017 die Stefan Heym Förderpreise verliehen

Stefan Heym Foerderpreise

Die erstmals von der Stadt Chemnitz ausgelobten Stefan-Heym-Förderpreise wurden am Sonntag während einer feierlichen Veranstaltung im Schauspielhaus von Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig an die Preisträger überreicht. Über die Vergabe der Förderpreise hat das Kuratorium zur Vergabe des Internationalen Stefan-Heym-Preises der Stadt Chemnitz entschieden.

Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig: „Wir erleben heute eine Premiere: Zum ersten Mal werden die Stefan-Heym-Förderpreise vergeben – und es sind, das macht mich besonders stolz, gleich fünf an der Zahl. Diese Stefan-Heym-Förderpreise gehen an ganz unterschiedliche Projekte und Vorhaben. Und auch das freut mich sehr. Weil es zeigt, dass Stefan Heym, der große Sohn und Ehrenbürger unserer Stadt, immer noch etwas zu sagen hat.

mehr

Heym-Preis an Joanna Bator verliehen

Der Internationale Stefan-Heym-Preis der Stadt Chemnitz wurde am 4. April 2017 an die polnische Autorin und Publizistin Joanna Bator verliehen worden. Die Preisträgerin nahm den mit 20.000 Euro dotierten Preis im Schauspielhaus aus den Händen von Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig entgegen. Joanna Bator, die sich nach der Verleihung ins Goldene Buch der Stadt Chemnitz eintrug: „Ich freue mich sehr und empfinde es als große Ehre, heute mit dem Internationalen Stefan-Heym- Literaturpreis ausgezeichnet zu werden. ...“

mehr

Stadt Chemnitz lobt Förderpreise aus

Im Rahmen des Internationalen Stefan-Heym-Preises der Stadt Chemnitz lobt Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig erstmalig die Stefan-Heym-Förderpreise aus. Die Förderpreise im Gesamtwert von 20.000 Euro werden zusätzlich zum Internationalen Stefan-Heym-Preis an Projekte und Initiativen in den Bereichen Forschung und Nachlasspflege für Stipendien und zur Unterstützung von Schülerprojekten vergeben, die sich in besonderer Weise mit dem Leben und Werk Stefan Heyms beschäftigen. Damit möchte die Stadt Chemnitz das Schaffen Stefan Heyms auch in die kommenden Generationen tragen und gleichzeitig die Wirkung und die Bedeutung des Preises weiter erhöhen.

mehr

Stefan-Heym-Preisträger Amos Oz verstorben

Amos Oz mit Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig bei der Verleihung des Stefan-Heym-Preises 2008

Der große israelische Autor Amos Oz ist am 28. Dezember 2018 im Alter von 79 Jahren verstorben. Über Jahrzehnte trat Oz für eine Friedenslösung zwischen Israel und den Palästinensern ein. Seine politische Präsenz und sein literarisches Œuvre wurden weltweit geachtet und mit zahlreichen Auszeichnungen gewürdigt, darunter 1992 durch die Verleihung des Friedenspreises des deutschen Buchhandels, 1998 durch den »Israel Preis« für Literatur wie auch 2005 durch den Goethe-Preis der Stadt Frankfurt.

Das Wirken des weltbekannten Schriftstellers wurde mit dem 2008 erstmals von der Stadt Chemnitz verliehenen Internationalen Stefan-Heym-Preis geehrt.  »Ein Mann des starken Wortes, dessen Biografie mich tief berührt«, drückte Amos Oz die Bewunderung für Stefan Heym  aus. Unverkennbar sind die Parallelen in beiden Schriftsteller-Biografien: Vertreibung aufgrund jüdischer Herkunft, das kritische Auseinandersetzen mit Politik und gesellschaftlichen Konflikten, die Ambivalenz in der Betrachtung Deutschlands und in der Auseinandersetzung mit der Heimat.
Als Heimat betrachteten Heym wie Oz die Sprache, in der sie sich ausdrückten.

1939 als Amos Klausner in einer Gelehrtenfamilie in Jerusalem geboren, erlebte er die Gründung des Staates Israel mit. 1954 trat er in einen Kibbuz  ein, legte seinen europäischen Nachnamen ab und nannte sich Oz, was auf Hebräisch «Kraft» bedeutet. Erste Erzählungen veröffentlichte er bereits als Student. Inzwischen zählt das Lebenswerk von Amos Oz elf Romane, sechs Erzählbände, neun Essaybände und mehrere Kinderbücher.