Figürliches Glockenspiel

Geschichte des Glockenspiels

Das alte Glockenspiel wurde im II. Weltkrieg zerstört. 1997 entstand die Idee, über dem Renaissanceportal des Alten Rathauses mit den Halbfiguren von Judith und Lukretia wieder ein figürliches Glockenspiel entstehen zu lassen. Bereits 2001 konnte auf Initiative des 1998 gegründeten Vereins figürliches Glockenspiel im Alten Rathaus-Turm zu Chemnitz e. V. mit Unterstützung zahlreicher Sponsoren und Förderer das Glockenspiel mit 25 Glocken eingeweiht werden. Seither erklingt das neu gestaltete Geläut über dem Chemnitzer Markt.

Ein Jahr später, im Oktober 2002, wurde dann auch die Konstruktion der Figuren-Spiele- Einrichtung abgeschlossen. Sechs Bronzefiguren komplettieren und begleiten seitdem das Glockenspiel.

Spielzeiten

Die Figuren (Benediktinermönch, Türmer, Weber, Kaufmann, Gießer und Trümmerfrau) drehen sich täglich um 11, 16 und 19 Uhr zur Melodie der Glocken.

Die Umstellung des Repertoires des Glockenspiels im Turm des Alten Chemnitzer Rathauses erfolgt stets zum kalendarischen Wechsel der Jahreszeit sowie außerdem auch noch in der Weihnachtszeit. Ausgeführt wird die turnusgemäße Umstellung des Glockenspiel-Repertoires von einer durch die Stadt beauftragten Firma. Insgesamt sind für das Glockenspiel über 60 Liedfolgen in den Gruppen Frühlings-, Sommer-, Herbst-, Weihnachts- und Winterlieder in der Mikroelektronik- Steuerungsanlage gespeichert. Zu diesen Liedfolgen gehören bekannte Melodien wie »Freude schöner Götterfunken« (die Europa-Hymne), »Nun will der Lenz uns grüßen«, »Am Brunnen vor dem Tore«, »Bunt sind schon die Wälder« und »Oh du fröhliche«.

Übrigens

Die Figuren des Glockenspiels im Alten Rathaus symbolisieren Chemnitzer Geschichtsetappen. Geschaffen wurden sie von Bildhauer Johannes Schulze aus Plauen. Den Guss der Figuren übernahm die Kunstgießerei Lauchhammer. Im Juni 2004 ging das Figürliche Glockenspiel nach Beschluss des Stadtrates Chemnitz als Schenkung in das Eigentum der Stadt Chemnitz über.