Jugend

Aufgabe der Jugendarbeit, der Jugendsozialarbeit, dem Erzieherischen Kinder- und Jugendschutz sowie der Familienbildung ist die Schaffung erforderlicher Voraussetzungen für die Förderung der Entwicklung von Kindern, Jugendlichen und Familien. Die Angebote orientieren sich am Bedarf und sollen zur Mitgestaltung und Mitbestimmung anregen.

Chemnitz bietet ein breites Netz an unterschiedlichen Projekten im Bereich der Jugendhilfe für junge Menschen und ihre Familien. Neben vielseitigen Möglichkeiten für eine interessante Freizeitgestaltung stehen gleichermaßen auch verschiedene Hilfs- und Unterstützungsangebote für unterschiedliche Lebenssituationen zur Verfügung.

Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen, Projekte der außerschulischen Jugendbildung, Angebote der Mobilen Jugendarbeit, der Jugendberufshilfe und der Schulsozialarbeit, Projekte des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes sowie Angebote der Familienbildung spiegeln die Angebotsfülle wider.

Die Stadt Chemnitz fördert diese Jugendhilfeleistungen der Träger der freien Jugendhilfe in diesem Jahr mit rund 11 Millionen Euro.

Grundlage dafür ist der Jugendhilfeplan für Kinder, Jugendliche und Familien (JHPL) der Stadt Chemnitz.


Angebote der Kinder- und Jugendfreizeit und der außerschulischen Jugendbildung

Der Konkordiapark zieht viele Jugendliche in ihrer Freizeit an

Sie bieten jungen Menschen Erfahrungs- und Erlebnisräume zur selbstbestimmten Freizeitgestaltung. Jugendhaus, Jugendklub, Jugendtreff – all diese Bezeichnungen stehen für offene Räume, die ein vielseitiges und flexibles Programm der Freizeitgestaltung von Kindern und Jugendlichen ermöglichen.

22 Einrichtungen stehen in Chemnitz als offene Angebote zur Verfügung. Mit rund 3 Millionen Euro fördert die Stadt Chemnitz diese Einrichtungen im Jahr 2019.

Dazu kommen derzeit 16 Projekte der außerschulischen Jugendbildung als Teil der offenen Kinder- und Jugendarbeit, die durch die Stadt Chemniitz mit rund 1,54 Millionen Euro gefördert werden. Die Angebote sind für alle ohne Voraussetzungen zugänglich - je nach Interesse oder Fähigkeiten. 

Die außerschulische Jugendbildung bietet z. B.

  • umweltpädagogische Bildungsangebote zu jahreszeitlich aktuellen Themen (z. B. Zugvögel im Herbst, Säugetiere im Winter, Frühjahrsblüher oder Kleinstlebewesen im Teich);
  • Projekte in den Bereichen Naturwissenschaft, Technik und Ökologie (z. B. Experimente in  Bereichen wie Chemie, Physik, Astronomie, Wetterkunde);
  • künstlerische und kreative Angebote (z. B. Keramik, Malerei, weitere handwerkliche  Techniken, Filmgestaltung);
  • Möglichkeiten zum Erlernen eines Instrumentes, Mitwirkung in einem Orchester;
  • Theaterspielen für verschiedene Altersgruppen;
  • Erlebnispädagogische Arbeit und natursportliche Betätigung (z. B. Skaten, Slackline);
  • Bildungsangebote zu Grundlagen der gesunden Ernährung;
  • Medienbildung;
    sowie
  • politische, gesellschaftliche und soziale Bildungsprojekte.

Schulsozialarbeit

Schulsozialarbeit ist eine Leistung der Jugendhilfe am Lebensort Schule. Die Inanspruchnahme steht allen Schülerinnen und Schülern offen.

Eine wesentliche Aufgabe von Schulsozialarbeit ist die Beratung und individuelle Förderung. Dabei kann jede Schülerin und jeder Schüler zu allen möglichen Themen und Sorgen Unterstützung finden. Darüber hinaus bietet Schulsozialarbeit sozialpädagogische Angebote für Gruppen an, bspw. zur Bewältigung von Konflikten, zur Vermittlung demokratischer Werte und positiver Verhaltensweisen oder zur Verbesserung des interkulturellen Miteinanders. Aber auch die Arbeit mit Eltern und Personensorgeberechtigten oder die Mitwirkung an Schulprogrammen und an der Schulentwicklung gehören zum Auftrag von Schulsozialarbeit.

Gegenwärtig sind in 15 Grundschulen, 13 Oberschulen, fünf Gymnasien, 10 Förderschulen und vier Berufsbildenden Schulen Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter tätig.


Mobile Jugendarbeit

Mobile Jugendarbeit/Streetwork ist eine Form der Jugendsozialarbeit gemäß § 13 SGB VIII zur sozialen Integration junger Menschen, die zum Ausgleich sozialer Benachteiligungen oder zur Überwindung individueller Beeinträchtigungen in erhöhtem Maße auf Unterstützung angewiesen sind.

Drei Projekte der Mobile Jugendarbeit werden durch die Stadt Chemnitz gefördert. Die Arbeit dieser Projekte erreicht vor allem junge Menschen, die ausgegrenzt und stigmatisiert werden bzw. hiervon bedroht sind; Ausbildungs- und Arbeitsuchende, Schulverweigerer, sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche, Gewaltbereite, Drogenkonsumenten und solche, für die vor allem Straßen und Plätze als Lebensort von zentraler Bedeutung sind. Mobile Jugendarbeit ist mit seiner Netzwerkarbeit ein unverzichtbares Bindeglied zwischen Gemeinwesen, seinen Bewohnern, der Kommunalpolitik, den Schulen, der Polizei und Justiz sowie den Einrichtungen der Arbeitswelt geworden. Diese bewährte Arbeit in den Projekten gilt es zu sichern.

Aktuell sind drei Projektträger Mobile Jugendarbeit an Acht verschiedenen Chemnitzer Stadtteilen tätig.


Arbeitsweltbezogene Jugendsozialarbeit

Dieser Leistungsbereich beinhaltet für sozial benachteiligte oder persönlich beeinträchtigte junge Menschen individuelle Unterstützungsangebote im Übergang von Schule in Ausbildung oder Arbeit durch Beratung, Begleitung, Beschäftigung und Berufsvorbereitung.

Die derzeit 13 Angebote in Chemnitz zielen auf soziale und berufliche Integration durch den Erwerb von Schlüsselkompetenzen. 


Kinder- und Familienzentren sowie weitere Angebote für Famlien

Die 16 Angebote der Familienbildung richten sich an Chemnitzer Eltern und bieten Unterstützung bei Fragen zur Erziehung oder der Entwicklung des Kindes. Hilfe und Unterstützung in Alltagsfragen oder -problemen sowie Information zu Hillfsangeboten gehören zu den kostenfreien Angeboten.

Erzieherischer Kinder- und Jugendschutz

Kinder und Jugendliche sind in ihrem Entwicklungsprozess Gefahren ausgesetzt, die für sie selbst und auch für Eltern nicht immer klar erkennbar sind. Anliegen des Jugendschutzes ist es, Kinder und Jugendliche, aber auch Eltern, Lehrer, Sozialarbeiter und Pädagogen über diese Gefahren aufzuklären sowie Anregungen und Hinweise zu geben, wie solche Gefahren abgewehrt werden können.   >>mehr
 

VITAMINE - Schulische Suchtprävention

... ein Programm für Schule und Schulsozialarbeit