Zero Waste

Das Projekt

Müllhalde

Zero Waste bedeutet einfach übersetzt "Null Verschwendung/Abfall". Der Begriff umfasst die Vermeidung von Abfall im weiten Sinn. Damit einher geht auch der Verzicht auf Güter, welche nicht gebraucht werden, eine allgemeine Reduzierung des Konsums sowie eine Wiederverwertung von Gütern. Nur Müll, der nicht weiterverwendet werden kann soll entsorgt werden.

Seit Mitte August 2022 hat die Stadt Chemnitz, gefördert durch den Freistaat Sachsen, im Umweltamt, Abteilung Untere Abfallbehörde, die Stelle eines Projektmanagers zur Erstellung eines Zero Waste-Konzeptes geschaffen. Damit soll, in dem zunächst auf ein Jahr befristeten Projekt, ein wirkungsorientiertes Abfallvermeidungskonzept in Zusammenarbeit mit Unternehmen und der Öffentlichkeit erarbeitet werden. Ausgehend von der Analyse der gegenwärtigen Situation in Chemnitz sollen Ziele formuliert und daraus konkrete Projekte und Maßnahmen abgeleitet werden.
 

Die Schwerpunkte sind:

  • erhöhte Abfallvermeidung als kommunale Aufgabe und als Beitrag zur Energieeinsparung,
  • Unterstützung neuer Konsum-Konzepte (Unverpackt-Läden, Gebrauchtwarenbörsen u. ä.),
  • Erarbeitung von Strategien für Anschubinvestitionen konkreter Projekte,
  • Erfassung von Möglichkeiten für eine Unterstützung in Form von Starthilfen (Erstausstattung, Werkzeugbeschaffung u. ä.),
  • Aufzeigen von aktuellen Good-Practise-Maßnahmen und -projekten und deren Möglichkeiten zur Weiterentwicklung sowie den
  • Aufbau eines Netzwerkes "Zero Waste Chemnitz".

Übrigens

Täglich werden rund 320.000 Einwegbecher für heiße Getränke in Deutschland verbraucht – davon 140.000 To-Go-Becher.

Mehrwegverpackungen sparen Ressourcen und Reinigungskosten von ca. 5,50 Euro je Einwohner und Jahr.
 

Sie sind gefragt - beteiligen Sie sich!

Altkleiderrecycling

Um ein umfangreiches und ganzheitliches Konzept erstellen zu können sind wir auf Ihre Mithilfe angewiesen. Kontaktieren Sie Herrn Avram und teilen ihm Ihre Ideen und Projekte (auch bereits vorhandene) per Post, elektronisch per E-Mail oder auch telefonisch mit.

Bitte nutzen Sie vorzugsweise die Kommunikation per E-Mail und reichen Sie Ihre Ideen über das Beteiligungsformular ein.

14.12.2022: 1. Workshop zum Zero Waste-Projekt

Um eine möglichst breite Öffentlichkeit mit ihrer Meinungs- und Ideenvielfalt einzubeziehen laden wir Sie recht herzlich zum 1. Workshop zum Zero Waste-Projekt

  • im Stadtschaufenster (links neben dem Haupteingang des Technischen Rathauses),
    Friedensplatz 1, 09111 Chemnitz
  • am Mittwoch, dem 14.12.2022 um 17 Uhr ein.

Im Vordergrund des 1. Workshops steht ein produktiver Gedankenaustausch und die Vernetzung der Projektbeteiligten untereinander.


Aktuelles

Hier werden aktuelle Meldungen zum Stand des Abfallvermeidungskonzeptes veröffentlicht.
 

Bioplastk - wirklich bio?!

Bioplastiktüte

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat in einer repräsentativen Kompostieranlage sogenannte „Bio-Plastik-Verpackungen“ auf ihre Zersetzbarkeit getestet.1

Untersucht wurden u. a. Bioabfallsammelbeutel oder to-go-Becher, die nach der standardisierten Behandlung nur in Stücke zerfallen waren und die Kompostqualität stark beeinträchtigten. Andere Produkte aus „Bioplastik“, wie Kaffeekapseln, Wegwerfteller, Riegelverpackungen, Schuhe und Einmal-Rasierer waren nach dem üblichen vier bis fünf Wochen Rottevorgang nahezu unverändert.

Viele umweltbewusste BürgerInnen, auch in Chemnitz, nutzen leider genau diese, von der Wirtschaft intensiv beworbenen Produkte im eigenen Haushalt, unter anderem für die Sammlung ihres Bio-Abfalls oder im to-go-Bereich. Das belegt eine Entsorger-Umfrage der DUH.2

Dadurch entstehen auf freiwilliger Basis der Bevölkerung oftmals finanzielle Mehraufwendungen, die jedoch keinesfalls zum erwünschten Effekt führen – die Umwelt zu entlasten und das Abfallaufkommen zu reduzieren.

Auch unser stadteigener Abfallentsorgungs- und Stadtreinigungsbetrieb (ASR) bestätigt dies und bittet deshalb: Plastik-Tüten gehören nicht in die Bio-Tonne, auch nicht aus sogenannter „Bioplastik“.

Quellen:
1 https://www.duh.de/bioplastik/
2 https://www.duh.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/repraesentative-umfrage-belegt-verbraucherinnen-und-verbraucher-gehen-falschen-umweltversprechungen/

 

November 2022: Mehrweg-Becher-System "Chemnitz Cup" soll wachsen

Das lokale Mehrweg-Becher-System „Chemnitz Cup“ soll künftig über die Innenstadt hinaus auch auf das gesamte Stadtgebiet sowie auf die Kulturregion Chemnitz erweitert werden. Mit der Erstauflage des Chemnitz-Cups wurden im Sommer 2022 bereits mehr als 40 Chemnitzer Unternehmen, Gastronomen und Handwerksbetriebe mit dem einheitlichen System für Mehrweg-Becher ausgestattet.

Die blauen Mehrwegbecher für Chemnitz tragen den Namen „Chemnitz-Cup“ und haben ein Fassungsvolumen von 0,3 Liter. Die Erstauflage wurde mit dem Logo „Chemnitz City“ bedruckt, die weiteren Becher sollen das Logo „Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025“ erhalten. Somit werden die Becher auch Teil der Kommunikationskampagne Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 sein. Der Becher kostet für den Verbraucher einen Euro Pfand. Becher und Deckel bestehen aus recyclingfähigem Kunststoff.

Das einheitliche System für die Mehrweg-Becher ist offen, und interessierte Händler können sich weiterhin anschließen. Den ersten 40 Händlern, die sich nun hierfür bei der Stadt Chemnitz anmelden, werden jeweils 50 Mehrwegbecher mit Deckel und Aufsteller kostenfrei zur Verfügung gestellt. Anmeldungen erbeten an: sylvia.stoelzel@stadt-chemnitz.de.

Weitere Getränkebecher werden dann über den Chemnitzer Anbieter Relocal erworben. Dieser hat weitere Mehrwegprodukte im Angebot, die sich die teilnehmenden Betriebe je nach Bedarf unabhängig vom Zutun der Stadt Chemnitz anschaffen und im Pfandsystem ausgeben können. So kann mittelfristig ein Netzwerk für Mehrwegprodukte in Chemnitz und der Kulturregion aufgebaut werden.
 

Juli 2022: Start für Mehrweg-Becher "Chemnitz-Cup"

Sven Hertwig, Jens Preißler, Sylvia Stölzel und Miko Runkel (v. l.) bei der Vorstellung des neuen Mehrweg-Bechers Chemnitz Cuo.

Mit der Ausgabe einer Erstauflage von rund 5.600 Bechern an interessierte Chemnitzer Unternehmen, Gastronomen und Handwerksbetriebe ist am 25. Juli 2022 in der Chemnitzer Innenstadt ein einheitliches System für Mehrweg-Becher gestartet. Dieses soll die Verwendung von Einwegbechern in Chemnitz reduzieren und die Stadt sauber halten.

Die blauen Mehrwegbecher tragen den Namen Chemnitz-Cup und haben ein Fassungsvolumen von 0,3 Liter. Ein Teil wurde mit dem Logo „Chemnitz City“ bedruckt, ein weiterer Teil wird voraussichtlich das Logo der Kulturhauptstadt erhalten. Somit sind die Becher auch Teil der Kommunikationskampagne für die Kulturhauptstadt Europas 2025 geworden. Der Becher, der wie der Deckel aus recyclingfähigem Kunststoff besteht, kostet 1 Euro Pfand.

Damit wird ein Beschluss des Stadtrats umgesetzt. Zielstellung war, für Chemnitz ein Mehrwegbechersystem zu entwickeln, das ein Pfand- und flexibles Rückgabesystem beinhaltet. An der Entwicklung waren der Bürgermeister für Recht, Sicherheit und Umweltschutz, Miko Runkel, die Standortkoordinator:innen der Initiative ChemnitzCity.de, Sylvia Stölzel und Sven Hertwig, sowie der Vertreter des Unternehmens Relocal, Jens Preißler beteiligt. Weitere Partner sind die Chemnitzer Handwerkskammer, die Industrie- und Handelskammer, die TU Chemnitz, das Umweltzentrum sowie das Umweltamt.

Das System ist offen. Interessierte Händler können sich noch anschließen. Der Einkauf der Getränkebecher erfolgte bei dem Chemnitzer Anbieter Relocal. Dieser hat weitere Mehrwegprodukte im Angebot, die sich die teilnehmenden Betriebe je nach Bedarf unabhängig vom Zutun der Stadt Chemnitz anschaffen und im Pfandsystem ausgeben können. So soll mittelfristig ein Netzwerk für Mehrwegprodukte in Chemnitz aufgebaut werden.

Die Einführung des Chemnitz-Mehrwegbecher wurde im Rahmen des Projektes Zero Waste durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes gefördert.
 

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