Aktuelles

Ausrufung der Europäischen Republik

Am 10. November 2018

ASA-FF e. V.

Wie kann ein Europa der Zukunft aussehen? Wie ein Europa, von dem Chemnitz sagen würde, das ist unser Europa?


Gemeinsam mit Künstlerinnen und Bürgern in ganz Europa ruft ein Sprechchor aus Chemnitzer Bürgern am 10. November um 16:00 Uhr vor dem Karl-Marx-Kopf die Europäische Republik aus. Vorgetragen werden eine Chorversion des "Chemnitzer Manifests für die Zukunft Europas" sowie ein Manifest von Robert Menasse, Ulrike Guérot und Milo Rau. Diese dienen als Ausgangspunkt für eigene vielstimmige Überlegungen und Diskussionen. Alle Chemnitzerinnen und Chemnitzer sind eingeladen, ein Teil davon zu werden und eigene Ideen einzubringen.

Die Anmeldung zur Mitwirkung an der Ausrufung ist an anna.staab@asa-ff.de möglich.

 

Ergänzt wird die Aktion durch ein vertiefendes Story-Café um 16:30 Uhr hinter dem Karl-Marx-Kopf. Alle Ausrufenden werden zu Kaffee und Kuchen eingeladen, um die Energie und und das Gemeinschaftsgefühl mitzunehmen und ins Gespräch zu kommen. Mit Bürgern aus Politik und Zivilgesellschaft soll die Frage "Was kann Europa von Chemnitz lernen?" vertieft werden. Was hat Chemnitz Europa zu erzählen?

 

Alle weiteren Details sind auf der Internetseite des Festivals "Aufstand der Geschichten" zu finden:

Programmheft

ASA-FF e. V.

Das komplette Programmheft zum Festival:


Europäische Woche der Lokalen Demokratie

Vom 15. bis 21. Oktober

Chemnitz startete mit dem Projekt "Wie siehst du Europa?" in die Aktionswoche. Mit einer Mail Art Aktion regte die Galerie Laterne Kinder und Jugendliche an, sich Gedanken über ihre Vorstellungen von der Europäischen Union und ihre Perspektiven zu machen. Am 15. Oktober wurde im Zentralen Hörsaalgebäude der Technischen Universität Chemnitz die Ausstellung der von den jungen Menschen eingesandten Karten, Briefe, Gegenstände und Dokmentationen eröffnet. Die Kunstwerke waren bis zum 5. November zu sehen. Während der Ausstellungszeit widmete sich Christian Schweiger in einem Vortrag der Frage: "Wie europäisch ist Chemnitz?". Dabei diskutierte er mit den Teilnehmenden vor allem Europa heute und in der Zukunft.

Wer sich schon immer mal in die Rolle eines Regierungschefs oder Parlamentsabgeordneten der EU hineinversetzen wollte, konnte am 20. Oktober Teil der Simulation der Europäischen Union werden. In einem Planspiel zum Europäischen Gesetzgebungsverfahren veranschaulichten die Jungen Europäischen Föderalisten e. V., wie wichtig und zugleich schwierig es ist, politische und persönliche Interessen abzuwägen, gemeinsam einen für alle Beteiligten zufriedenstellenden Kompromiss zu finden.

Das Lesecafé Odradek öffnete am 18. Oktober all denjenigen seine Türen, die einfach mal ausbrechen wollten. So trug die Veranstaltung den Titel "Irre werden" und entband von dem Druck, funktionieren, hineinzupassen, nicht anzuecken und nicht auffallen zu müssen. Hier "wurden die Stimmen laut, die immer weggeräuspert werden" und eigene Texte wurden vorgetragen.

Alle Details zu den Veranstaltungen finden Sie in der Programmübersicht.

Programmübersicht


Europäische Mobilitätswoche 2018

„Bei unseren Aktivitäten im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche steht seit langem das Leitbild einer Mobilität für alle im Fokus. Hier nimmt für uns eine barrierefreie Mobilität einen zentralen Platz ein. Wir zeigen, wie man in Chemnitz mobil sein kann, unabhängig von Alter, körperlicher Verfassung oder der Verfügbarkeit über ein Fahrzeug. So fügen sich für uns der Nahverkehrsplan und das Radverkehrskonzept nahtlos zusammen mit unseren langjährigen Bemühungen um barrierefreie Straßen und Plätze.

 

Zusammen mit einem ortsansässigen Hersteller von Bodenindikatoren demonstrieren wir, wie sich blinde Menschen im Straßenraum orientieren können. Zusammen mit der Chemnitzer Verkehrs AG bieten wir jeder und jedem die Möglichkeit den Einstieg in einen Bus auch mal mit einem Rollstuhl zu probieren. All das weitet den Blick über das enge Verständnis von Mobilität hinaus, den der eine oder andere hinter seiner Windschutzscheibe vielleicht noch immer hat. Wir zeigen, dass man in Chemnitz mobil sein kann, auch ohne ein eigenes Auto.“

Bernd Gregorzyk, Amtsleiter Tiefbauamt der Stadt Chemnitz.

Programm vom 16. bis 22.09.2018

Auch in diesem Jahr lud die Europäische Mobilitätswoche Chemnitzer Kindertageseinrichtungen und Schulen zu spezifischen Aktivitäten ein. Darüber hinaus wurden thematische Touren und Workshops angeboten, um Interessierten neue Facetten von Mobilität näher zu bringen.

 

Zum Abschluss der Woche wartete auf die Chemnitzerinnen und Chemnitzer am 21. September der Mobi-Tag mit aktiven Mitmachangeboten auf dem Neumarkt.

Einer der Höhepunkte bildete der Bundeswettbewerb „SolarMobil Deutschland“. Seit 2000 wird der sächsische Landeswettbewerb „solarisCUP Chemnitz“ regelmäßig in der Stadt abgehalten. Auf Grund der 875 Jahrfeier und des 25. Jubiläums der solaris FZU gGmbH wurde der Bundeswettbewerb dieses Jahr zum zweiten Mal in Chemnitz ausgetragen. Am Mobi-Tag reisten dafür Schülerinnen und Schüler sowie Auszubildende aus ganz Deutschland an, um mit selbst gebauten Solarmodellen gegeneinander anzutreten, sei es in einem Wettbewerb um die schnellste oder kreativste Konstruktion.

Daneben boten zahlreiche Akteure, Vereine und Organisationen unterschiedlichste Erlebnis- und Informationsangebote zu verschiedenen Aspekten rund um Mobilität und Barrierefreiheit. Wie jedes Jahr gab es eine Versteigerung mit Fundfahrrädern der Stadt. Eine ideale Gelegenheit, die eigene Mobilität nachhaltig, umweltschonend und die Gesundheit fördernd mit einem „Drahtesel“ für wenig Geld zu stärken.

 

Fokus Barrierefreiheit sowie Kinder und Jugendliche

 

Seit 2008 ist das Thema Barrierefreiheit immer wieder in das Programm der Aktionswoche eingebunden. Angebote sind dabei sowohl für Menschen mit Behinderungen konzipiert als zum Nachempfinden von eingeschränkter Mobilität für Menschen ohne Einschränkungen. Unterschiedliche Spezialräder wie Tandems, Dreiräder oder Rollstuhlräder können getestet werden. Ein Alterssimulationsanzug erlaubt das Einfühlen in die mitunter eingeschränkte Mobilität älterer Menschen.

 

Beteiligung an der Aktionswoche seit 2003

 

Die EU-Stelle der Stadt Chemnitz koordiniert die Aktionswoche mit einer Vielzahl an Partnern bereits seit 2003 um die Bürgerinnen und Bürger zu mehr nachhaltiger Mobilität, d. h. einer stärkeren Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel, des Fahrrades und des Zufußgehens, zu bewegen. Dazu wird der Begriff der Mobilität stets weit gefasst damit ein Rahmen geschaffen werden kann, der den unterschiedlichsten Ansätzen Zugang ermöglicht. So erhielten Schülerinnen und Schüler in den Vorjahren immer wieder die Chance auf eine Trainingsstunde mit dem CFC-Nachwuchs oder bei ein Tanzangebot sich zum Mitmachen anregen zu lassen. Höhepunkte 2017 waren unter anderem die Verteilung von Frühstückstüten als Belohnung für ÖPNV-Nutzende und Radfahrende  und der Wettbewerb „Mobilitätsschaufenster“ unter Einzelhandelsgeschäften der Chemnitzer Innenstadt bei dem Passanten mittels QR-Code und Social Media die beste Schauflächendekoration wählen konnten.
 


Programm

Europäische Mobilitätswoche 2018

Das Programm zur diesjährigen Europäischen Mobilitätswoche im Faltblatt:

Publikation

Leitfaden zur Förderung der Kultur- und Kreativwirtschaft

Kunst und Kultur können Innovation und somit auch wirtschaftliche und soziale Entwicklung vorantreiben. Mit „The Smart Guide to Creative Spill-Overs“ gibt es nun ein Handbuch, das Städten erklärt, wie sich Übertragungseffekte aus dem Bereich Kunst und Kultur in die Industrie, sogenannte „creative spill-overs“, unterstützen lassen.

Das Handbuch soll Städten dabei behilflich sein, ein grundlegendes Verständnis von diesen Übertragungseffekten zu gewinnen und Strategien zu entwickeln, um durch die Übertragung von Impulsen aus dem Bereich von Kunst und Kultur das Innovationspotential der Kultur- und Kreativwirtschaft zu fördern. Städte werden in dem Handbuch angehalten, interdisziplinärem und inklusivem Denken Raum zu geben, kreative Projekte durch finanzielle Förderung zu stützen sowie durch Veranstaltungen den Austausch zwischen Akteuren aus Kunst und Kultur sowie Industrie zu verbessern.

Entstehung

Das Handbuch entstand im Rahmen des europäischen URBACT-Netzwerks „Creative SpIN“, an dem u. a. Bologna, Rotterdam, Essen und Mons beteiligt waren. Die Entwicklung der Kultur- und Kreativwirtschaft hat für die EU einen hohen Stellenwert, da sie ihr eine wichtige Bedeutung für die Zukunftsfähigkeit Europas beimisst.