Fachkonzept Brachen

Der Stadtrat hat am 4. November 2009 das Städtebauliche Entwicklungskonzept (kurz SEKo) - Chemnitz 2020 beschlossen. Innerhalb des SEKo wurden verschiedene Fachkon-zepte mit ihren Handlungsschwerpunkten aufeinander abgestimmt. Das Leitbild des Städtebauli-chen Entwicklungskonzeptes forciert die Stabilisierung der Stadtstruktur durch eine vorrangige Entwicklung der innerstädtischen Gebiete. Ein Fachkonzept Brachen war zu diesem Zeitpunkt nicht Bestandteil der Aufgabenstellung.

Basierend auf den internen Erhebungen zum Brachenkataster der Stadt Chemnitz wurde der Pro-grammteil Brachen erarbeitet. Das Fachkonzept Brachen zum städtebaulichen Entwicklungskon-zept Chemnitz 2020 liegt nunmehr vor. Dieses bildet gemäß den ausgeschriebenen Förderpro-grammen „RL Nachhaltige Stadtentwicklung EFRE 2014 bis 2020“ die Zuwendungsvoraussetzung für Fördermittelanträge zur Brachflächenrevitalisierung.

Die Erfassung der Brachen im internen Brachenkataster stützt sich auf den mit der Novellierung des Baugesetzbuches neu formulierten § 1a: „Die Notwendigkeit der Umwandlung landwirtschaftli-cher oder als Wald genutzter Flächen soll begründet werden; dabei sollen Ermittlungen zu den Möglichkeiten der Innenentwicklung zugrunde gelegt werden, zu denen insbesondere Brachflä-chen, Gebäudeleerstand, Baulücken und andere Nachverdichtungsmöglichkeiten zählen können.“

Grundsätzlich wird zur allgemeinen Flächenvorsorge im Kontext mit den politischen Vorgaben zur Nachhaltigkeit bei der Flächeninanspruchnahme (30-Hektar-Ziel) keine Alternative zur eingeschla-genen Entwicklung gesehen. Die stadtweit erfassten Brachflächen betragen etwa 600 Hektar und entsprechen damit ungefähr 11 % der Siedlungsfläche. Mit der Rückführung von Flächenressourcen in den Flächenkreislauf ist eine Verbesserung der Stadtstruktur unter wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Aspekten verbunden.