NATURSTADT - Kommunen schaffen Vielfalt

Chemnitz blüht auf! - ein Jahresrückblick 2021

Radtour-Halt am Annenplatz

Nachdem die Projektidee Ende November 2020 als Zukunftsprojekt ausgezeichnet wurde, wurden die Arbeitspakete und Kostenplanung zur Verwendung des Preisgeldes weiterentwickelt und schließlich im März 2021 die Umsetzungsvereinbarung mit dem Projektträger geschlossen.

Bis November 2022 sollen nun Angebote durchgeführt und etabliert werden, die verschiedene Akteur:innen dazu befähigen, erfolgreich Blühflächen anzulegen. Dabei werden Blühflächen mit möglichst langlebigen Blühbeständen mit Wildpflanzen für die heimische Insektenvielfalt gefördert.

Zum Erreichen dieser Ziele wurden vier Arbeitspakete entwickelt:

  • ein Blühscouting zur Vernetzung von Akteur:innen, zum Sammeln von Erfahrungen, zur Evaluierung von bestehenden Blühflächen, zur Betreuung von einigen Vorhaben bei Neuanlage oder Pflege von Blühflächen,
  • ein Bildungspaket für den Grundschulbereich bzw. Hort, um Blühflächen zu erkunden und mit Hinweisen zum Anlegen und Betreuen einer eigenen Blühfläche,
  • Entwicklung von Blühmischungen aus gebietsheimischen Saatgut für zwei/drei verschiedene Anwendungsfälle, und
  • verschiedene Formate der Information, Beratung und Sensibilisierung für nachhaltige Blühflächen.
     

Bereits zum Projektstart wurde durch Veröffentlichung in verschiedenen Medien das Vorhaben unterstützt:

Viele Interessierte meldeten sich im Umweltzentrum, um Unterstützung für eine eigene Umsetzung zu bekommen. Das bestätigte das Projektziel und motiviert natürlich. Im Rahmen der Möglichkeiten wurden wenige aber sehr unterschiedliche Akteur:innen für eine konkrete Begleitung ausgewählt. Die Übrigen wurden mit Informationsmaterial versorgt und auf weiter geplante Formate verwiesen.

Seit Mai ist der Blühscout aktiv. Nach mehrmaliger Kartierung von fünf Blühflächen (Annenplatz, Fürstenpark, Nordpark, Parkstraße, Studentenwerk) konnte er den Akteur:innen eine Empfehlung für die weitere Betreuung der Flächen mitgeben. Vier Akteur:innen wurden für das Neuanlegen von Blühflächen vor Ort beraten und die einzelnen Umsetzungsschritte erläutert. Für weitere Interessierte wurde eine „Radtour zur Blühvielfalt“ im Juli angeboten.

Im August gab es Gespräche mit dem Museum für Naturkunde für das Bildungspaket. Die Museumspädagogin wird Bildungsmaterialien zu den Themen Flora, Fauna und Wiese in einer Erlebnisbox zusammenfassen, welche dann z. B. von Schulen, Vereinen oder Gruppen ausgeliehen werden können. Dieses Angebot hat sich mit anderen Themen bereits bewährt.

Im September wurde eine Expertin mit einem Fachgutachten zur Erstellung gebietsheimischer Blühmischungen beauftragt. Im November folgte dann eine erste Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde, dem Grünflächenamt und dem Saatgutgarten um deren fachlichen Belange und umsetzungstechnischen Bedarfe und Möglichkeiten mit einzubeziehen.

Informationsaustausch mit anderen Kommunen

Über das Jahr gab es mit den weiteren im Wettbewerb ausgezeichneten Kommunen regen Austausch. Dazu fanden im Mai und September zwei interessante Vernetzungstreffen statt und im November gab es die Fachtagung „Kommunen schaffen Vielfalt! Beispiele aus der kommunalen Praxis zur Förderung von Stadtnatur und Insekten".

> Youtube-Kanal "Kommunen für biologische Vielfalt e. V."
 

Ausblick 2022

Auch 2022 steht einiges auf dem Programm:

Es sollen zwei Workshops zu den Themen Vorbereitung/Anlage sowie Pflege/Management von Blühflächen stattfinden.

Aus den im Projekt gesammelten Erfahrungen soll eine allgemeine Anleitung sowie explizite Hilfestellungen zusammengestellt werden.

Mit dem Saatgutgarten sollen außerdem erste Blühmischungen eingetütet werden.


Projekt "Chemnitz blüht auf!" ausgezeichnet

Im Rahmen der Bewerbung zur Europäischen Kulturhauptstadt 2025 entstanden viele Blühwiesen in Chemnitz

Chemnitz wurde am 25. November 2020 als eine von 40 Kommunen im bundesweiten Wettbewerb „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“ für ihre Projektidee zur Förderung von Stadtnatur und Insekten im Siedlungsraum gewürdigt. Die Stadt erhält 25.000 Euro für die Umsetzung des Zukunftsprojekts „Chemnitz blüht auf!“.

Das Gemeinschaftsprojekt von Umweltzentrum, Stadtplanungsamt, Grünflächenamt, Umweltamt, der Initiative „Chemnitz grünt“, dem Museum für Naturkunde und dem Saatgutgarten ist für die kommenden zwei Jahre angelegt. Dabei werden Hilfestellungen für eine erfolgreiche Entwicklung von insektenfreundlichen Blühflächen unter Verwendung von einheimischen Saatgut zusammen erarbeitet und veröffentlicht. Zielgruppen sind ehrenamtliche Initiativen, Schulen, städtische Einrichtungen und Wohnungsbauunternehmen bzw. -genossenschaften.

Bereits für die Kulturhauptstadtbewerbung wurde der Wunsch nach mehr Stadtgrün geäußert. Gemeinsam mit den Chemnitzer*innen wurde begonnen, großflächig Blumensamen auszusäen. Ziel war es, gemeinsam mit dem Grünflächenamt der Stadt, der GGG und den sechs Wohnungsgenossenschaften auf 10.000 Quadratmeter in verschiedenen Stadtteilen bunte Blumenwiesen zu schaffen. Die Erfahrungen der „Kulturhauptstadt-Blühwiesen" werden in die Projektidee der Blühflächen und die Umsetzung einfließen.
 

Auszeichnungsvideo

Bundesumweltministerin Svenja Schulze überreicht die Auszeichnung an die Kommunen virtuell.
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Eine Preisverleihung im herkömmlichen Sinne ist in diesem Jahr leider nicht möglich, so dass die ausgezeichneten Kommunen ihre Urkunden virtuell überreicht bekamen.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze überbringt ein Grußwort an die ausgezeichneten Kommunen, die Laudatio hält Robert Spreter vom Bündnis Kommunen für biologische Vielfalt.

Für die Umsetzung des Projektes erhält die Stadt Chemnitz 25.000 Euro.

Informationen zum Wettbewerb

Logo

Mit dem Wettbewerb möchte die Bundesregierung die Kommunen dabei unterstützen, neue Projekte zur Förderung von Stadtnatur und Insekten zu entwickeln und umzusetzen.


Kommunen für biologische Vielfalt

Die Stadt Chemnitz ist seit 2010 Mitglied im Bündnis für biologische Vielfalt

Die Stadt Chemnitz ist seit 2010 Mitglied im Bündnis für biologische Vielfalt.

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Wie geht es mit dem Projekt weiter?

Projektteam im Saatgutgarten

Samentütchen aufreißen, auf die vorgesehene Fläche streuen und abwarten? Das kann kurzfristig gesehen gelingen, doch wie macht man es so, dass da auch nächstes Jahr wieder Vielfältiges wächst und unseren Insekten auch tatsächlich nützt?

Genau hier liegt die Motivation das Gemeinschaftsprojekt "Chemnitz blüht auf!" begründet – es will auch in 2021 und 2022 verschiedene Zielgruppen bei einer nachhaltigen Entwicklung von Blühflächen unterstützen. Ein Blühscout wird jeweils eine ehrenamtliche Initiative, Schule, städtische Einrichtung, Wohnungsunternehmen bzw. -genossenschaft beraten, was beim Vorbereiten der Flächen, beim Aussuchen des Saatgutes sowie bei der Pflege sinnvoll ist. Dabei wird auf die Expertise von Wissenschaft, Grünflächenamt und Umweltamt zurückgegriffen.

Mit dem Saatgutgarten gibt es einen lokalen Partner für einheimisches Saatgut. Die Erfahrungen werden mit Unterstützung durch das Museum für Naturkunde zu zielgruppengenauen Hilfestellungen aufbereitet und hier für eine erfolgversprechende Umsetzung weiterer insektenfreundlicher Blühflächen in Chemnitz wie auch anderen Kommunen veröffentlicht.

Förderhinweis

Die Umsetzung des Zukunftsprojekts „Chemnitz blüht auf!“ der Stadt Chemnitz erfolgt im Rahmen des Wettbewerbs „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“. Der Wettbewerb wird vom Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt e.V.“ durchgeführt und im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert.

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