05.02.2019
Pressemitteilung 72

Kulturausschuss beschließt Kulturförderung 2019


Rund 2,9 Mio. Euro für die freie Kultur in Chemnitz – 94 Fördermaßnahmen für eine vielfältige Kulturlandschaft

Der Kulturausschuss hat in seiner Sitzung am 31. Januar die institutionelle und projektbezogene Kulturförderung für das Jahr 2019 beschlossen. Die Fördermittel in Höhe von 2,9 Mio. Euro fließen in 94 Einrichtungen, Vereine bzw. Projekte aus den Bereichen Museumsarbeit, darstellende Kunst, Musik, bildende bzw. angewandte Kunst, Film/Medien, Literatur, Soziokultur, Heimatpflege, Jugendkultur und Einzelprojekte. Dank zusätzlicher Kulturraummittel in Höhe von 500.000 Euro konnte das Förderbudget gegenüber dem Vorjahr wesentlich erhöht werden.


Neben institutionell geförderten Einrichtungen können dadurch auch Festivals und internationale Großveranstaltungen spürbar besser gefördert werden und mehr in den Fokus der Chemnitzer Öffentlichkeit und der Region, aber auch der internationalen Fachwelt rücken.

Zudem hat der Stadtrat in seiner Sitzung am 19. Dezember 2018 eine weitere Aufstockung um 48.500 Euro für ausgewählte Maßnahmen beschlossen, um dem begründeten Bedarf einzelner Maßnahmen noch besser zu entsprechen.

Der Kulturbeirat hat die Kulturförderung für das Jahr 2019 intensiv vorberaten und dem Stadtrat bzw. Kulturausschuss fundierte Empfehlungen, basierend auf dem Beschlussvorschlag der Stadt Chemnitz, unterbreitet. Besonders erfreulich ist, dass neben 36 institutionell geförderten Einrichtungen insgesamt 58 Projekte bezuschusst werden können.

Institutionell gefördert werden in 2019 zum Beispiel der Verein Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis e. V., das Ebersdorfer Schulmuseum, das Museum für Sächsische Fahrzeuge e. V., die Arbeitsgemeinschaft „Straßenbahnfreunde Chemnitz“ e. V., das Fritz-Theater sowie die Chemnitzer Filmwerkstatt mit dem Clubkino Siegmar und Radio T e. V.
Erstmals in die institutionelle Förderung aufgenommen werden konnten die beiden Vereine Spinnerei e. V. mit den beiden Projekten „Féte de la Musique Chemnitz“ und dem Festival „POCHEN“ sowie der Club Solitaer e. V., der mit seinen spartenübergreifenden Angeboten wichtige Kulturarbeit im Stadtteil Sonnenberg leistet.

Für die zahlreichen Festivals und Großveranstaltungen zu Tanz, Film, Musik, Design und Internationales wie beispielsweise TANZ/MODERNE/TANZ, Sächsisches Mozartfest, Schlingel – Internationales Filmfestival für Kinder und junges Publikum, Kunst- und Kulturfestival Begehungen, „Fuego a la isla“ – Festival, Tage der jüdischen Kultur wurde der Zuschuss zur Qualifizierung künstlerischer Arbeit und weiteren Etablierung erhöht. Das interdisziplinäre Festival „Aufstand der Utopien“ des Vereines ASA-FF e. V. untersucht, welche Utopie-Modelle in Chemnitz relevant sein könnten und wie sie sich, eingebettet in kulturelle Rahmungen, erzählen lassen. Der 7. Internationale Marianne Brandt Wettbewerb präsentiert einmalig noch nie gezeigte Objekte und Entwurfszeichnungen der Chemnitzer Künstlerin, und legt damit den
Fokus auf den initiierten Dialog von zeitgenössischen Positionen und historischen Objekten aus dem Bauhaus.

Kultur- und Kommunikationszentren wie das Weltecho, die Einrichtungen Kraftwerk e. V. und Arthur e. V. tragen mit künstlerischen Mitteln und generationsübergreifenden Angeboten zur deutlichen Belebung des Kulturkalenders der Stadt und ihres Kulturquartiers bei. Diese Arbeit wird unterstützt durch kleinere soziokulturelle Vereine, wie zum Beispiel Subbotnik e. V., Stadtfabrikanten e. V., KaffeeSatz e. V. und akCente e. V..

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Pressestelle Stadt Chemnitz