Chemnitzer Traumkonzert erhält Sächsischen Inklusionspreis


03.12.2018
Pressemitteilung 852

Chemnitzer Traumkonzert

Heute erhielten die Organisatoren des Chemnitzer Traumkonzerts im Bereich „Freizeit & Kultur“ den 3. Sächsischen Inklusionspreis. Die Auszeichnung wurde im Sächsischen Landtag in Dresden übergeben.

Der Preis wird seit 2014 vom Beauftragten der Sächsischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Stephan Pöhler, alle zwei Jahre vergeben.

Eine Jury wählt die Preisträger in den Kategorien Bildung, Freizeit, Demografie und Barrierefreiheit mit variierenden Schwerpunkten aus. In diesem Jahr war der Schwerpunkt „Musik liegt in der Luft“. Die Auszeichnung ist verbunden mit einem Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro.

„Mit dem Sächsischen Inklusionspreis sollen Praxisbeispiele unterstützt und bekannt gemacht werden, in denen die Inklusive Gesellschaft bereits Wirklichkeit geworden ist, die das gelungene Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung erfahrbar machen, die breite Öffentlichkeit sensibilisieren und zur Nachahmung anregen können“, lautet der Erklärung der Wettbewerbsausschreibung.

„Man muss Liedtexte nicht lesen, Noten, Instrumente nicht sehen oder anfassen und auch Rhythmus nicht hören können, um traumhaft zu musizieren.“ Mit diesem Slogan wirbt seit 2011 im Zweijahresrhythmus das Chemnitzer Traumkonzert. Es ist der gemeinsame Musikabend von Musikern mit und ohne Behinderungen mit Vertretern der Robert-Schumann-Philharmonie im Herzen von Chemnitz.

„Es gab bereits vier Traumkonzerte, die stetig gewachsen sind: im Können aller Beteiligten, in der Zahl der mitwirkenden Philharmoniker und der begeisterten Zuschauer, der Größe des Veranstaltungssaales, der Breite der barrierefreien Angebote und vor allem auch in der öffentlichen Wahrnehmung. Dies wird mit dem Sächsischen Inklusionspreis gekrönt. Darauf sind wir sehr stolz“, so Petra Liebetrau, Behindertenbeauftragte der Stadt Chemnitz. Der Erfolg des Traumkonzertes ist das Ergebnis einer engagierten, gemeinsamen und vertrauensvollen Zusammenarbeit vieler Akteure. Veranstalter ist die Stadt Chemnitz, seit 2017 gemeinsam mit der Bürgerstiftung für Chemnitz.

Zu den Organisatoren gehören neben der Behindertenbeauftragten, Petra Liebetrau, der Leiterin der Städtischen Musikschule, Nancy Gibson, die Theater Chemnitz gGmbH, die C3-Veranstaltungszentren, das ASB-Wohnzentrum, das SFZ-Förderzentrum und die Behindertenhilfe Limbach-Oberfrohna. Die letzten drei genannten Einrichtungen gehören neben der Förderschule Janusz-Korczak, der Landesschule für Blinde und Sehbehinderte, dem Terra Nova Campus, der Lebenshilfe Chemnitz, dem Gebärdenchor Monael & Friends und den Philharmonikern zu den Mitwirkenden und damit den eigentlichen Stars der Traumkonzerte.

Die Vorbereitungen für das fünfte Traumkonzert am 11. November 2019 laufen bereits. Die heutige Auszeichnung wird dabei ein Ansporn sein.

 

 

 

 

 

 

 

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Pressestelle Stadt Chemnitz