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[Translate to Czech:] Weitere 19 Stolpersteine werden verlegt

Einladung: am 6. Mai, Start 10.30 Uhr, Eulitzstraße 7

Am Mittwoch, dem 6. Mai, ab 10.30 Uhr werden in Chemnitz erneut Stolpersteine verlegt, die an Menschen erinnern, die Opfer des nationalsozialistischen Regimes wurden.
Bürgermeister Ralph Burghart eröffnet den Tag am Standort Eulitzstraße 7, an dem für Hanna Luise Sachs, geb. Cohn, ein Stolperstein verlegt wird. Ihre Tochter Tana Sachs wird ebenfalls vor Ort sein und zu Wort kommen. Sie wurde 1938 in Chemnitz geboren und ist damit das letzte jüdische Kind, das in Chemnitz während des Holocaust geboren wurde.

Die Veranstaltung ist öffentlich. Neben den Paten der Stolpersteine sowie Familienangehörigen und Freunden der Opfer sind auch Interessierte willkommen.
Vertreter:innen der Medien sind ebenfalls eingeladen.

An dem Tag werden an acht verschiedenen Orten Stolpersteine für insgesamt 19 Menschen in die Bürgersteige eingelassen:

10.30 Uhr: Eulitzstraße 7 (früher Eulitzstraße 13) 
Hanna Luise Sachs, geb. Cohn

11.20 Uhr: Agricolastraße 63
Carl Leder
Margarete Leder, geb. Plaut

12.10 Uhr: Katharinenstraße 10
Heinrich Frank
Rosa Frank, geb. Frank
Leonore Frank
Erwin Konrad Frank

13 Uhr: Stollberger Straße 38
Sally Spiro
Nina Spiro, geb. Beck
Michael Spiro

13.40 Uhr: Beckerstraße 13
Gerhard Frank
Elisabeth Frank, geb. Goeritz
Günther Konrad Frank
Horst Heinz Frank

15 Uhr: Hohe Straße 9
Else Schendel, geb. Wolffheim

15.30 Uhr: Zwickauer Straße 36 (heute Zwickauer Straße/Ecke Reichsstraße)
Alfred Ascher
Edith Ascher, geb. Werner

16 Uhr: Brückenstraße 6 (ehemalige Brückenstraße 14)
Ilse Ruth Lachmann
Eva Irene Lachmann

Eingelassen in den Bürgersteig erinnern die Gedenksteine an tragische Schicksale von Menschen, die während des nationalsozialistischen Regimes verfolgt, deportiert, ermordet oder in den Tod getrieben wurden. Die zehn mal zehn Zentimeter kleinen Messingtafeln auf den Steinen geben Auskunft über Namen und die wichtigsten Lebensdaten dieser Menschen und markieren ihre letzten Wohn- oder Wirkungsstätten. Ein Projekt gegen das Vergessen, das der Kölner Künstler Gunter Demnig 1993 in seiner Heimatstadt initiierte. In Chemnitz wurden bislang 360 Stolpersteine verlegt.

Der Termin der Stolpersteinverlegung ist bewusst gewählt: Am Freitag, dem 8. Mai, wird im smac – Staatliches Museum für Archäologie die Ausstellung „Threads – Verflechtungen“ eröffnet. Die Schau geht auf die Initiative und langjährige Recherche von Daniel Dost zurück, der für sein zivilgesellschaftliches Engagement in Chemnitz bekannt ist. Sie verdeutlicht die Netzwerke von 25 ehemals in Chemnitz lebenden jüdischen Familien. Sie setzt ihre Biografien zueinander in Beziehung und entdeckt verlorene Geschichten neu.

Parallel dazu blickt das Museum für sächsische Fahrzeuge Chemnitz e. V. in der Sonderausstellung „Threads: Mobile Erinnerungen – Eine jüdische Familie blickt zurück“ (vom 8. Mai bis 30. August) in das „Fotoalbum“ der jüdischen Familie Ascher und zeigt Fahrzeuge, wie solche, die in Deutschland zurückbleiben mussten, als die Familie nach Amerika emigrierte.

Im dritten Teil der „Threads“-Reihe begeben sich die Kunstsammlungen am Theaterplatz auf Spurensuche nach der Kunstsammlung von Lola und David Leder in Chemnitz und zeigen unter dem Titel „Threads – Eine unvollendete Geschichte“ Werke von Gustav Schaffer, Otto Theodor, Wolfgang Stein, Rahel Szalit und Lucie Rochenberg (vom 29. Mai bis 4. Oktober).

Die Reihe „Threads – Verflechtungen“ findet im Zuge von Tacheles 2026, dem Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen, statt.

www.chemnitz.de/stolpersteine