Der Chemnitzer Stadtrat hat in seiner heutigen Sitzung die Sanierung des Bräuteichs in Wittgensdorf beschlossen. Ziel ist, den historischen Teich nachhaltig zu sanieren, die Wasserqualität zu verbessern und einen wichtigen Beitrag zum Natur- und Klimaschutz zu leisten. Die Kosten für die Maßnahme belaufen sich auf insgesamt 1,3 Mio. Euro, von denen 1,04 Mio. Euro aus dem Förderprogramm „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“ stammen. Das entspricht einer Förderquote von 80 Prozent.
Der Bräuteich ist Teil einer öffentlichen Parkanlage und seit Jahrhunderten Bestandteil der regionalen Kulturlandschaft – bereits Karten aus dem Jahr 1788 zeigen ihn. In den vergangenen Jahren wurden jedoch wiederholt Mängel gemeldet, insbesondere hinsichtlich der Wasserqualität sowie des baulichen Zustands von Ufern, Ablauf und Damm. Auch die Herkunft der Wasserspeisung war lange Zeit unklar.
Auf Grundlage umfangreicher Voruntersuchungen wird der Teich nun umfassend saniert. Geplant sind unter anderem die Erneuerung des Ablaufs, eine Entschlammung, die Sanierung von Ufern und Damm sowie der Rückbau der künstlichen Insel. Insgesamt soll das Gewässer renaturiert und die Uferbereiche biodiversitätsfördernd gestaltet werden. Dazu gehören flachere Uferzonen, neue Pflanzungen, Rückzugsräume für Tiere sowie naturnahe Sitzgelegenheiten zum Schutz der Vegetation. In die Planung einbezogen wird auch eine südlich angrenzende ehemalige Weidefläche.
Die Bauarbeiten im Gewässer sind aus Gründen des Naturschutzes zeitlich begrenzt und sollen im Herbst 2026 beginnen. Der Abschluss der Bauarbeiten ist für 2027 vorgesehen, die Gesamtmaßnahme inklusive Pflegephase endet voraussichtlich im Jahr 2029.