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Pressestelle Stadt Chemnitz
Pressemitteilung: 842

Renaturierung des Pleißenbachs wird weiter gefördert

Freistaat Sachsen unterstützt bei Hochwasserschutz und naturnaher Entwicklung

Am heutigen Donnerstag hat die Stadt Chemnitz vom Freistaat Sachsen 2,3 Mio. Euro für den weiteren ökologischen Gewässerausbau des Pleißenbachs im Stadtteil Altendorf erhalten. Den entsprechenden Fördermittelbescheid hat Bürgermeister Thomas Kütter vom Präsidenten der Landesdirektion Sachsen, Béla Bélafi, entgegengenommen. Die Fördermittel stammen aus der Förderrichtlinie Gewässer/Hochwasserschutz des Freistaats Sachsen.

Damit wird die naturnahe Entwicklung des Pleißenbachs, die die Stadt Chemnitz entlang der Interventionsfläche für die Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 bereits seit einigen Jahren vorantreibt, weiter unterstützt.

Konkret fließt das Geld in den Bauabschnitt 2.1., der den rund 200 Meter langen Abschnitt von der Straße Am Stadtgut in Richtung Rudolf-Krahl-Straße umfasst. Wie bereits in den anderen Bauabschnitten, wird der Pleißenbach zu einem naturnahen Fließgewässer umgestaltet, indem Sohl- und Uferbefestigungen sowie sonstige Verbauungen beseitigt werden und das Gelände umfangreich modelliert wird. Der neugestaltete, natürliche Gewässerverlauf mit flachen, begrünten Ufern und standorttypischen Gehölzen dient nicht nur dem Schutz und Erhalt der Flora und Fauna, sondern auch dem Hochwasserschutz. Darüber hinaus entsteht durch die Maßnahme auch eine deutlich höhere Aufenthaltsqualität für die Chemnitzer Bevölkerung. Durch Flächentausch wird der Bachlauf im Ausbaubereich aufgeweitet und der Hochwasserschutz für angrenzende Grundstücke deutlich verbessert. Damit wird der Abschnitt künftig die Anforderungen der europäischen Wasserrahmenrichtlinie erfüllen.

Zusammen mit der Gewässerrenaturierung des Pleißenbachs erfolgt mit der Baumaßnahme auch der Neubau der Brücke Am Stadtgut. Die Gesamtkosten des Bauabschnitts 2.1 belaufen sich aktuell auf 3,3 Mio. Euro. Eine größere Position ist vorsorglich für die Entsorgung von Altlasten einberechnet. Die anteiligen Kosten für den ökologischen Umbau des Bachabschnittes betragen einschließlich dieser umfangreichen Entsorgung von Altlasten rund 2,6 Mio. Euro.

Hintergrund
Das Gesamtprojekt „Pleißenbachgrünzug“ wird als Teil von „Stadt am Fluss“ als bedeutende Interventionsfläche der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 umgesetzt. Das Gelände des ehemaligen Güterbahnhofes Altendorf zwischen Beyerstraße und Rudolf-Krahl-Straße war lange durch Brachflächen, Sukzession und einen ökologisch benachteiligten, stark verbauten Naturraum geprägt. Nach dem Rückzug der Bahn ergab sich die Möglichkeit, ein neues Stück Stadt mit öffentlich nutzbaren Freiräumen sowie weitere Flächen für Wohnen, Gemeinbedarf und Gewerbe zu schaffen – einschließlich Hochwasserschutz.

Das Vorhaben teilt sich in neun Bauabschnitte, von denen bereits sechs abgeschlossen werden konnten. Mittlerweile wurden ca. 900 Meter erlebbare naturnahe Bachabschnitte, eine neue Fuß- und Radbrücke sowie eine attraktive Parkanlage mit großem Spielplatz geschaffen. Durch den Grünzug verläuft zudem der Premiumradweg Küchwald-Wüstenbrand, der in diesem Bereich zum großen Teil fertiggestellt ist und an dem aktuell mit dem Abschnitt Röhrsdorfer Straße – Riedstraße weiter gebaut wird. Mit diesem unabhängig vom übrigen Verkehr und überwiegend kreuzungsfrei geführten Radweg wurde und wird eine sichere und attraktive Mitte-West Verbindung für Radfahrer:innen geschaffen.

Insgesamt wurden bereits ca. 12,9 Mio. Euro in die Entwicklung des Pleißenbachgrünzugs investiert.

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