Herausgeber:
Pressestelle Stadt Chemnitz
Pressemitteilung: 301

Leiter des Stadtarchivs ist Sachverständiger im Fachbeirat

Ausbildung zum Fachangestellte/n für Medien- und Informationsdienste (FAMI) wird überarbeitet

Dr. Paolo Cecconi, Leiter des Stadtarchivs Chemnitz, ist ab sofort Sachverständiger in einem Fachbeirat, der die neue inhaltliche Strukturierung der Ausbildung zum Fachangestellte/n für Medien und Informationsdienste (FAMI) berät. Angestrebt ist, dass die neu ausgerichtete Ausbildung zum Ausbildungsjahr 2026/2027 in Kraft treten soll.

Hintergrund der Gründung des Fachbeirats, die Ende 2024 erfolgte, ist ein Neuordnungsantrag für die FAMI-Ausbildung beim Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz. Sowohl die Spitzenverbände der Arbeitgeber- als auch die der Arbeitnehmerseite haben Sachverständige benannt. Unterstützt wird der Fachbeirat vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).

Für die zur Ausbildung gehörenden Fachrichtung Archive sind zwei ordentliche Sachverständige für die Arbeitgeberseite und zwei für die Arbeitnehmerseite im Fachbeirat benannt worden. Aufgrund der Erfahrungen des Stadtarchivs Chemnitz bei der Ausbildung der FAMI-Fachrichtung Archiv ist der Leiter des Stadtarchivs Chemnitz, Dr. Paolo Cecconi, als Sachverständiger für die Arbeitgeberseite berufen worden.

Dr. Paolo Cecconi: „Es ist eine Ehre, das Stadtarchiv Chemnitz und seine Erfahrungen in diesem Fachbeirat einbringen zu dürfen. Diese Benennung ist gleichzeitig Ergebnis der hervorragenden Leistungen meiner Kolleginnen und Kollegen für die Behebung der Herausforderung des Fachkräftemangels in unserem Bereich.“

Hintergrund:
Die derzeit gültige Verordnung über die Berufsausbildung zur/m Fachangestellte/n für Medien- und Informationsdienste besteht seit dem 3. Juni 1998 und wurde zuletzt am 15. März 2000 geändert.

Die Anforderungen in diesem Beruf haben sich in den vergangenen Jahren aber stetig verändert. Neben Datenbankanwendungen, neuen Arbeitsmitteln und Methoden kommen auch neue Formen der zentralisierten Arbeitsorganisation zum Einsatz und verändern den Beruf. Eine Anpassung der Ausbildungsinhalte sowie der Prüfungsanforderungen ist daher erforderlich.

Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) den Inhalt und die Struktur der Berufsausbildung mit Blick auf künftige Qualifizierungsanforderungen der Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste untersucht. Dabei wurde insbesondere die derzeitige Struktur der Ausbildungsordnung mit fünf Fachrichtungen, die Veränderungen der Anforderungen an den Beruf insgesamt sowie veränderte Arbeitsabläufe durch die zunehmende Digitalisierung in den Blick genommen.

Im Ergebnis haben Gespräche zwischen den Sozialpartnern des öffentlichen Dienstes und der Wirtschaft stattgefunden, die die Neuordnung initiierten. Insbesondere die Fachrichtungen und ihre spezifischen Inhalte werden geprüft und neu strukturiert.
(Quelle: https://www.bibb.de/dienst/berufesuche/de/index_berufesuche.php/profile/apprenticeship/fami26)