Special Olympics: Chemnitz ist Host Town und entsendet Sportlerinnen

Vom 17. bis 25. Juni 2023 finden in Berlin die Special Olympics - die weltweit größte Sportveranstaltung für Menschen mit geistiger Behinderung und Menschen mit mehrfacher Behinderung - statt.

Um das soziale Miteinander und den Austausch zwischen den Nationen zu fördern, übernehmen mehr als 200 Städte und Gemeinden in ganz Deutschland die Funktion als Host Town. Sie heißen im Vorfeld der Spiele jeweils eine internationale Delegation aus Sportler:innen und Trainer:innen für vier Tage willkommen. Chemnitz ist Host Town für 60 Teilnehmer:innen aus Litauen. Die rund 60 Gäste erleben ein Programm aus sportlichen Wettkämpfen, Begegnungen und kulturellen Angeboten, an dem Vereine, Schulen und Werkstätten der Stadt mitwirken.

Am 12. Juni hieß Oberbürgermeister Sven Schulze die Delegation im Stadtverordnetensaal des Rathauses willkommen.

Am Mittwoch, 14. Juni fand von 10 bis 14 Uhr ein Sportfest mit den litauischen Special Olympics-Teilnehmenden statt. Dazu waren alle Chemnitzer:innen in die Richard-Hartmann-Halle eingeladen. > mehr

Gemeinsam als Gastgeberstadt | Chemnitz als Host Town für litauische Special Olympics-Sportler:innen

Chemnitz als Gastgeberstadt für 60 litauische Teilnehmer:innen

Chemnitzer Sportlerinnen bei den Special Olympics in Berlin dabei

Aus Chemnitz haben sich fünf Sportlerinnen für die Special Olympics qualifiziert. Im Hinblick auf den bevorstehenden Wettkampf geben die Trainerin Katrin Wallasch und die Sportlerin Anja Berthold spannende Einblicke in die Vorbereitungen.

Wie viele Sportlerinnen und Sportler aus der Trainingsgruppe nehmen an den Spielen teil und in welchen Disziplinen?

Katrin Wallasch: Aus unserer Gruppe haben sich insgesamt fünf Sportlerinnen für die nationalen Spiele qualifiziert. Wir werden in den Disziplinen 100-,200- und 400-Meter-Lauf und dem Staffellauf antreten. Unsere fünf Damen haben so gut abgeschnitten, dass sie für die Special Olympics nominiert wurden. Es ist eine große Ehre für uns.

Wie bereiten sich die Sportlerinnen auf die Spiele vor?

Anja Berthold: Wir haben zweimal in der Woche mittwochs und donnerstags Training.

Katrin Wallasch: In den nächsten zwei Wochen werden wir zusätzlich einen dritten Trainingstermin nur für die fünf Damen haben, um uns noch besser auf die Spiele vorzubereiten.

Gibt es besondere Aspekte beim Training im Vergleich zum regulären Sport?

Katrin Wallasch: Jeder hat individuelle Herausforderungen, auf die wir im Training eingehen müssen. Aber ich denke, dass jeder seine eigenen Stärken und Schwächen hat. Daher sehe ich nicht unbedingt einen großen Unterschied. Es wäre schön, wenn der Sport im Allgemeinen inklusiver wäre.

Was ist das Ziel für die Special Olympics in Berlin und herrscht schon Aufregung?

Anja Berthold: Ich gebe mein Bestes und hoffe, dass ich vielleicht sogar eine Medaille bekomme, idealerweise natürlich Gold.

Katrin Wallasch: Es gibt noch viel zu organisieren, sowohl für die Sportlerinnen als auch für das gesamte Team und die Aufregung ist überall zu spüren. Ich kann es kaum erwarten, ins Olympiastadion einzulaufen. Es wird ein unvergesslicher Moment sein und es ist eine großartige Gelegenheit für uns, uns mit anderen Athleten aus der ganzen Welt zu messen.