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Pressestelle Stadt Chemnitz
Pressemitteilung: 376

Zweites Kunstwerk des Projekts „Ortskundig“ wird eingeweiht

Einladung: am Samstag, 13. Juni, 20 Uhr, am Viadukt

Einladungskarte zur Einweihung des Kunstwerks „Treib Gut Rettungsring“ - Seite 1
Einladungskarte zur Einweihung des Kunstwerks „Treib Gut Rettungsring“ - Seite 1 Foto: Chemnitzer Künstlerbund e. V.

Am Samstag, dem 13. Juni, ab 20 Uhr wird das zweite von drei Kunstwerken des Projekts „Ortskundig“ auf der Interventionsfläche unter dem Viadukt, Annaberger Straße/Beckerstraße feierlich eingeweiht: das Kunstwerk „Treib Gut Rettungsring“ von Christoph Roßner.

Interessierte Bürger:innen sowie Vertreter:innen der Medien sind herzlich eingeladen.

Die Skulptur besteht aus 22 Metallbögen aus Edelstahlrohr (größter Durchmesser ca. zwei Meter), die als geschnittene Kreisbögen am Fundament befestigt sind. Circa 165 Planken aus Eiche sind an den Metallbögen von innen und außen angeschraubt. Das Objekt wird nachts beleuchtet, um Lichteffekte, Reflexionen, Schattenspiele bei Dunkelheit zu erzielen.

Christoph Roßner: „Mit dem Objekt wird die Schnittstelle zwischen zwei Elementen (Erde – Luft, bzw. Wasser – Luft) suggeriert und damit gleichzeitig eine für Mensch und Tier mögliche brisante Situation. Das Treibgut, eine Ringform bildend, erzählt vergleichsweise von der Ambivalenz des Lebens, von dem schmalen Grat zwischen Hoffnung und Verzweiflung, zwischen Rettung und „verloren gehen“. Überflutungen, im Wasser treibende Bäume, Geröll, ganze Häuserteile, Autos usw. zeugen einerseits von mächtigen, stetig wirkenden Naturgewalten, von Zerstörungen durch Naturkatastrophen. Andererseits bieten Treibgut, Holzplanken, Kanister usw. eine Rettungs- oder Überlebenschance für alle Lebewesen in einer solchen bedrohlichen Lage. Diese Vorstellung, eines „Treibgut-Rettungsringes“ als hoffnungsvolles Bild, wurde zu meiner treibenden persönlichen Intention für dieses Objekt.“

Beim Kunstprojekt „Ortskundig“ des Künstlerbundes Chemnitz fanden sich interessierte Künstler:innen zusammen. Es entwickelte sich die Idee, die Bevölkerung von Beginn an in den Schaffensprozess mit einzubeziehen, denn Kunst im öffentlichen Raum sollte auch von der Gesellschaft erlebt und geschätzt werden. Das Ansinnen des Projekts ist, nicht nur ein Gefühl der Verbundenheit mit dem künstlerischen Objekt zu schaffen, sondern auch das Gefühl der Zugehörigkeit zur Gemeinschaft stärken.

Als erstes Kunstwerk wurde die sechs Meter hohe Edelstahlplastik „Gestern ist heute wird morgen“ von Ronald Münch auf dem Vorplatz der Hartmannfabrik eingeweiht.

Das dritte Kunstwerk, ein rund neun Meter langes Metallobjekt von Peggy Albrecht, wird am Rastplatz Chemnitztalradweg errichtet werden. Unter dem Titel „Tandem für alle“ wird die lebensgroße, freistehende Silhouette aus Cortenstahl die unterschiedlichen Charaktere von Radfahrer:innen visualisieren.

Die Kosten für die drei Kunstwerke inkl. Installation belaufen sich auf 300.000 Euro.

„Ortskundig“ ist ein Projekt des Chemnitzer Künstlerbundes e. V. im Zuge der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025, das von der Stadt Chemnitz mittels einer zweckgebundenen Kunstförderung unter dem Aspekt „Kunst am Fluss“ finanziert wird. Damit wurde drei regional ansässigen Künstler:innen ermöglicht, Kunstwerke auf drei Interventionsflächen zu erschaffen.