Donnerstag, 5. Februar, 10 Uhr
Punkt, Punkt, Komma, Strich – Figurentheater zu Gast im Gunzenhauser
Stückentwicklung mit Bildern, Materialien und Objekten (Für Kinder und Familien)
Ort: Museum Gunzenhauser
Eintritt: 12 Euro oder Gruppentickets, Tickets unter dem Link zur Veranstaltung
Aus einer künstlerisch-spielerischen Recherche entsteht eine neue Theaterinszenierung für junge Menschen ab vier Jahren. Mit Materialien, Körpern und Tanz sowie Stativen, Farben und Formen nähern sich Arne van Dorsten und Anna Lehotská ganz unterschiedlichen Gesten und Gefühlen, Bildräumen und Farbspielen an. Gemeinsam mit dem Publikum untersuchen sie, wie sich Gesichter lesen, wann und wie ein Gesicht entsteht oder was passiert, wenn einzelne Elemente kurzerhand wieder weggenommen werden oder aus der Reihe tanzen. Und ganz nebenbei entsteht aus Formen und Arrangements eine lebendige Geschichte!
Die Produktion in der Regie von Lara Kaiser und der Ausstattung von Cornelius Reitmayr wird auf der Figurentheaterbühne und auch mobil gezeigt: im Museum Gunzenhauser, in Kitas oder Grundschulen.
Mit der mobilen Variante kommt die Inszenierung in Kitas und andere Bildungseinrichtungen und zudem an ausgewählten Terminen in das Museum Gunzenhauser. Die Vorstellungen richten sich sowohl an Gruppen als auch Familien und können mit einem Nachspiel – einem kreativen Kurzworkshop im Museum – verbunden werden.
Donnerstag, 5. Februar, 18.30 Uhr
Sprachklangabend
Ort: Kunstsammlungen am Theaterplatz
Eintritt: mehr Informationen unter dem Link zur Veranstaltung
Uraufführung der Sprachkomposition Soundscapes of Europe: Babael 5 für menschliche Frauenstimmen und KI-Chor (2025) von Ellen Fricke mit Anna Clementi und Natalia Pschenitschnikova sowie Werke von Peter Ablinger und Interpretationen zu Carlfriedrich Claus von Natalia Pschenitschnikova.
Freitag, 13. Februar, 16 Uhr
Vom Blatt zum Büchlein – kleine Hefte selbst binden und gestalten
Ort: Kunstsammlungen am Theaterplatz
Eintritt: Vollzahler:innen 22 Euro inkl. Tageskarte, ermäßigt 5 Euro ohne Tageskarte
Treffpunkt: Kasse der Kunstsammlungen am Theaterplatz
Link zur Veranstaltung
Frank Maibier ist für seinen feinsinnigen Umgang mit Materialien und Strukturen bekannt. Er begann mit Papierarbeiten und entwickelte daraus eine vielseitige Formensprache. Lernen Sie bei einem gemeinsamen Kurzrundgang durch die Ausstellung einige seiner Papier- und Bucharbeiten kennen. Anschließend werden wir selbst praktisch tätig und lernen das Handwerk des Buchbindens. Es entstehen eigene kleine Hefte, die mit verschiedenen Buchbindetechniken, wie der Drei-Punkt-, Stab- oder Musterklemmenbindung, und unterschiedlichen Papieren gebunden werden. Danach können die kleinen Unikate selbst gestaltet und eventuell sogar beschrieben werden. Vielleicht möchten Sie auch ein besonderes Geschenk für den Valentinstag anfertigen und verschenken.
Das benötigte Material wird zur Verfügung gestellt. Der Workshop ist für Kinder und Anfänger:innen geeignet.
Samstag, 14. Februar, 13 Uhr
Ein Gespräch zu Kunst und Leben zwischen Frank Maibier und Harald Kunde
Ort: Kunstsammlungen am Theaterplatz
Eintritt: mehr Informationen unter dem Link zur Veranstaltung
Unter dem Titel „frank maibier. tritt tratt“ wird das umfangreiche Werk des Künstlers Frank Maibier in einer Einzelausstellung präsentiert. Die Schau versammelt Arbeiten aus drei Jahrzehnten und zeigt, wie konsequent Maibier Material, Klang und Schrift erforscht und dabei vertraute Strukturen immer wieder neu befragt.
Frank Maibier (*1959) arbeitet seit 1985 autodidaktisch mit Papier und Klang. Ausgehend vom Papier weitete er seine künstlerische Praxis im Laufe der Jahre auf zahlreiche Materialien aus. Er untersucht deren Strukturen und überträgt zentrale Eigenschaften des Papiers – Fragilität, Leichtigkeit und Transparenz – auf andere Stoffe. So scheinen feste Materialien optisch in Papier überzugehen, während Papier selbst organische Qualitäten annimmt. Maibiers Fokus liegt weniger auf vollendeten Formen als auf Prozessen: dem Aufbrechen von Strukturen, dem Verschieben materialgebundener Grenzen und der ständigen Transformation. Wiederkehrende Techniken wie Falten, Perforieren, Überlagern und Versetzen erzeugen Momente des Kippens zwischen Stabilität und Instabilität. Diese Fragilität verweist auf persönliche Erfahrungen ebenso wie auf gesellschaftliche Umbrüche nach 1990 und bildet die Basis einer individuellen ästhetischen Sprache.
Mittwoch, 25. Februar, 18.30 Uhr
Sprechexerzitien, Lautprozesse, Radioexperimente. Carlfriedrich Claus und die internationale akustische Kunst der Gegenwart – mit Michael Grote, Universität Bergen
Ort: Kunstsammlungen am Theaterplatz
Eintritt: mehr Informationen unter dem Link zur Veranstaltung
Carlfriedrich Claus gehört zu den wichtigsten Vertreter:innen der internationalen visuellen und phonetischen Poesie. In den 1950er-Jahren begann er anhand von ersten experimentellen Gedichten Sprache und Schrift auf ihren klanglichen und optischen Gehalt hin zu untersuchen. Schriftsteller:innen und Künstler:innen weltweit gingen zu dieser Zeit ähnlichen Fragestellungen nach, und so entwickelte sich ein Netzwerk aus Gleichgesinnten, in dem Carlfriedrich Claus trotz seiner Isoliertheit in der DDR ein hochgeschätzter Akteur war.