Steigende Kosten und Fälle in der Jugendhilfe und im Jugendamt
Stadtrat beschließt überplanmäßige Mittelbereitstellung in Höhe von rund 17 Millionen Euro
Der Stadtrat hat in seiner gestrigen Sitzung eine überplanmäßige Mittelbereitstellung für das Jugendamt und die Jugendhilfe in Höhe von rund 17 Millionen Euro für dieses Jahr beschlossen.
Die Gründe für diese Mehrkosten in der Jugendhilfe liegen in verschiedenen Bereichen: Zum einen sind bei vielen Trägern, die mit dem Jugendamt zusammenarbeiten, die Personal- und Sachkosten aufgrund von Tarifabschlüssen oder allgemeinen Kostenentwicklungen deutlich gestiegen. Auch gibt es höhere Fallzahlen im Bereich der Hilfen zur Erziehung.
Im Bereich des Jugendamtes selbst entstehen die Mehrkosten auch durch Änderungen der Sozialgesetzgebung und dem dadurch viel größeren Kreis von Anspruchsberechtigten.
So gibt es rund 1.200 zusätzliche Anträge für die vollständige Übernahme von Elternbeiträgen. Auch sind die Zahlungen von Unterhaltsvorschuss durch das Jugendamt angestiegen. Schlussendlich sind auch dort die Kosten der freien Kita-Träger im Sach- und Personalbereich aufgrund der allgemeinen Entwicklungen gestiegen und müssen ausgeglichen werden.
Um die Mehrkosten von rund 17 Millionen Euro insgesamt zu decken, werden unter anderem Einnahmen aus der Gewerbesteuer verwendet, die höher als erwartet ausgefallen ist. Auch versucht das Jugendamt intern, an vielen Stellen einzusparen, um die Ausgaben aufzufangen.
Für die höheren Unterhaltszuschüsse und die höheren Kita-Kosten gibt es anteilig mehr Geld vom Freistaat.