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Pressestelle Stadt Chemnitz
Pressemitteilung: 650

Stadtrat beschließt Vorzugsvariante für Ausbau des Chemnitzer Modells

1,7 Kilometer langer Abschnitt entlang der Leipziger Straße bis Eissportzentrum

Der Stadtrat hat in seiner heutigen Sitzung die Vorzugsvariante für den zweiten Planfeststellungsabschnitt (PFA 2) des Chemnitzer Modells Stufe 4 (Ausbau nach Limbach-Oberfrohna) beschlossen. Für den rund 1,7 Kilometer langen Abschnitt entlang der Leipziger Straße zwischen Hartmannstraße und Wittgensdorfer Straße wird die Hauptvariante 2, Untervariante 2.5, weiterverfolgt.

Diese sieht vor, dass von der Hartmannstraße bis zur Mittelstraße die Gleistrasse zunächst in östlicher Seitenlage verläuft. Dabei ist auch ein Ersatzneubau der Brücke über den Pleißenbach im Knoten Leipziger Straße/Matthesstraße vorgesehen. Im Bereich der Mittelstraße wechseln die Gleise in die Mittellage der Leipziger Straße, in der sie bis zum Ende des PFA 2 bleiben. Vorgesehen ist ein Rasengleis.

Über die Mittelstraße führt die Strecke weiter zur Haltestelle Salzstraße nördlich der Kreuzung Salzstraße/Konradstraße. Anschließend verläuft sie westlich des Bereiches Leipziger Platz über die Haltestelle Glauchauer Straße und weiter in Richtung Küchwald. Vor der Einmündung Bürgerstraße ist die Haltestelle Küchwaldring geplant. Die Trasse wird hier leicht verschwenkt, um Eingriffe in den Küchwald möglichst gering zu halten. Kurz vor der Wittgensdorfer Straße ist die Haltestelle Botanischer Garten vorgesehen. Dort endet der PFA 2.

Die Entscheidung für die Vorzugsvariante basiert auf einer umfassenden Bewertung verkehrlicher, stadtplanerischer, umweltbezogener, bautechnischer und betrieblicher Aspekte. Die gewählte Trassenführung ermöglicht eine gute Erschließung der Bebauung auf beiden Seiten der Leipziger Straße. Durch die Mittellage der Gleise kann von Mittelstraße bis Winklerstraße auf der östlichen Seite ein Abstand von mindestens rund 15 Metern zu den Wohngebäuden erreicht werden. Dadurch können insbesondere Schall- und Erschütterungsauswirkungen reduziert werden.

Zudem werden Kreuzungen zwischen Straßenbahn und Straßen- und Radverkehr bei verschiedenen Ein- und Abbiegevorgängen vermieden. Auch die Eingriffe in die Gartendenkmale Leipziger Platz und Küchwaldpark können geringgehalten werden. Die Mittellage und das Rasengleis tragen zu einer harmonischen Gestaltung der Leipziger Straße bei.


Die nächsten Schritte

Die Vorzugsvariante wird nun in der Entwurfs- und Genehmigungsplanung durch den Zweckverband Verkehrsverbund Mittelsachsen (ZVMS), die Verkehrsverbund Mittelsachsen GmbH (VMS GmbH), die Stadt Chemnitz und die Chemnitzer Verkehrs-AG (CVAG) weiterbearbeitet. Die Entwurfsplanung soll im Juni 2027, die Genehmigungsplanung im Dezember 2027 abgeschlossen werden. Anschließend ist bis Dezember 2029 das Planfeststellungsverfahren vorgesehen.

Die geschätzten Gesamtkosten für den PFA 2 liegen nach aktueller Ermittlung bei rund 61 Mio. Euro (netto). Die Finanzierung soll im Wesentlichen über Fördermittel des Bundes und des Freistaates Sachsen erfolgen. Für die zuwendungsfähigen Kosten wird eine Förderung von bis zu 90 Prozent angestrebt.

Mit dem Chemnitzer Modell soll das Straßenbahnnetz schrittweise mit dem regionalen Eisenbahnnetz verknüpft werden. Ziel sind direkte, umsteigefreie Verbindungen zwischen Chemnitz und dem Umland. Der erste Planfeststellungsabschnitt, der vom Falkeplatz über die Theaterstraße und Hartmannstraße bis zur Kreuzung Leipziger Straße führt, wird seit Februar 2026 gebaut.

 

www.vms.de/chemnitzer-modell/stufe-4