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Pressestelle Stadt Chemnitz
Pressemitteilung: 895

Stadtrat beschließt überplanmäßige Mittel für Sozialumlage 2025

Der Chemnitzer Stadtrat hat in seiner heutigen Sitzung eine überplanmäßigen Mittelbereitstellung für die Sozialumlage im Haushaltsjahr 2025 in Höhe von 1.891.408 Euro beschlossen.

Hintergrund ist die vom Kommunalen Sozialverband Sachsen (KSV Sachsen) festgesetzte Sozialumlage für das Jahr 2025. Diese Umlage finanziert unter anderem soziale Leistungen, die landesweit für Bürger:innen erbracht werden. Die Höhe der Umlage wird auf Basis gesetzlicher Vorgaben ermittelt und richtet sich nach den tatsächlichen Ausgaben des KSV Sachsen.

Zum Zeitpunkt der Haushaltsplanung für 2025 lagen noch nicht alle erforderlichen Berechnungsgrundlagen vor. Die zunächst angesetzten Beträge orientierten sich daher an den Werten des Vorjahres. Inzwischen zeigen die aktualisierten Daten, dass die Sozialausgaben deutlich höher ausfallen als ursprünglich angenommen. Zudem weist der Haushalt des KSV Sachsen für 2025 einen erheblichen Fehlbetrag aus, der bereits im laufenden Jahr ausgeglichen werden soll, um künftige Belastungen zu begrenzen. Dafür wurde eine Nachtragssatzung beschlossen, die eine Anpassung des Umlagesatzes vorsieht.

Für die Stadt Chemnitz ergibt sich daraus eine Sozialumlage in Höhe von rund 61,9 Millionen Euro. Gegenüber dem im Haushalt eingeplanten Ansatz entsteht somit ein Mehrbedarf von 1.891.408 Euro, der nun überplanmäßig bereitgestellt wird.

Die Finanzierung erfolgt ohne zusätzliche Belastung des städtischen Haushalts. Zur Deckung werden höhere Erträge aus der Erstattungspauschale für Asyl nach dem Sächsischen Flüchtlingsaufnahmegesetz herangezogen. Der Freistaat Sachsen erstattet den Kommunen einen Großteil der tatsächlich entstandenen Aufwendungen für die Unterbringung und Betreuung von Geflüchteten. Mit der im Oktober 2025 in Kraft getretenen Verordnung zur Festsetzung der Erstattungspauschale für 2024 ergeben sich für Chemnitz Mehreinnahmen, die mindestens den zusätzlichen Bedarf bei der Sozialumlage ausgleichen.

Die seit Jahren steigenden Sozialausgaben verdeutlichen die wachsenden finanziellen Herausforderungen für Kommunen. Die Stadt Chemnitz weist daher weiterhin darauf hin, wie wichtig eine verlässliche und auskömmliche Finanzierung sozialer Leistungen durch Land und Bund ist, um die kommunalen Haushalte dauerhaft zu entlasten.