Der Chemnitzer Stadtrat hat in seiner heutigen Sitzung Änderungen des Gesellschaftsvertrages der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 gGmbH, die eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Stadt Chemnitz ist, beschlossen. Konkret geht es um die Zusammensetzung und Amtsdauer des Aufsichtsrats sowie die Anzahl der Aufsichtsratsmitglieder.
Künftig besteht der Aufsichtsrat aus fünf Mitgliedern statt wie bisher neun. Deren Amtsdauer ist nicht mehr auf die Dauer von fünf Jahren beschränkt, sondern stattdessen an die jeweilige Wahlperiode des Stadtrates der Stadt Chemnitz gebunden.
Dem Aufsichtsrat gehört künftig der Oberbürgermeister der Stadt Chemnitz oder ein von ihr/ihm vorgeschlagener Vertreter der Verwaltung an. Darüber hinaus sollen ihm ein Stadtratsmitglied und drei externe Sachverständige, insbesondere aus der Region und aus dem Freistaat, angehören.
Grund für diese Anpassung ist, dass die bisherige Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 gGmbH mit einer kleineren Struktur das Erbe der Kulturhauptstadt fortführt, als sogenannte Legacy-Gesellschaft. Der Fokus wird auf der Fortführung/Koordination bewährter Projekte insbesondere mit dem Umland, der Kommunikation mit den Bürger:innen, dem Fundraising sowie auf der strategischen Weiterentwicklung der bestehenden Projektstrukturen liegen.
In einem zweiten Beschluss entschied der Stadtrat, nach Auslaufen der Amtszeit des bisherigen Aufsichtsrates ab dem 5. Mai 2026 folgende Personen in den Aufsichtsrat der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 gGmbH zu entsenden: Oberbürgermeister Sven Schulze, Silke Franzl, Bürgermeisterin der Stadt Ehrenfriedersdorf (Vertreterin der Region), Franziska Brech, Leiterin des Geschäftsbereichs Kultur und Tourismus im Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus (Vertreterin des Freistaats Sachsen), Franziska Werner, Dramaturgin, Kuratorin und Kulturmanagerin, sowie Dietmar Holz, Mitglied des Stadtrats.