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Pressestelle Stadt Chemnitz
Pressemitteilung: 566

Spatenstich für Erweiterungsbau der Kooperationsschule

Einladung für Journalisten: am 21. August, 10 Uhr, Brauhausstraße 16

Am Donnerstag, dem 21. August, 10 Uhr setzt Bürgermeister Ralph Burghart den ersten Spatenstich für den zweigeschossigen, auf Pfählen stehenden Erweiterungsbau der Kooperationsschule Chemnitz. Damit beginnt der zweite von drei Bauabschnitten am Standort Brauhausstraße 16.

Vertreter:innen der Medien sind dazu eingeladen. 

Der neue Flügel wird die Schule um acht Klassen- und vier Gruppenräumen sowie Treppen- und Sanitärräumen mit barrierefreiem WC erweitern. Die hofseitige Erschließung ist als barrierefreier Zugang mit Aufzug konzipiert, sodass von dort aus alle Etagen des Neubaus und des bestehenden Gebäudes barrierefrei erreichbar sind. Eine Photovoltaikanlage von 43 kWp trägt dazu bei, einen Großteil des Strombedarfs regenerativ zu decken. Heizenergie liegt über Fernwärme im Bestandsgebäude an.

Aufgrund der Lage im Überschwemmungsgebiet des Chemnitzflusses und des Status als Kulturdenkmal unter Ensembleschutz (Gebäude- und Gartendenkmal) ist das Vorhaben an der Brauhausstraße in Planung und Ausführung komplex. So wird der Bau für den Hochwasserschutz aufgestelzt, um Stauraum und Wasserdurchfluss nicht zu beeinträchtigen. 

Die Maßnahme umfasst insgesamt drei Bauabschnitte. Sie begann im Oktober 2023 und dauert voraussichtlich bis August 2027 an. Der erste Bauabschnitt beinhaltete die Modernisierung des Altbaus einschließlich der Freianlagen, der zweite Abschnitt umfasst den Erweiterungsneubau. Im dritten Abschnitt werden die Freianlagen auf Basis einer denkmalgerechten Planung überarbeitet. Besonders prägend ist der alte Baumbestand, es werden ein „Grünes Klassenzimmer“ und ein Schulgarten zur Verfügung stehen. Unter dem Erweiterungsneubau wird ein mehrfunktional gestalteter, überdachter Aufenthaltsbereich entstehen.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 10,6 Mio. Euro. Die Sächsische Aufbaubank bewilligte Fördermittel in Höhe von 5,3 Mio. Euro. Der Erweiterungsneubau wurde in einem EU-weiten, zweistufigen Verhandlungsverfahren komplett an einen Auftragnehmer vergeben, den Zuschlag erhielt die Köster GmbH NL Chemnitz.

Hintergrund:

Die Kooperationsschule Chemnitz ist eine zweizügige staatliche Schule für die Klassenstufen 1 bis 10 mit Ganztagsangeboten und Hortbetreuung, die Raum für bis zu 560 Schüler:innen bieten soll. 

Ursprünglich war beabsichtigt, für die Kooperationsschule Chemnitz am Standort Planitzwiese ein neues Schulgebäude mit Sporthalle zu errichten. Infolge der Corona-Pandemie und des Ukrainekriegs ergaben sich nicht finanzierbare Mehrkosten von mehreren Millionen Euro gegenüber dem ursprünglichen Kostenrahmen. Im Mai 2023 entschied der Stadtrat, das Projekt am Standort Planitzwiese nicht weiterzuverfolgen und stattdessen den vorhandenen Schulstandort an der Brauhausstraße zu ertüchtigen.

Das Gebäudeensemble wurde als zweiter Chemnitzer Schulneubau nach dem Zweiten Weltkrieg nach einem Entwurf von Rudolf Weißer errichtet und 1952 eingeweiht. Es ist Bestandteil des Wiederaufbaugebiets Reitbahnstraße. Der Schulkomplex in einem gemäßigten traditionalistischen Stil der „Nationalen Tradition“ der frühen DDR-Architektur besteht aus mehreren, miteinander verbundenen zwei- bis dreigeschossigen Gebäuden sowie großzügig gestalteten Freiräumen. Inklusive Außenanlagen ist er ein Kulturdenkmal.