Am Montag, dem 25. August, 11 Uhr wird sich Renate Aris im Beisein von Oberbürgermeister Sven Schulze in der Jüdischen Gemeinde, Webergasse 3, in das Goldene Buch der Stadt Chemnitz eintragen. Anlass ist der 90. Geburtstag von Renate Aris. Der Eintrag findet während eines Empfangs für geladene Gäste ihr zu Ehren statt.
Vertreter:innen der Medien sind eingeladen.
Renate Aris ist eine der letzten Überlebenden des Holocaust in Sachsen und setzt sich seit vielen Jahren für Verständigung und Menschlichkeit sowie gegen das Vergessen der Verbrechen der Nationalsozialisten ein. Sie erhielt im Jahr 2016 den Sächsischen Verdienstorden und ist Trägerin des Ehrenpreises des Chemnitzer Friedenspreises für ihre Lebensleistung.
Sie wurde am 25. August 1935 in Dresden geboren und erlebte den Bombenangriff auf ihre Heimatstadt als Kind. Nach dem Krieg lernte sie den Beruf der Damenschneiderin und war am Theater der Jungen Generation und dem Elbe-Elster-Theater tätig, ehe sie 1969 nach Chemnitz kam, wo im Kulturpalast in Reichenbrand das größte Farbfernsehstudio des DDR-Fernsehen aufgebaut wurde. Bis 1990 war sie Leiterin des Kostümbereichs der Studios Dresden, Leipzig und Chemnitz.
Renate Aris war viele Jahre aktiv in der Leitung der Jüdischen Gemeinde, unter anderem 15 Jahre lang als stellvertretende Vorsitzende sowie als Gründerin des Jüdischen Frauenvereins. Als Zeitzeugin spricht sie bis heute vor Schulklassen und jungen Menschen.