Neues Korsakweibchen im Tierpark Chemnitz eingezogen
Eine Tigervogelspinne ist neue Bewohnerin des Tropenhauses
Bereits am 7. August ist ein Neuzugang, ein junges Korsakweibchen aus dem Tierpark Gotha, im Tierpark Chemnitz in das Gehege der Steppenfüchse eingezogen.
Das noch junge Tier hat sich bereits gut eingelebt und erkundet inzwischen neugierig seine neue Umgebung. Die junge Füchsin hat ein lebhaftes, temperamentvolles Wesen und zeigt sich gern den Besucher:innen.
Korsaks (Vulpes corsac), auch Steppenfüchse genannt, sind in den weiten Steppen und Halbwüsten Zentralasiens beheimatet. Sie sind an ein Leben in offenen Landschaften hervorragend angepasst und gelten als flinke, geschickte Jäger. Die Tiere sind dämmerungs- und nachtaktiv und leben meist in Familienverbänden. Auf dem Speiseplan stehen vor allem Kleinsäuger, Vögel, Insekten und Reptilien. Gelegentlich nehmen sie auch Aas und pflanzliche Kost zu sich.
Neue Bewohnerin im Tropenhaus: die Tigervogelspinne
Ein besonderer Neuzugang im Tropenhaus ist eine Tigervogelspinne (Poecilotheria regalis), die vor kurzem dort eingezogen ist und nun von Besucher:innen aus nächster Nähe bestaunt werden kann. Damit erweitert der Tierpark Chemnitz sein Tropenhaus um eine weitere Art.
Die Tigervogelspinne ist ursprünglich in Südindien heimisch. Beeindruckend ist ihre Zeichnung – daher auch ihr Name. An der Unterseite der ersten beiden Beinpaare hat diese Art eine auffällig gelbe Zeichnung. Dies dient zur Abschreckung von Fressfeinden, da gelb in der Tierwelt eine Warnfarbe ist. Sie ernährt sich vor allem von Insekten sowie kleinen Reptilien und Vögeln.
„Wir möchten mit dieser neuen Art nicht nur die Vielfalt der Spinnen präsentieren, sondern auch Vorurteile abbauen“, so Silke Weiser, Verwaltungsleiterin im Tierpark Chemnitz. „Viele Menschen empfinden Spinnen zunächst als unheimlich – dabei sind sie hochinteressante Tiere mit spannenden Verhaltensweisen.“
Ausgewachsene Tigervogelspinnen sind Einzelgänger und treffen sich nur zur Paarung. Selbst das Paarungsspiel kann schnell in Aggression oder Jagdverhalten umschwenken. Daher kommt es häufig dazu, dass die Männchen bei der Paarung vom Weibchen gefressen werden.