Der Stadtrat hat in seiner heutigen Sitzung das Nachnutzungskonzept für die ehemalige Restabfallbehandlungsanlage (RABA) des Abfallwirtschaftsverbands Chemnitz (AWVC) beschlossen. Das Konzept wird federführend durch den Abfallentsorgungs- und Stadtreinigungsbetrieb (ASR) umgesetzt.
Mit dem Beschluss wird der Weg frei für eine hocheffiziente Biogutvergärungsanlage. Dieses Projekt sichert die ordnungsgemäße Verwertung der städtischen Bioabfalle und leistet einen Beitrag zur regionalen Wärme- und Energiewende.
Anstatt die bestehende Infrastruktur der ehemaligen RABA kostenintensiv zurückzubauen, wird die Chance für eine intelligente Transformation des Standortes am „Weißen Weg“ genutzt.
Der ASR wird auf Basis dieser Entscheidungen die Detailplanungen zur Integration einer Biogutvergärungsanlage in die Halle der ehemaligen RABA vorantreiben und die entsprechenden Voraussetzungen schaffen. Mit einer Investitionssumme von rund 20 Mio. Euro stärkt die Stadt Chemnitz den Wirtschaftsstandort Chemnitz und verwertet die Chemnitzer Bio- und Grüngutabfälle selbst. Das entstehende Biogas soll zu Biomethan aufbereitet und in die am Standort vorhandene Erdgasleistung eingespeist werden. Mit der geplanten Anlage schreibt der ASR die Erfolgsgeschichte des historisch bedeutsamen Standorts fort. Wo früher Abfälle abgelagert und bis vor Kurzem behandelt wurden, entsteht zukünftig ein moderne Verwertungsanlage, die die ökonomische Vernunft und die ökologische Verantwortung vereint. Die Inbetriebnahme der Anlage ist frühestens für das vierte Quartal 2029 vorgesehen.
Der ASR wird die Öffentlichkeit zeitnah zu einer Informationsveranstaltung einladen.