Aufgrund der wieder ansteigenden Temperaturen weist das Umweltamt der Stadt Chemnitz darauf hin, dass das Baden in natürlichen Gewässern zwar als Gemeingebrauch grundsätzlich erlaubt, aber auch mit einigen Gefahren verbunden ist. Das Baden in Chemnitzer Fließgewässern erfolgt grundsätzlich auf eigene Gefahr und wird nicht empfohlen.
Die als Interventionsflächen der Kulturhauptstadt umgesetzten Revitalisierungen von Bächen und Flüssen werden erfreulicherweise wieder verstärkt als Orte des Verweilens und der Freizeitgestaltung wahrgenommen. Bei warmem, sommerlichem Wetter wurde auch das Flussbaden bei verschieden Aktionen in der Chemnitz wiederentdeckt.
Im Gegensatz zu Freibädern handelt es sich bei Fließgewässern nicht um ausgewiesene Badegewässer. Die Wasserqualität wird nicht oder nur unregelmäßig hinsichtlich chemischer und mikrobiologischer Parameter überwacht. Insbesondere die Wasserqualität entspricht in der Regel nicht den Anforderungen an ausgewiesene Badegewässer. Es wird auch nicht hinsichtlich der Keimbelastung untersucht. Gerade bei hohen Temperaturen, verbunden mit sehr niedrigen Abflüssen, kann die Keimbelastung schnell ansteigen und gesundheitsgefährdend sein.
In einem urban geprägten Raum wie dem Stadtgebiet erfolgen bei starken Regenereignissen Abschläge aus der Mischwasserkanalisation, Einleitungen von Straßenwasser oder Abschwemmungen aus landwirtschaftlich genutzten Flächen in diese Fließgewässer und können eine deutliche hygienische Belastung darstellen. Gesundheitliche Probleme, z. B. Hautausschlag, können die Folge sein. Teilweise werden die eingetragenen Stoffe abgelagert und können so auch nach dem Regenereignis mit den Badenden in Kontakt kommen.
Hinzu kommt, dass in Bächen und Flüssen möglicherweise durch spitze oder scharfkantige Gegenstände, Glasscherben und anderen Unrat eine ernstzunehmende Verletzungsgefahr besteht.