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Gleichstellungsbeauftragte
Pressemitteilung: 183

Gleichstellungsarbeit in Chemnitz: Aktionsplan 2026 und Tätigkeitsbericht vorgestellt

Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Chemnitz, Franziska Herold, hat gestern im Stadtrat den Gleichstellungsaktionsplan 2026 sowie ihren Tätigkeitsbericht für das Jahr 2025 vorgestellt. Beides wurde als Informationsvorlagen den Mitgliedern des Stadtrats zur Kenntnis gegeben.

Den Informationsvorlagen folgten Nachfragen aus dem Gremium. „Die intensive Diskussion zeigt deutlich, dass Gleichstellung in Chemnitz ein relevantes Thema ist und die Arbeit in diesem Bereich wahrgenommen wird“, sagt Herold.

Strategische Grundlage für die kommenden Jahre

Mit dem Gleichstellungsaktionsplan 2026 liegt erstmals eine umfassende strategische Grundlage für die kommunale Gleichstellungsarbeit in Chemnitz vor. Der Plan orientiert sich an der Europäischen Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene und definiert konkrete Maßnahmen in vier zentralen Handlungsfeldern:

  • Beteiligung: Stärkung der Teilhabe von Frauen in Politik und Wirtschaft, unter anderem durch Mentoringprogramme, Role-Model-Kampagnen und Projekte zur politischen Bildung,
  • Chancengleichheit: Förderung gleicher Bildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten für Mädchen und Jungen sowie frühzeitige Unterstützung bei der Berufsorientierung,
  • Gewaltprävention: Ausbau von Sensibilisierung, Prävention und Schutzmaßnahmen bei häuslicher Gewalt sowie Verbesserung des Sicherheitsgefühls im öffentlichen Raum sowie
  • Rollenwahrnehmung und -verständnis: Abbau stereotyper Geschlechterrollen und Förderung vielfältiger Lebensentwürfe für Frauen und Männer.


Ein besonderer Fokus liegt auf langfristig wirksamen Maßnahmen, die strukturelle Verbesserungen schaffen und anhand konkreter Kennzahlen überprüfbar sind.


Aufbauphase erfolgreich genutzt

Der Tätigkeitsbericht 2025 dokumentiert die ersten acht Monate im Amt von Franziska Herold seit ihrer Amtsübernahme im Mai 2025. Diese Phase war geprägt vom Aufbau tragfähiger Strukturen, intensiver Netzwerkarbeit sowie einer klaren strategischen Ausrichtung der Gleichstellungsarbeit.

Zentrale Ziele im Berichtszeitraum waren:

  • die strategische Verankerung der Gleichstellungsarbeit in der Stadtverwaltung,
  • die Steigerung von Sichtbarkeit und gesellschaftlicher Sensibilisierung,
  • die Stärkung von Netzwerken und Kooperationen sowie
  • die Fokussierung auf Gewaltprävention und Schutzstrukturen.


Neben der Erarbeitung des Aktionsplans wurden zahlreiche Veranstaltungen, Gremienarbeiten und Kooperationen initiiert – darunter öffentliche Aktionen gegen häusliche Gewalt, Veranstaltungen zu Rollenbildern sowie Formate zur Stärkung von Frauen und zur Einbindung von Männern in Gleichstellungsfragen.


Solides Fundament für die Zukunft

Im Fazit stellt die Gleichstellungsbeauftragte fest, dass in kurzer Zeit ein belastbares Fundament für die zukünftige Gleichstellungsarbeit in Chemnitz geschaffen werden konnte. Die gesetzten Ziele seien realistisch, messbar und wirksam. „Die bisherigen Ergebnisse zeigen, dass die eingeschlagenen Maßnahmen sinnvoll sind und einen konkreten Nutzen für die Stadt Chemnitz haben. Gleichstellung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe – sie gelingt nur im Dialog und durch gemeinsames Handeln“, so Herold.