Die Fußgängerbrücke am Ende der Rößlerstraße über die Chemnitz zum Stadtpark musste heute aus statischen Gründen gesperrt werden.
Der Zustand des Bauwerkes hat sich im Laufe der Zeit sehr verschlechtert. Bei der heute regelmäßig durchgeführten jährlichen Prüfung sind Schäden am Tragwerk und den Queraussteifungen festgestellt worden.
Die Sperrung steht aber nicht in Zusammenhang mit den Ursachen des Einsturzes der Carolabrücke in Dresden. Es handelt es sich hierbei um eine Brücke mit anderer Baukonstruktion und einem komplett anderen Schadensbild.
Das Bauwerk wurde im Jahr 1964 errichtet und entspricht zudem in keiner Weise mehr den Anforderungen an eine Geh- und Radwegbrücke. So hat sie eine deutlich zu geringe lichte Breite und die beiden Pfeiler, die sich im Fluss befinden, schränken den Durchflussquerschnitt der Chemnitz ein.
Eine Sanierung des vorhandenen Bauwerkes ist nicht vorgesehen. Die Stadt Chemnitz plant, vorbehaltlich des Stadtratsbeschlusses zum Haushalt 2025/26, in diesem Jahr beginnend einen Ersatzneubau mit größerer lichter Breite (3,50 m) vorzubereiten, um den aktuellen Anforderungen an Fuß- und Radverkehrsbrücken gerecht zu werden. Derzeit wird bereits die Entwurfsplanung für den Ersatzneubau fertiggestellt.