Die neu errichtete Talbrücke im neuen Stadtteilpark am Pleißenbach kann ab sofort genutzt werden. Die beleuchtete Brücke verbindet die Stadtteile Kaßberg und Altendorf zwischen der Limbacher Straße und dem Gutsweg und ist offen für Fußgänger:innen und Radfahrer:innen. Bei Schneefall ist die Brücke – wie in allen städtischen Parkanlagen – nur auf eigene Gefahr begehbar. Die Kosten für die Talbrücke betragen rund 1,5 Mio. Euro.
Die provisorische Gerüstbrücke an der Erzbergerstraße wird bereits abgebaut. Diese hatte die Stadt Chemnitz für die Bauzeit der neuen Talbrücke angemietet, um eine fußläufige Verbindung zwischen den beiden Stadtteilen weiter zu gewährleisten.
Unterdessen gehen die Arbeiten im Stadtteilpark am Pleißenbach weiter. Das Baufeld in diesem Bauabschnitt erstreckt sich von der Rudolf-Krahl-Straße bis zur Paul-Jäkel-Straße sowie zwischen der Limbacher Straße und dem Gutsweg. Neben der Weiterführung des Premiumradweges von rund einem Kilometer Länge werden neue Parkwege angelegt. Hochwertige Pflanzungen werten das Gelände auf: insgesamt rund 100 Hochstämme, 4.000 Sträucher, 7.500 Stauden sowie 25.000 Quadratmeter Ansaat mit verschiedenen Saatgutmischungen. Zudem entstehen zahlreiche attraktive Aufenthaltsplätze.
Ein Highlight ist der Spielplatz, der ab Juni 2025 Kindern im Alter von 3 bis 12 Jahren zur Verfügung stehen soll. Kinder haben mit ihren Ideen maßgeblich zur Planung beigetragen. 452 eingereichte Fragebögen und Zeichnungen wurden ausgewertet, um Wünsche zu berücksichtigen. Zusätzlich flossen weitere Kriterien in die Planung ein, darunter die Umsetzung eines inklusiven Spielkonzeptes sowie hohe Anforderungen an Materialqualität und Kreativität. Auf dieser Basis wurde eine Bewertungsmatrix für den Wettbewerb entwickelt. Die Umsetzung des Projekts wurde nach Abschluss des Vergabeverfahrens dem Unternehmen SpielplatzManufaktur aus Teltow bei Berlin übertragen.
Der ursprüngliche Charakter des ehemaligen Güterbahnhofs wird erhalten bleiben. Historische Elemente wie Teile der Gleisanlagen, die Ladepromenade und der sukzessive Gehölzaufwuchs bilden die Grundlage der Neugestaltung. Durch die Renaturierung des Pleißenbachs entsteht eine weitläufige Extensivlandschaft mit hohem Erholungswert.
Der Stadtteilpark am Pleißenbach ist Teil der Interventionsflächen „Stadt am Fluss“. Entlang der Chemnitz und ihrer Zuflüsse entstehen für die Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 attraktive Orte, die Stadt und Fluss auf neue Weise miteinander verbinden.
Im Zuge eines europaweiten Ausschreibungsverfahrens erhielt Techno-Farm und Service GmbH aus Neukirchen/Adorf den Zuschlag. Durch das Planungsbüro Station C23 aus Leipzig wird die Gesamtmaßnahme „Stadtteilpark am Pleißenbach“ betreut. Die Maßnahme wird gefördert durch den Freistaat Sachsen und die Städtebauförderung.