Zwischen Mitte Juni und Mitte Juli sollte auf das Mähen von Grünflächen im Umkreis von ca. 50 Metern rund um Teiche verzichtet werden. Darauf weist das Umweltamt der Stadt Chemnitz hin. Ist eine Mahd aus z. B. landwirtschaftlicher Sicht dort erforderlich, sollte eine vorherige Kontrolle erfolgen, ob junge Frösche und Kröten in diesem Bereich unterwegs sind. So kann unter Umständen eine ganze Amphibiengeneration geschützt werden.
Im Frühsommer vollzieht sich an vielen Teichen ein faszinierender, aber empfindlicher Naturprozess: Aus winzigen Kaulquappen werden innerhalb weniger Wochen Frösche und Kröten. Nach der vollständigen Entwicklung verlassen tausende Jungtiere – vor allem Grasfrösche und Erdkröten – das Gewässer auf einmal. Dieses Naturschauspiel wird auch „Froschregen“ genannt.
Die Tiere sammeln sich ufernah in Wiesen und Gebüschen, um sich an das Landleben zu gewöhnen. Vor allem Rasenmäher und Motorsensen stellen dann für die Jungtiere eine große Gefahr dar. Die nur 1,5 bis 3,5 Zentimeter kleinen Tiere werden von den Geräten unbemerkt erfasst und getötet.
Wer „Froschregen“-Ereignisse entdeckt, kann diese gern an die Untere Naturschutzbehörde im Umweltamt der Stadt Chemnitz unter Tel.: 0371 488 36 -02 oder -03 melden.