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Pressestelle Stadt Chemnitz
Pressemitteilung: 740

Ein Epos über die Krisen Europas und die Kunst des Erzählens

Stadtbibliothek: Lesung mit Clemens Meyer am 3. November, 11 Uhr, Veranstaltungssaal im TIETZ, 3. OG

Clemens Meyer
Foto: Gaby Gerster

Am Sonntag, dem 3. November, 11 Uhr liest der Leipziger Schriftsteller Clemens Meyer aus seinem neuen Roman „Die Projektoren“ im Veranstaltungssaal, 3. OG im TIETZ. Die Lesung wird von der Literaturkritikerin und Journalistin Karin Großmann moderiert.
Kriege, Nazis, Winnetou und ein jugoslawischer Cowboy: Schonungslos und rasant erzählt Clemens Meyer in „Die Projektoren“ von unserer an der Vergangenheit zerschellenden Gegenwart – und von unvergleichlichen Figuren.

Der Eintritt kostet 8 Euro, ermäßigt 4 Euro. Tickets können am Informationstresen im TIETZ erworben werden. Reservierungen sind möglich unter:
https://www.stadtbibliothek-chemnitz.de/aktuelles/veranstaltungen/veranstaltungsbuchung.

Das Buch:
Von Leipzig bis Belgrad, von der DDR bis zur Volksrepublik Jugoslawien, vom Leinwandspektakel bis zum Abenteuerroman. Schonungslos und rasant erzählt „Die Projektoren“ von unserer an der Vergangenheit zerschellenden Gegenwart - und von unvergleichlichen Figuren: Im Velebit-Gebirge erlebt ein ehemaliger Partisan die abenteuerlichen Dreharbeiten der Winnetou-Filme. Jahrzehnte später finden an genau diesen Orten die brutalen Kämpfe der Jugoslawienkriege statt - mittendrin eine Gruppe junger Rechtsradikaler aus Dortmund, die die Sinnlosigkeit ihrer Ideologie
erleben muss. Und in Leipzig werden bei einer Konferenz in einer psychiatrischen Klinik die Texte eines ehemaligen Patienten diskutiert: Wie gelang es ihm, spurlos zu verschwinden? Konnte er die Zukunft voraussagen? Und was verbindet ihn mit dem Weltreisenden Dr. May, der einst ebenfalls Patient der Klinik war?

Der Autor:
Clemens Meyer, geboren 1977 in Halle / Saale, lebt in Leipzig. 2006 erschien sein Debütroman „Als wir träumten“, es folgten „Die Nacht, die Lichter. Stories“ (2008), „Gewalten. Ein Tagebuch“ (2010), der Roman „Im Stein“ (2013), die Frankfurter Poetikvorlesungen „Der Untergang der Äkschn GmbH“ (2016) und die Erzählungen „Die stillen Trabanten“ (2017). Für sein Werk erhielt Clemens Meyer zahlreiche Preise, darunter den Preis der Leipziger Buchmesse. „Im Stein“ stand auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis, wurde mit dem Bremer Literaturpreis ausgezeichnet. Sein neuer Roman „Die Projektoren“ steht auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2024 und ist für den Bayerischen Buchpreis 2024 nominiert. Für sein Gesamtwerk erhält Clemens Meyer den Lessing-Preis 2025 des Freistaates Sachsen.

Die Lesung findet im Rahmen des Projektes Literaturforum Bibliothek des Bibliotheksverbandes Sachsen statt und wird in Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Literaturrat e. V. durchgeführt.