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Pressestelle Stadt Chemnitz
Pressemitteilung: 23

Drittes Bahngespräch ohne konkrete Ergebnisse

Zeitnaher Ausbau der Bahnstrecke Chemnitz–Leipzig muss Priorität haben

Das gestrige dritte Bahngespräch brachte aus Sicht der Stadt Chemnitz und des Verkehrsverbunds Mittelsachsen die Erkenntnis, dass die Planungen seitens der Deutschen Bahn AG für den Streckenausbau immer weiter nach hinten verschoben werden. Kritisch anzumerken ist zudem, dass keine konkreten Zeitpläne für einen Baubeginn und die Fertigstellung des Ausbaus benannt wurden. An dem Gespräch nahmen das Sächsische Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung, die Deutsche Bahn AG, der Verkehrsverbund Mittelsachsen GmbH, die IHK Chemnitz, die Stadt Chemnitz sowie Vertreter:innen der Politik und Wirtschaft aus der Region und dem Raum Leipzig teil.

Oberbürgermeister Sven Schulze: „Alle Akteure am Tisch sind sich der hohen Priorität dieses wichtigen Infrastrukturprojektes bewusst. Dafür muss es aber die verbindliche Zusage geben, dass wir in den frühen 2030-er Jahren eine weitgehend zweigleisige und elektrifizierte Strecke zwischen Chemnitz und Leipzig im 30-Minuten-Takt haben werden. Die Erkenntnisse, die wir aus dem dritten Bahngespräch gewonnen haben, sind allerdings für die Stadt Chemnitz und die Region nicht zufriedenstellend. Daher wird es im März weitere Gespräche geben, die positive Ergebnisse liefern müssen. Gemeinsam mit dem VMS und Politik werden wir den Druck und die Ambitionen aufrechterhalten, damit der Ausbau der Strecke auch in naher Zukunft umgesetzt werden kann.“

Gleichzeitig wurde im Bahngespräch durch den Freistaat Sachsen und die Abgeordneten des Sächsischen Landtages die weitere Finanzierung und die Beauftragung für die Planung des Ausbaus des sogenannten Südabschnitts Geithain–Chemnitz sichergestellt.

Mathias Korda, Geschäftsführer des Verkehrsverbunds Mittelsachsen: „Im Bahngespräch wurde deutlich, dass die gesamte Region auf den schnellstmöglichen Ausbau der Bahnstrecke Chemnitz–Leipzig für einen stabilen 30-Minuten-Takt drängt. Gern arbeitet der VMS in der zuständigen Projektgruppe mit, um die Bedürfnisse der Region beim Ausbau optimal abzubilden.“