Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar
Anlässlich des bundesweiten Gedenktags für die Opfer des Nationalsozialismus und die über 60 Millionen während der faschistischen Gewaltherrschaft ermordeten Menschen fand am 27. Januar 2026 eine öffentliche Gedenkveranstaltung am Mahnmal im Park der Opfer des Faschismus statt.
Oberbürgermeister Sven Schulze, weitere Vertreter:innen der Stadt Chemnitz sowie der Stadtratsfraktionen gingen vom Rondell vor dem Georgius-Agricola-Gymnasium Chemnitz zum Mahnmal und legten Kränze nieder.
Oberbürgermeister Sven Schulze und Dr. Harald Langenfeld, Honorarkonsul der Republik Frankreich im Freistaat Sachsen, hielten die Gedenkreden.
Kulturell und musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Schülerinnen und Schülern des Georgius-Agricola-Gymnasiums und der Musikschule am Thomas-Mann-Platz.
Der Nationalsozialismus ist nicht plötzlich vom Himmel gefallen.
Er begann nicht mit Deportationen und Gaskammern.
Er begann in den Köpfen der Menschen.
Er begann mit Worten.
Mit Spott.
Mit Ausgrenzung.
Mit dem schleichenden Sterben von Mitgefühl und Verantwortung.
Faschismus beginnt dort,
wo Menschen anderen Menschen absprechen, die gleiche Würde zu haben.
Wo die Welt wieder eingeteilt wird in „wir“ und „die“.
In wertvoll und wertlos.
In stark und schwach.
Hintergrund:
Seit Kriegsende wird in Karl-Marx-Stadt/Chemnitz der Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft gedacht.
Am 27. Januar 1945 befreiten sowjetische Truppen das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz. Einer Initiative des früheren Bundespräsidenten Roman Herzog folgend gilt in der Bundesrepublik Deutschland seit 1996 der 27. Januar als Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus.