Tag des offenen Denkmals 2026: Beschreibung der Denkmäler
Freilichtbühne Küchwald
Küchwaldring 34
Die Freilichtbühne im Küchwald wurde 1956−63 auf den Trümmern der kriegszerstörten "Küchwaldschänke" im Rahmen des Nationalen Aufbauwerkes (NAW) nach Plänen des Chemnitzer Architekten Roland Hühnerfürst von 1954 erbaut. Sie nimmt mit ihrem Gebäudeensemble mit markantem Turm und großer Freitreppe eine exponierte Stellung an der großen Festwiese ein. Das Bauensemble ordnet sich ein in die neoklassizistisch geprägte traditionelle Nachkriegsarchitektur.
Veranstalter: Küchwaldbühne e. V.
10.00 und 11.00 Uhr
Führung über die Küchwaldbühne mit anschließender Filmvorführung
Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis
Kaßbergstraße 16c
Die politische Geschichte des ehemaligen Kaßberg-Gefängnisses reicht von den Ursprüngen als allgemeiner Strafvollzug über die Haftanstalt für vorwiegend politische Gefangene in der NS-Zeit bis hin zur Haftanstalt der Besatzungsmacht und später des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR. 1875 begannen die Bauarbeiten für den Gebäudekomplex der neuen Königlich-Sächsischen Gefangenenanstalt Chemnitz-Kaßberg unter der Leitung von Landbaumeister Nauck. 1878 ging der Gebäudekomplex in Nutzung.
Veranstalter: Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis e.V.
geöffnet von 10 bis 17 Uhr (kostenfrei)
11.00 Uhr
Führung zum Thema: Die doppelte Diktaturgeschichte des einstigen politischen Haftorts, der Häftlingsfreikauf aus der DDR und die Gedenkstättenkonzeption.
kostenpflichtig
14.00 Uhr
Architektenführung mit Marc Rennfleisch (rennfleisch ARCHITEKTEN) - vom leerstehenden früheren Hafttrakt B zum neuen Lernort
kostenpflichtig
16.15 Uhr
Führung mit dem Schwerpunkt Haft im Nationalsozialismus in Kooperation mit "Unantastbar Mensch". Die Führung des Vereins Lern- und Gedenkort Kaßberg-Gefängnis e. V. bildet die zweite Station, der vorher um 14.30 Uhr beginnenden Führung am Denkmal der Grauen Busse des SFZ-Förderzentrums.
kostenpflichtig
Eisenbahnbogen Chemnitztalviadukt
Beckerstraße/Annaberger Straße
Nachdem in den vergangenen Jahren die Bauarbeiten am Chemnitzer Viadukt abgeschlossen waren, wurde im vergangenen Jahr die Interventionsfläche am Viadukt gestaltet. Der Viadukt e. V. informiert mit einer Ausstellung und Infostand zu seiner Arbeit.
ab 10 Uhr Führungen am Viadukt (stündlich und nach Bedarf)
14 Uhr geführter Spaziergang vom Viadukt bis zum ehemaligen Schauspielhaus
Thema: "Von der Verkehrsinfrastruktur zur Kulturinfrastruktur: Engagement des Viadukt e. V."
Veranstalter: Viadukt e. V.
Sächsisches Fahrzeugmuseum
Zwickauer Straße 77
Das Parkhaus & Motelgebäude wurde 1928 als eine der ersten Hochgaragen Deutschlands in moderner Stahlbetonbauweise errichtet. Als Antwort auf die zunehmenden Parkprobleme wurden hier auf 6 Etagen Mietflächen für ca. 300 Autos & Motorräder angeboten. Per Fahrstuhl gelangten die Fahrzeuge zu ihrem Standplatz. Auf dem Gelände befanden sich neben einer Tankstelle auch eine Reparaturwerkstatt, ein Batterie- & Reifendienst, sowie Waschplätze auf jeder Etage. Die Garage war rund um die Uhr geöffnet.
Veranstalter: Museum für Sächsische Fahrzeuge Chemnitz e. V.
11.00 - 12.30 Uhr
Vortrag zur Geschichte und dem Aufbau der historischen Hochgarage mit Karin Meisel, Gästeführerin
Anmeldung unter Tel. 0371 2601196, E-Mail post(at)fahrzeugmuseum-chemnitz.de
Karl Schmidt-Rottluff Mühle
Limbacher Straße 380
Es handelt sich um ein 1893–94 errichtetes Wohn-und Mühlengebäude mit historischer Mühlentechnik. Der Mühlenstandort der Rottluffer Obermühle ist bereits seit 1548 urkundlich belegt. Über den orts- und technikgeschichtlichen Wert hinaus besitzt das Gebäude Bedeutung als Elternhaus eines der führenden Künstler des deutschen Expressionismus. Karl Schmidt-Rottluff verbrachte hier seine Kinder- und Jugendzeit. Das Objekt ist mittlerweile in großen Teilen saniert, die historische Mühlentechnik konnte in diesem Jahr wieder in Gang gesetzt werden.
Veranstalter: Förderverein Karl Schmidt-Rottluff e. V.
11.00 - 16.00 Uhr
Führungen durch das Objekt mit Mitgliedern des Fördervereins
„Blaues Haus“
Limbacher Straße 323
Das um 1800 errichtete ländliche Wohn-Stallhaus befindet sich in der ehemaligen Dorflage Rottluff, einem noch heute sehr dörflich geprägten Stadtteil von Chemnitz. Die Errichtung des Wohnhauses fällt in die Zeit der einsetzenden industriellen Entwicklung in Rottluff. Auf Grund seiner Größe und Stattlichkeit ist davon auszugehen, dass es sich um das Wohnhaus eines Bürgers der Mittelschicht handelt.
Veranstalter: Fam. Oehlschläger
13.00 und 14.00 Uhr
Führungen mit max. 15 Personen
Anmeldung unter Tel. 0371 488-6352, E-Mail carina.berger(at)stadt-chemnitz.de
Ehemalige Städtische Nervenheilanstalt
Dresdner Straße 178
1903−1905 entstanden die Häuser 2 & 4 als erste Bauten der ehemaligen Städtischen Nervenheilanstalt Hilbersdorf, die am 11. April 1905 eröffnet wurde. Nach Plänen des Stadtbaudirektors Richard Möbius folgte 1909/10 bereits der erste Erweiterungsbau mit dem großen Festsaal. 1928−1931 wurde das heutige Haus 8 & 9 im Stil der neuen Sachlichkeit errichtet. Alle zur Klinik gehörenden Gebäude stehen in einer großzügigen denkmalgeschützten Parkanlage mit gärtnerisch gestalteten Freiflächen und Alleen.
Veranstalter: Klinikum Chemnitz gGmbH
13.00 Uhr
Vortrag im Festsaal mit anschließendem Rundgang im Gelände
Treffpunkt: 12.30 Uhr am Haupteingang
max. 30 Personen
Anmeldung unter Tel. 0371 333-41551, E-Mail anika.kluger(at)skc.de
Handschuhfabrik Otto Uhle
Neukirchner Straße 9
Mit ihrer Entwicklung durch unterschiedliche politische Zeiten hinweg stellt die Handschuhfabrik nicht nur ein baugeschichtliches, sondern auch ein industrie- und ortsgeschichtliches Zeugnis dar. Besonders hervorzuheben sind das Fabrikantenwohnhaus mit umgebenden Garten und das zu Beginn der 1930er Jahren entstandene Fabrikgebäude, die sich als Vertreter der Moderne gestalterisch von den anderen Gebäuden abheben und einen besonderen baugeschichtlichen und baukünstlerischen Wert besitzen.
Veranstalter: Förderverein Handschuhfabrik Otto Uhle VEB Polar Strickkunst Chemnitz e. V.
11.00 bis 16.00 Uhr
Offene Tore, Besuch der Ausstellungen
11.00 und 12.30 Uhr
Führungen
10.00, 12.30 und 15.00 Uhr
Workshops für Kinder (Häken / Stricken / Nähen)
Kosten: 5 Euro je Kurs und Teilnehmende
Anmeldung für Führungen und Workshops unter post(at)handschuhfabrik.de
mehrSchloßbergmuseum
Schloßberg 12
Bei dem Objekt handelt es sich im Ursprung um ein ehemaliges Benediktinerkloster, welches im 16. Jahrhundert zu einem sächsischen Amtsschloss umgebaut wurde. Im Klostergebäude befindet sich heute das Schloßbergmuseum. Von den Ursprüngen erhalten ist das Klausurgebäude, sowie Reste des Kreuzganges. Die zu einem Kloster gehörige Kloster,- spätere Schlosskirche St. Marien ist ebenfalls erhalten.
Veranstalter: Kunstsammlungen Chemnitz, Schloßbergmuseum
14.00 Uhr
"Spur der Steine − Relikte aus Chemnitzer Klöstern und Friedhöfen"
Anmeldung unter Tel. 0371 488-4501 oder schlossbergmuseum(at)stadt-chemnitz.de
Ehemalige "Königlich-Sächsische Landeserziehungsanstalt für Blinde und Schwachsinnige"
Flemmingstraße 8 c
Die Sachgesamtheit „Landesblindenanstalt“ besteht aus einer Anlage mit rechtwinkligem Wegenetz sowie frei angeordnete, abwechslungsreich gestaltete Einzelgebäude, unter denen sich Kirche, Verwaltungs- und Schulgebäude, eine Turnhalle, ein großes Gebäude für die Betriebstechnik und zahlreiche Wohnbauten befinden. Sie ist bedeutsam als ungewöhnlich großes Ensemble von Sozialbauten und bemerkenswert aufgrund seines sehr guten Erhaltungszustandes.
Veranstalter: SFZ Förderzentrum gGmbH
14.00 bis 17.00 Uhr
Ausstellung in der Rehakirche: "Wege des Verbrechens"
Infopoint am Denkmal der Grauen Busse vor dem Einrichtungsgelände
14.30 Uhr
historische Geländeführung mit besonderem Fokus auf die Verbrechen der Nationalsozialisten an Menschen mit Behinderung
Anmeldung (bis 10.09.2026), Tel. 0151 65588234, E-Mail: lwuestner(at)sfz.de
Brückenführung
Die Brückenführung mit Gästeführerin Grit Linke führt beginnend am Pfortensteg zur Kaßbergauffahrt/Karl-Schmidt-Rottluff-Brücke und endet an der Bierbrücke.
Veranstalterin: Grit Linke, Gästeführerin
14.00 Uhr
Treffpunkt: Pfortensteg
Geöffnete Kirchen und Friedhöfe zum Tag des offenen Denkmals
Evangelisch-methodistische Friedenskirche, Kaßbergstraße 30
Die evangelisch-methodistische Friedenskirche wurde 1893–94 in neogotischen Stilformen als Backsteinbau nach Plänen des Architekten Carl Bieber errichtet. Die Kirche ist in ihrer ursprünglichen Gestaltung fast vollständig erhalten und prägt entscheidend das gründerzeitliche Wohngebiet „Kaßberg“.
11.00 und 12.00 Uhr
Führungen durch die Kirche
Stadtkirche St. Jakobi, Jakobikirchplatz 1
Die Stadt- und Marktkirche St. Jakobi befindet sich auf einem der ältesten Kirchenstandorte von Chemnitz und war über Jahrhunderte das geistliche und gesellschaftliche Zentrum der Stadt. In unmittelbarer Nachbarschaft zu den beiden Rathäusern des Mittelalters und frühen 20. Jahrhunderts gelegen und einen gemeinsamen Turm als Glockenturm nutzend, ist der Sakralbau noch heute Teil eines bedeutenden städtebaulichen Ensembles.
12.00 - 17.00 Uhr
Offene Kirche
13.00 Uhr
Kirchenführung
15.00 Uhr
Entdeckertour: Kirchenführung für Kinder und Familien
Stiftskirche Ebersdorf, Lichtenauer Str. 56
Die Stiftskirche Ebersdorf bildet mit Marienkapelle, den zwei Wehrtürmen und Resten der befestigten Kirchhofanlage ein Ensemble der Spätgotik. Weite Bedeutung erhielt das Gotteshaus als Marien-Wallfahrtskirche ab Mitte des 15. Jahrhunderts. Das Ensemble ist von besonderer städtebaulicher Bedeutung in ihrer zentralen Stellung im Dorfbild von Ebersdorf. Seit mehreren Jahren wird die Natursteinfassade der Stiftskirche abschnittsweise denkmalgerecht saniert.
14.00 Uhr
Altarsanierung 2025 − Geschichten von und mit der Restauratorin
St. Jodokuskirche Glösa, Kirchberg 2
Zur erstmals 1269 urkundlich belegten Kirche auf dem "Eierberg" von Glösa wurden später noch ein Pfarrgut mit Pfarrhaus und eine Kirchschule errichtet. Eine Wehrmauer mit zwei Türmen diente der Befestigung und Wehrhaftigkeit des Ensembles auf der Bergkrone.
Nach teilweiser Zerstörung der Kirche durch die Bombardierungen am 5.3.1945 folgte der rekonstruierende Wiederaufbau nach Plänen der Architekten Gerlach und Dr. Laudeley. 1954 konnte die wiederaufgebaute Chorturmkirche wieder geweiht werden. Im Pfarrhaus, welches auch ab 1522 Alterssitz des Abtes Heinrich von Schleinitz des Chemnitzer Benediktinerklosters war, sind noch einige baugeschichtlich bedeutsame Spolien erhalten.
13.00 - 18.00 Uhr
Offene Kirche
16.00 Uhr
Vorführung: Tanz-Szenen − "Bilder einer Ausstellung"
geflüchtete ukrainische Kinder des Kindertheaters der Kreativ Initiative haben Tanz-Szenen zur aktuellen Ausstellung entwickelt
Nikolaifriedhof, Michaelstraße 15
Der Nikolaifriedhof wurde 1815 geweiht. Die regelmäßige, in ihrer Grundform dem Rechteck angenäherte Anlage besticht durch ihre parkartige Baumbepflanzung sowie durch die zahlreichen, kunsthandwerklich ansprechend gestalteten Grabanlagen.
15.00 Uhr
thematische Friedhofsführungen
St. Nikolaikirche, Michaelstraße 15
Das Gebäude wurde 1891−92 ursprünglich als Friedhofskapelle in neogotischer Formensprache nach Plänen von Christian Schramm errichtet. Da die Kirche der Nikolaigemeinde nach 1945 abgebrochen werden musste, dient seitdem diese Kapelle als Gotteshaus.
17.00 Uhr
Konzert
"Claire de lune" mit dem Chemnitzer Trio Mirabilis (Flöte, Viola, Harfe)