Bürgermeisterin Dagmar Ruscheinsky hat in der heutigen Stadtratssitzung vorgeschlagen, den zusätzlichen Schließtag für die Kunstsammlungen Chemnitz, der im März 2025 vom Stadtrat beschlossen worden war, von Juni bis Dezember 2026 auszusetzen. Damit soll an den Erfolg aus dem Jahr der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025, der sich für mehrere Häuser in Besucherrekorden niedergeschlagen hat, angeknüpft werden. Bereits im November 2025 hatte der Stadtrat beschlossen, den zusätzlichen Schließtag zunächst für den Januar 2026 aufzuheben.
Aufgrund dieser Initiative von Stadträten wurde der Vorschlag zur Aussetzung des zusätzlichen Schließtags von Juni bis Dezember 2026 gemeinsam von der Kulturbürgermeisterin, den Kunstsammlungen Chemnitz und dem Bürgermeister für Finanzen erarbeitet und abgestimmt. Eine entsprechende Beschlussvorlage für den Stadtrat wird für Anfang des Jahres 2026 vorbereitet.
Vorbehaltlich der Beschlussfassung gibt es dann von Juni 2026 bis mindestens Dezember 2026 keinen zusätzlichen Schließtag in den sechs Häusern der Kunstsammlungen Chemnitz. Die Stadt Chemnitz verspricht sich aus den geplanten Ausstellungen und den damit in Verbindung stehenden Vermittlungsangeboten einen hohen Besucherzustrom. Gleichzeitig stellt die Stadt Chemnitz die Finanzierung sicher.
Im kommenden Jahr werden besondere Ausstellungen und Veranstaltungen in den sechs Häusern der Kunstsammlungen Chemnitz geboten. So zeigen die Kunstsammlungen am Theaterplatz beispielsweise eine Ausstellung über Käthe Kollwitz, die bis zum 30. August 2026 zu sehen sein wird. Aufgrund des hohen Bekanntheitsgrades von Käthe Kollwitz ist mit einem großen Zuspruch zu rechnen.
Parallel dazu läuft bis zum 16. August 2026 die Ausstellung „Utopia. Recht auf Hoffnung“ – eine Ausstellung in Kooperation mit dem Kunstmuseum Wolfsburg. Die Ausstellung zeigt Medienkunst und richtet sich auch an ein jüngeres Publikum. Weitere Sonderausstellungen mit attraktivem Schwerpunkt sind gegen Ende des Jahres 2026 geplant. Hierzu werden die Kunstsammlungen Chemnitz in ihrer Jahrespressekonferenz im Januar 2026 näher informieren.
Hintergrund
Die Einführung eines zusätzlichen Schließtags ab 1. Januar 2026 in allen Museen der Kunstsammlungen Chemnitz war im März 2025 vom Stadtrat als Maßnahme der Haushaltskonsolidierung für 2025/2026 beschlossen worden (B-283/2024). Konkret wurde der Schließtag auf Dienstag festgelegt, Ausnahmen bilden das Henry van de Velde-Museum und das Karl Schmidt-Rottluff Haus, die immer donnerstags geschlossen bleiben sollen.
Im November 2025 entschied der Stadtrat dann, diesen zusätzlichen Schließtag zunächst für Januar 2026 aufzuheben. Mit dem nun vorgelegten Vorschlag der Stadt Chemnitz könnten die Kunstsammlungen von Juni bis Dezember 2026 wie bisher von Dienstag bis Sonntag geöffnet bleiben.