Veranstaltungen des Museums für Naturkunde im Oktober
1. bis 31. Oktober
Interaktive Ausstellung: Erlebnisraum Museum
Ort: Museum für Naturkunde Chemnitz, Moritzstraße 20
Eintritt: Die Besichtigung der „Interaktiven Ausstellung: Erlebnisraum Museum“ ist kostenfrei. Für den Rundgang durch die Dauer- und Sonderausstellung benötigen Sie eine gültige Eintrittskarte.
Ein Wald, der 291 Millionen Jahre in die Erdgeschichte zurückreicht, und eine Dauerausstellung, die seit 20 Jahren steht – Zeit etwas in unserem Museum zu verändern! Wir wollen die Geschichten über das Leben und Sterben unsere versteinerten Baumriesen neu erzählen und vieles mehr aus den Sammlungen an das Licht bringen. Kinder und Jugendliche überlegten in den letzten Jahren, was unser Museum in Zukunft bieten sollte. Durch selbst entwickelte Spiele, Trickfilme und Audiobeiträge erweckten sie Ursaurier, Skorpione und Riesenlibellen für die Erlebnisebene der neuen Dauerausstellung zum Leben. Die entstandenen interaktiven Stationen wurden von Groß und Klein getestet. Wir haben diese Änderungswünsche wahrgenommen und nun darf erneut entdeckt, gespielt und geträumt werden.
1. bis 31. Oktober
Sonderausstellung „Wilde Nachbarn – Tiere des Erzgebirges“
Ort: Museum für Naturkunde Chemnitz, Moritzstraße 20
Eintritt: 4 Euro, 2,50 Euro (ermäßigt), Kinder und Jugendliche bist 18 Jahre kostenfrei
Von der wenige Zentimeter großen Wasserfledermaus bis zum 300 Kilogramm schweren Rothirsch und vom nächtlichen Großräuber Uhu bis zur schlanken tagaktiven Kreuzotter – die Fauna des Erzgebirges ist vielgestaltig und hält neben den allgemein bekannten Vertretern der Vierbeiner- und Vogelwelt auch mancherlei Überraschung bereit. Da wäre zum Beispiel der Kranich, der in vielen Kulturen als Vogel des Glücks gilt: Auf dem Erzgebirgskamm wurden brütende Kraniche 2021 erstmals beobachtet. Oder der scheue Baummarder, der seinem Cousin, dem Steinmarder, zum Verwechseln ähnlich sieht – aber im Gegensatz zu diesem, menschliche Siedlungen meidet. Oder das Birkhuhn – ein vom Aussterben bedrohter Hühnervogel, dessen größtes Vorkommen nördlich der Alpen die Moore und den lichten Wälder des Erzgebirges sind.
Und nicht zuletzt der Wolf – eine Erfolgsgeschichte, denn die Wiederansiedlung der Wölfe ist ein natürlicher Prozess, den der Mensch lediglich durch Nichteingreifen unterstützt. Insgesamt 28 Tierarten porträtiert die Ausstellung „Wilde Nachbarn | Tiere des Erzgebirges“, die das Museum für Naturkunde Chemnitz im Tietz am 27. März 2024 eröffnet. Gezeigt werden faszinierende Bilder von sechs Tierfotografen, die von Originalpräparaten der Tiere flankiert werden. Auf vier Bildschirmen laufen zudem Wildkameraaufnahmen von verschiedenen Standorten im Erzgebirge, die im Rahmen des Wolfsmonitorings aufgestellt wurden, in Dauerschleife.
Die Ausstellung führt durch die typischen Lebensräume der Tierarten vom urbanen Raum über die stark überprägte Kulturlandschaft bis zu naturnahen Wäldern und Gebirgsregionen. Neben heimischen Tierarten wie dem Wildschwein oder dem Kuckuck sind auch invasive Spezies wie der Waschbär oder der Marderhund zu sehen, die vom Menschen eingeführt wurden und sich seit einigen Jahrzehnten in Mitteleuropa ausbreiten. Dies gilt auch für zwei der vier vorgestellten Hirscharten: während das Reh und der Rothirsch einheimisch sind, kamen der Damhirsch und der Sikahirsch als Jagdwild nach Deutschland.
Donnerstag, 3. Oktober, 9 und 11 Uhr
Türen auf mit der Maus 2024 – HAI-Alarm in Chemnitz
Ort: Museum für Naturkunde Chemnitz, Moritzstraße 20
Eintritt: kostenfrei, Dauer: 1 bis 1,5 Stunden, ab 5 Jahre, max. 10 Kinder
Ähnlich wie sich Haie mit Schiffshalterfischen zusammenTun*, haben es auch Mitarbeiter der TU Bergakademie Freiberg und des Museums für Naturkunde Chemnitz gemacht. Wir haben unser Wissen zu Haien gebündelt und wollen es mit den neugierigen Mausfans teilen. Dabei gehen wir spannenden Fragen auf den Grund: Seit wann gibt es Haie auf unserer Erde? Wie ist so ein Hai aufgebaut, und was bleibt übrig, wenn er stirbt? Leben alle Haie im Meer? Und müssen Haie eigentlich Zähne putzen? Um diese Fragen zu beantworten, gehen wir gemeinsam im Museum auf die Suche nach fossilen Haien, die vor 330 Millionen Jahren dort lebten, wo heute Chemnitz liegt.
* Der Aktionstag Türen auf mit der Maus 2024 steht unter dem Motto ZusammenTun.
Mittwoch, 16. Oktober, 18.30 bis 19.30 Uhr
Freundeskreis des Museums für Naturkunde Chemnitz e. V.
Vortrag von Michael Laaß
Ort: Tietz, Museumspädagogik, 1. Etage
Eintritt: kostenfrei
Vortag über das Leben vor über 300 Millionen Jahren: Insektenbefall an Pflanzen aus dem Steinkohlenurwald.
Samstag und Sonntag, 26. und 27. Oktober, jeweils 10 bis 17 Uhr
#Sachsens_Obstkultur_entdecken – Obstschau mit Sortenbestimmung
Ort: Museum für Naturkunde Chemnitz, Moritzstraße 20
Eintritt: 4 Euro, für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren kostenfrei (Ausstellung und Familienprogrammen)
Inzwischen ist die Aktion unter dem Motto #Sachsens_ObstKULTUR_entdecken zur Tradition am Museum für Naturkunde Chemnitz geworden. Die Pomologen Manfred Schrambke und Kai Geringswald und das Museum als Veranstalter sind sich einig: „Dieses Format spricht Obstliebhaber der Stadt und der Region an. Außerdem lassen sich mit der Veranstaltung Einblicke in das komplexe Handwerkszeug zur Obstsortenbestimmung vermitteln“.
In der Die Apfelausstellung gibt Einblick in die Formen-, Geruchs- und Geschmacksvielfalt sächsischer Obstsorten. Neben Gelbe Sächsische Renette, Safranapfel, Maibiers Parmäne, Sächsischer Königsapfel, Oberlausitzer Muskatrenette und die Birnensorte Minister Doktor Lucius wird auch die Sächsische Obstsorte des Jahres 2024, der Lausitzer Nelkenapfel, gezeigt (https://www.pomologen-verein.de/obstsorte-des-jahres/). Besonders seltene Obstschätze der Besucher können direkt in die Ausstellung integriert werden. Wir sind gespannt, welche Sorten in diesem Jahr den späten Frösten und dem Wurmstich trotzen konnten.
Für die parallel zur Ausstellung stattfindenden Sortenbestimmungen konnten wir die beiden erfahrenen Pomologen aus der Region Manfred Schrambke und Kai Gehringswald gewinnen. Über diesen Weg können historische Obstsorten identifiziert werden. Für die Bestimmung einer Apfelsorte anhand der Früchte sollten möglichst drei bis fünf typische, gut gefärbte und unbeschädigte Früchte vorliegen. Stiel, Kerngehäuse und Kern müssen intakt sein.
So unterschiedlich wie die Farben und Formen der Früchte sind ihr Geschmack und ihre Verwendung. Nicht selten sind die regional vorkommenden Arten in ihrem Bestand gefährdet. Diese alten Obstsorten sind ebenso Kulturgut wie historische Bauwerke, Lieder und Bräuche. Mit Hilfe des Veranstaltungsformates soll bis mindestens 2025 die Vielfalt der historisch gewachsenen Obstkultur in Chemnitz und der Region visualisiert werden.
An den beiden Aktionstagen (26. und 27. Oktober 2024) können sich unsere Besucher auf folgende Programmpunkte freuen:
10 bis 12.30 Uhr und 14 bis 17 Uhr:
Sortenbestimmung mit den Chemnitzer Pomologen Manfred Schrambke und Kai Gehringswald in der 1. Etage im Museum für Naturkunde
Im „Apfel-Kids-Club“ bieten wir Familienangebote für wissensdurstige Naturentdecker. Die Angebote werden durch Vertreterinnen der Landesgruppe Sachsen des Pomologen-Vereins e. V. begleitet.
Die Aktion wird federführend durch den Pomologen-Verein e. V. Landesgruppe Sachsen realisiert.