Samstag, 1. März bis Montag, 31. März
Interaktive Ausstellung: Erlebnisraum Museum
Ort: TIETZ, Museum für Naturkunde Chemnitz, 1. Etage
Eintritt: Besichtigung der interaktiven Ausstellung ist kostenfrei, für die Dauer- und Sonderausstellung ist eine Eintrittskarte erforderlich.
Ein Wald, der 291 Millionen Jahre in die Erdgeschichte zurückreicht, und eine Dauerausstellung, die seit 20 Jahren steht – Zeit etwas in unserem Museum zu verändern! Wir wollen die Geschichten über das Leben und Sterben unsere versteinerten Baumriesen neu erzählen und vieles mehr aus den Sammlungen an das Licht bringen. Kinder und Jugendliche überlegten in den vergangenen Jahren, was unser Museum in Zukunft bieten sollte. Durch selbst entwickelte Spiele, Trickfilme und Audiobeiträge erweckten sie Ursaurier, Skorpione und Riesenlibellen für die Erlebnisebene der neuen Dauerausstellung zum Leben. Die entstandenen interaktiven Stationen wurden von Groß und Klein getestet. Wir haben diese Änderungswünsche wahrgenommen und nun darf erneut entdeckt, gespielt und geträumt werden.
Samstag und Sonntag, 1. und 2. März
Sonderausstellung: Wilde Nachbarn – Tiere des Erzgebirges
Ort: TIETZ, Museum für Naturkunde Chemnitz, 1. Etage
Eintritt: 4 Euro, ermäßigt 2,50 Euro, Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre kostenfrei
Von der wenige Zentimeter großen Wasserfledermaus bis zum 300 Kilogramm schweren Rothirsch und vom nächtlichen Großräuber Uhu bis zur schlanken tagaktiven Kreuzotter – die Fauna des Erzgebirges ist vielgestaltig und hält neben den allgemein bekannten Vertretern der Vierbeiner- und Vogelwelt auch mancherlei Überraschung bereit. Da wäre zum Beispiel der Kranich, der in vielen Kulturen als Vogel des Glücks gilt: Auf dem Erzgebirgskamm wurden brütende Kraniche 2021 erstmals beobachtet. Oder der scheue Baummarder, der seinem Cousin, dem Steinmarder, zum Verwechseln ähnlich sieht – aber im Gegensatz zu diesem, menschliche Siedlungen meidet. Oder das Birkhuhn – ein vom Aussterben bedrohter Hühnervogel, dessen größtes Vorkommen nördlich der Alpen die Moore und den lichten Wälder des Erzgebirges sind. Und nicht zuletzt der Wolf – eine Erfolgsgeschichte, denn die Wiederansiedlung der Wölfe ist ein natürlicher Prozess, den der Mensch lediglich durch Nichteingreifen unterstützt.
Insgesamt 28 Tierarten porträtiert die Ausstellung „Wilde Nachbarn – Tiere des Erzgebirges“, die das Museum für Naturkunde Chemnitz im TIETZ im März 2024 eröffnete.
Gezeigt werden faszinierende Bilder von sechs Tierfotografen, die von Originalpräparaten der Tiere flankiert werden. Auf vier Bildschirmen laufen zudem Wildkameraaufnahmen von verschiedenen Standorten im Erzgebirge, die im Rahmen des Wolfsmonitorings aufgestellt wurden, in Dauerschleife. Die Ausstellung führt durch die typischen Lebensräume der Tierarten vom urbanen Raum über die stark überprägte Kulturlandschaft bis zu naturnahen Wäldern und Gebirgsregionen. Neben heimischen Tierarten wie dem Wildschwein oder dem Kuckuck sind auch invasive Spezies wie der Waschbär oder der Marderhund zu sehen, die vom Menschen eingeführt wurden und sich seit einigen Jahrzehnten in Mitteleuropa ausbreiten. Dies gilt auch für zwei der vier vorgestellten Hirscharten: Während das Reh und der Rothirsch einheimisch sind, kamen der Damhirsch und der Sikahirsch als Jagdwild nach Deutschland.
Hinweis: Die Ausstellung endet am 2. März 2025.
Freitag, 14. März, ab 18 Uhr
Präsentation des Fossils des Jahres 2025
Ort: TIETZ, Museum für Naturkunde, 1. Etage
Eintritt: kostenfrei
Jedes Jahr zeichnet die Paläontologische Gesellschaft besondere Fossilien mit dem Titel „Fossil des Jahres“ aus. Damit wird nicht nur ihre Bedeutung für die Wissenschaft hervorgehoben, sondern auch Personen und Institutionen gewürdigt, die diese Fossilien finden, erforschen und ausstellen.
2025 fiel die Wahl auf die fossile Hai-Eikapsel Fayolia sterzeliana aus dem Unterkarbon von Chemnitz-Borna und Chemnitz-Glösa. Das Vorkommen im Norden der Kulturhauptstadt hat noch mehr Sensationsfunde geliefert, darunter den ältesten Nachweis des Riesenhundertfüßers Arthropleura und den ältesten Vierbeiner-Rest Deutschlands. Auch die Haifischeier, die von zwei verschiedenen Arten von Süßwasserhaien stammen, sind die ältesten Fundes des Typs. Eine neue Sonderausstellung zeigt den Lebensraum aus der Zeit von vor 330 Millionen Jahren (und damit 40 Millionen Jahre vor dem Versteinerten Wald), als Chemnitz nicht nur am Äquator, sondern auch auf der Südhalbkugel lag.
Die Sonderausstellung wird mit einem Grußwort des Präsidenten der Paläontologischen Gesellschaft eröffnet. Vorträge von Prof. Dr. Jürgen Kriwet aus Wien und Dr. Jan Fischer aus der Pfalz – beides ausgewiesene Experten für Haie und Hai-Eikapseln – führen populärwissenschaftlich in die Thematik ein.
Musik sowie Snacks und Getränke sorgen für eine gelungene Kulturhauptstadt-Veranstaltung in einem festlichen Ambiente. Die Präsentation bildet den Auftakt für das 50. Jahrestreffen des Arbeitskreises Wirbeltierpaläontologie in der Paläontologischen Gesellschaft, das am 15. und 16. März am Museum für Naturkunde stattfindet.
Mittwoch, 19. März, 18.30 bis 19.30 Uhr
„Namibia 2022 – Sammeln unter der Sonne Afrikas, Teil II: Rund um den Brandberg“
Vortrag von Mathias Sehrig, Chemnitz
Ort: TIETZ, Museum für Naturkunde, Museumspädagogik, 1. Etage
Eintritt: kostenfrei
Eine Veranstaltung des Freundeskreises des Museums für Naturkunde Chemnitz e. V.