Im Museum
vom 1. September bis 30. September
Sonderausstellung: Rüsseltiere
Ort: Tietz, Museum für Naturkunde 1. OG
Eintritt: Die Besichtigung der Sonderausstellung zum Thema Rüsseltiere ist kostenfrei. Für den Rundgang durch die Dauer- und Sonderausstellung benötigen Sie eine gültige Eintrittskarte.
Der frei zugängliche Bereich zwischen dem Museum für Naturkunde und der Neuen Sächsischen Galerie bietet derzeit einen Einblick in die Evolution der Rüsseltiere. Der wissenschaftliche Volontär Christopher Herrmann hat bei seiner Arbeit im Sammlungsmagazin des Museums unerwartet viele Rüsseltierfossilien gefunden. So entstand die Idee, die Evolution der Elefanten anhand von Objekten aus unserem Bestand zu thematisieren. In den Vitrinen kann man Elefant, Mammut und Co. auf den Zahn fühlen.
Mittwoch, 16. September, 18.30 bis 20 Uhr
Saurier aus den Kohlesümpfen Sachsens – Vortrag von Dr. Frederik Spindler, Kipfenberg
Ort: Tietz, Museumspädagogik, 1. Etage
Eintritt: kostenfrei
Vor 290 Millionen Jahren waren Saurier noch nicht die Giganten späterer Zeiten. Doch sie zeigen uns die Wurzeln der Vierbeiner von heute: Zwischen Sachsens Everglades und Vulkanen lebten Lurche und urtümliche Echsen. Sogar unsere entfernten Vorfahren am Ursprung der Säugetier-Verwandtschaft wurden hier als Fossilien entdeckt, nicht zuletzt dank dem Bergbau. Weltweit einzigartige Funde aus Steinkohle oder Kalkstein geben auch nach 140-jähriger Forschungsgeschichte neue und spannende Einblicke in das Leben der Permzeit.
Eine Veranstaltung des Vereins Freundeskreis des Museums für Naturkunde Chemnitz e. V.
Mittwoch, 30. September, ab 17 Uhr
Amphibien – Wunder der Evolution – Ausstellungseröffnung
Ort: Tietz, Museum für Naturkunde, 1. Etage
Eintritt: kostenfrei
Frösche und Salamander, feuchte Wiesen und Wälder, Pfützen voller Kaulquappen – das sind Bilder, die wir mit Amphibien verbinden. Die Tiere faszinieren als Wanderer zwischen den Welten; sie verbinden das Leben im Wasser mit jenem an Land. Doch Amphibien sind so viel mehr: Sie haben sich vor fast 400 Millionen Jahren aus Fischen entwickelt, waren die ersten Wirbeltiere an Land und schon im Erdaltertum enorm vielfältig. Das Erdmittelalter sah nicht nur mehrere Meter große Amphibien, sondern auch Frösche, die Dinosaurier fraßen. Heute gibt es Amphibien auf fast allen Kontinenten, und sie sind an extreme Lebensräume angepasst, etwa an Kältesteppen und Hitzewüsten.
Die Sonderausstellung, ein Streifzug durch die Wunderwelt einstiger und heutiger Amphibien, zeigt mehr als 70 Exponate, darunter Originale, Modelle und Illustrationen sowie Mitmachstationen.
Zur Eröffnung hält Dr. Ralf Werneburg, Schleusingen, einen Eröffnungsvortrag.
Die Sonderausstellung wird ab dem 1. Oktober 2026 im Museum für Naturkunde Chemnitz zu sehen sein
Auf der Grabung
Sonntag, 20. September, 10 bis 17 Uhr
Tag des Geotops 2026
Ort: „Fenster in die Erdgeschichte“, Glockenstraße 16
Eintritt: kostenfrei
Der Versteinerte Wald Chemnitz ist vielen Menschen ein Begriff. Dass es sich hierbei jedoch um mehr als nur das Ensemble versteinerter Bäume im Tietz handelt, wissen nur wenige.
Am „Fenster in die Erdgeschichte“, der wissenschaftlichen Grabung des Museums für Naturkunde, werden weitere Teile des Versteinerten Waldes freigelegt. Zum Tag des Geotops am 20. September öffnen wir wieder unser Grabungszelt für Groß und Klein und bieten allen Interessierten die Möglichkeit, live beim Graben dabei zu sein. Hierbei können die Besucher dem Grabungsteam Fragen stellen, erfahren, wie eine Grabung abläuft bzw. was dafür alles nötig ist und auch die eine oder andere lustige Geschichte aus dem Grabungsalltag hören. Nachwuchsforscher dürfen das „geologische Klassenzimmer“ erkunden und selbst nach versteinerten Hölzern graben. Wem das noch nicht genügt, der kann beim Lösen eines Quiz das Grabungsgelände selbstständig erkunden und bekommt, bei richtiger Lösung, einen kleinen Preis.
Unter unseren Füßen verbirgt sich ein wahrer Schatz: ein komplettes Ökosystem liegt hier begraben. Es wurde vor 291 Millionen Jahren durch einen Vulkanausbruch konserviert und gibt uns Einblicke in eine längst vergangene Zeit. Einst stand im Gebiet des heutigen Chemnitz ein tropischer Regenwald. In diesem kletterten flinke Ursaurier auf Baumriesen umher, verliebte Skorpione „tanzten“ auf dem Waldboden und kleine Lurche lauerten auf leckere Insekten, die sie mit ihrer klebrigen Zunge fingen. All das können wir aus den versteinerten Überresten dieses Waldes lesen. Doch es sind noch längst nicht alle Geheimnisse gelüftet.
Zum Tag des Geotops am 20. September laden unterschiedliche Einrichtungen in ganz Deutschland dazu ein, Erdgeschichte gemeinsam mit Fachleuten hautnah zu erleben. Hierbei können verschiedene Ausflugsziele angesteuert werden – Steinbrüche, Mineralfundorte, Bergwerke und auch die Grabung am „Fenster in die Erdgeschichte“ des Museums für Naturkunde Chemnitz.
Der Tag des Geotops ist eine Initiative der Deutschen Geologischen Gesellschaft – Geologische Vereinigung e. V. und findet seit 2002 jeweils am dritten Sonntag im September statt. Das vollständige Programm ist unter www.tag-des-geotops.de zu sehen.
Hinweise: Die Veranstaltung wird im Rahmen des ESF Plus-Projekts „Fenster in die Erdgeschichte“ (Antragsnummer: 100731465) von der Europäischen Union kofinanziert. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts.