Dienstag 3. November, 15 Uhr
Ausstellungseröffnung: 40 Fotos – Jüdisches Leben in Sachsen heute
Ort: Ausstellungsraum im EG des Rathauses Chemnitz, Markt 1
Eintritt: kostenfrei
Wie vielfältig und lebendig ist jüdisches Leben in Sachsen heute? Die Fotoausstellung „40 Fotos – Jüdisches Leben in Sachsen heute“ des Landesverbandes Sachsen der Jüdischen Gemeinden lädt dazu ein, jüdische Kultur und Gemeinschaft aus einer neuen Perspektive kennenzulernen.
Im Rahmen des Themenjahres der Jüdischen Kultur „Tacheles 2026“ zeigen drei sächsische Fotografen Einblicke in den jüdischen Alltag, religiöse Feiertage, kulturelle Veranstaltungen und das Gedenken. Die Aufnahmen führen von Görlitz bis Zwickau und machen sowohl das heutige Gemeindeleben als auch die Spuren jüdischer Geschichte in Sachsen sichtbar. Ergänzt wird die Ausstellung durch einen Kurzfilm über jüdisches Leben im Freistaat.
Die Ausstellung möchte den Blick über historische Ereignisse hinaus auf die Gegenwart richten und die Vielfalt jüdischen Lebens erfahrbar machen. Sie lädt dazu ein, neue Einblicke zu gewinnen, Vorurteile zu hinterfragen und sich mit jüdischer Kultur als lebendigem Teil der sächsischen Gesellschaft auseinanderzusetzen.
Die Ausstellung ist vom 4. bis 13. November zu den Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen.
Montag, 9. November, 11 Uhr
Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht – Gedenkveranstaltung
Ort: Stele am Stephanplatz
www.chemnitz.de/gedenken
Die Nacht vom 9. November 1938 gehört zu den schrecklichsten Momenten der deutschen Geschichte. In ganz Deutschland begingen Faschisten systematisch brutale Gewalttaten an Juden, zerstörten Geschäfte und Synagogen. Die Nacht markiert den Wendepunkt von der Diskriminierung hin zu Deportation und Ermordung. Auch in Chemnitz fanden in dieser Nacht brutale Übergriffe auf Juden statt und auch die Chemnitzer Synagoge auf dem Stephanplatz wurde zerstört.
Montag, 9. November, 18.30 Uhr
Ein Abend in Erinnerung an die Novemberpogrome – Lesung
Ort: Hartmannfabrik, Fabrikstraße 11
Eintritt: kostenfrei
Mit den Worten „die deutschen Vorgänge sind tiefstes Mittelalter“ kommentiert der jüdische Fabrikant Karl Goeritz in einem Brief vom 16. November 1938 an den weltberühmten Geiger Bronisław Huberman die Vorgänge in Deutschland.
Zum Abschluss der diesjährigen „Lichterwege“ widmet sich eine Veranstaltung in der Hartmannfabrik den schrecklichen Ereignissen jener Herbst- und Wintertage vor nunmehr achtundachtzig Jahren, der „Katastrophe vor der Katastrophe“. Augenzeugenberichte und Zeitzeugnisse werden dabei mit lange verloren geglaubten Originalaufnahmen jüdischer Plattenfirmen in Berlin in eine spannungsreiche und erschütternde Relation gebracht. Stella Maria Adorf, deren Großmutter eine enge Freundschaft mit Karl Goeritz verband, wird zu Gast sein.
Eine Kooperation des Buntmacher*innen e. V. und der Stadt Chemnitz im Rahmen des Themenjahres „Tacheles – Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen“. Gefördert durch die Kulturförderung der Stadt Chemnitz und die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.
Mittwoch, 11. November, 17 Uhr
UN Day Chemnitz. Wasserstoff – Fördermittelhype oder Technologie mit Zukunft? – Vorträge und Podiumsdiskussion
Ort: Stadtwirtschaft Chemnitz, Jacobstraße 46
Eintritt: kostenfrei
Wie nachhaltig ist Wasserstoff und welche Rolle kann er für die Energieversorgung der Zukunft spielen? Beim UN Day Chemnitz am Mittwoch, 11. November, dreht sich alles um Wasserstoff als Schlüsseltechnologie für eine bezahlbare und saubere Energieversorgung – gemäß der UN-Nachhaltigkeitsziele (SDG 7).
Im Anschluss an die FC3 Fuel Cell Conference 2026 lädt die Stadt Chemnitz gemeinsam mit der Universität der Vereinten Nationen (UNU Resource Nexus) und dem HZwo e. V. zur öffentlichen Abendveranstaltung in die Stadtwirtschaft Chemnitz ein. Fachvorträge und eine Podiumsdiskussion beleuchten den aktuellen Stand der Wissenschaft, die Bedeutung der Wasserstofftechnologie für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Chemnitz sowie ihre Chancen und Herausforderungen für Umwelt und Gesellschaft.
Unter der Leitfrage „Fördermittelhype oder Technologie mit Zukunft?“ diskutieren Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Umwelt über die Potenziale von Wasserstoff und seinen Beitrag zu einer nachhaltigen Energieversorgung. Auch das Publikum ist eingeladen, Fragen zu stellen und sich an der Diskussion zu beteiligen. Musikalische Beiträge, ein zu besichtigender Prototyp eines wasserstoff-angetriebenen PKWs und ein anschließendes Get-together runden den Abend ab.
Dienstag, 24. November, 15.30 Uhr
Ausstellungseröffnung: „Jetzt erst recht“ – Die Wiedergründung der jüdischen Gemeinde Chemnitz –
Ort: Rathaus Chemnitz, Ausstellungsraum, Markt 1
Eintritt: kostenfrei
Am 17. September 1945 gründeten 18 jüdische Überlebende in Chemnitz die Jüdische Gemeinde neu. Nur wenige Monate nach dem Ende des Nationalsozialismus und der Shoah setzten sie damit ein Zeichen für den Neuanfang.
Die Ausstellung erinnert an diese Menschen und ihren Mut, trotz Verfolgung, Verlust und Zerstörung jüdisches Leben in Chemnitz wieder aufzubauen. Dokumente und Fotografien zeigen die Entstehung einer neuen Gemeinschaft, getragen von Solidarität, Glauben und dem Wunsch nach einem sicheren Zuhause.
Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten des Rathauses vom 24. November 2026 bis 14. Januar 2027 zu sehen.