Veranstaltungen der Kunstsammlungen Chemnitz im November
Mittwoch, 6. November, 13.30 Uhr
Kolloquium: Karl-Marx-Stadt. Architektur und Städtebau im internationalen Kontext
Auftaktveranstaltung
Ort: Universitätsbibliothek, Veranstaltungszentrum IdeenReich, Straße der Nationen 33,
Eintritt: kostenfrei, um Anmeldung bis zum 25. Oktober 2024 wird gebeten unter 488 4501 (Montag bis Freitag 9 bis 16 Uhr) oder per E-Mail an: schlossbergmuseum(at)stadt-chemnitz.de
Die Tagung vom 6. bis 8. November ist öffentlich und richtet sich sowohl an Fachpublikum als auch an alle historisch Interessierten.
Das Schloßbergmuseum, Museum für Chemnitzer Stadtgeschichte, wird im Kulturhauptstadtjahr 2025 eine Ausstellung zu den Jahrzehnten nach 1945 zeigen. Das Ende des II. Weltkriegs bedeutete für die stark zerstörte Industriestadt im Süden Ostdeutschlands in mehrfacher Hinsicht einen Neubeginn: 1949 entstand die DDR, ein sozialistischer Staat nach dem Vorbild der Sowjetunion; mit der Auflösung der Länder und der Verwaltungsreform von 1952 wurde Chemnitz eine von insgesamt zwölf Bezirkshauptstädten. Auf Beschluss der Staatspartei SED erhielt die frisch gebackene Bezirksstadt 1953 den Namen des Begründers der wissenschaftlichen Weltanschauung der Arbeiterklasse Karl Marx, was ihr – beabsichtigt oder nicht – den Status einer »sozialistischen Musterstadt« zuwies. Das Ausstellungsprojekt des Schloßbergmuseums verfolgt den Chemnitzer Neubeginn als Karl-Marx-Stadt aus der Perspektive des urbanen Lebensraums Stadt, d. h. der Entwicklungen im Städtebau und in der Architektur. Über die in der Stadtgeschichte bisher dominierende Binnensicht hinaus, soll das Geschehen in einen internationalen Zusammenhang des modernen Bauens gestellt werden.
Dabei richtet sich der Blick sowohl auf die „sozialistischen Bruderländer“ als auch auf den Westen, insbesondere die damalige BRD. Welche Gemeinsamkeiten und welche Unterschiede gab es beim Wiederaufbau in Ost und West? In die Betrachtung einbezogen werden auch die Wurzeln der Nachkriegsmoderne in den Erneuerungsbewegungen der Vorkriegszeit, wie dem Neuen Bauen oder der Bauhaus-Schule der Weimarer Republik.
In Vorbereitung der Ausstellung haben die Kunstsammlungen Chemnitz in Kooperation mit der Technischen Universität Chemnitz, Universitätsbibliothek eine internationale Historikertagung organisiert. Nationale und internationale renommierte Fachwissenschaftler:innen sind der Einladung gefolgt und werden zu Aspekten von Architektur-und Städtebaugeschichte der Moderne in Frankreich, Italien, Polen, Tschechien, der Sowjetunion und Deutschland sprechen.
Neue Erkenntnisse zu den Entwicklungen in Karl-Marx Stadt präsentieren Chemnitzer Historiker, Museologen und Denkmalpfleger. Tagung und Ausstellung verstehen sich als Beitrag zur internationalen Diskussion um das Erbe der Moderne des 20. Jahrhunderts.
Museum Gunzenhauser
Freitag, 1. November, 16 Uhr
Best of Part l: Curator's favourites
Öffentliche Führung: mit simultaner ukrainischer Übersetzung
Ort: Museum Gunzenhauser Chemnitz
Eintritt: am ersten Freitag im Monat kostenfrei, für Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres sowie für Studierende der TU Chemnitz ebenfalls kostenfrei
Mit ihren mehr als 3.000 Werke gehört die Stiftung Gunzenhauser zu den großen und bedeutenden Privatsammlungen in Deutschland. Zum Auftakt des europäischen Kulturhauptstadtjahres 2025 präsentiert das Museum Gunzenhauser Hauptwerke dieser hochkarätigen Sammlung. Ikonen der klassischen Moderne, meist gereiste und gefragteste Werke oder selten gezeigte Kostbarkeiten der Sammlung werden in wechselnden Zusammenhängen präsentiert. Dabei liegt der Fokus nicht nur auf der Präsentation von Einzelwerken, sondern auch auf der Kontextualisierung mit besonderen thematischen Schwerpunkten.
Mittwoch, 6. November, 18.30Uhr
Best of Part l: Curator's favourites
Kurator:innenführung
Ort: Museum Gunzenhauser Chemnitz
Eintritt: am ersten Freitag im Monat kostenfrei, für Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres sowie für Studierende der TU Chemnitz ebenfalls kostenfrei
Mit ihren mehr als 3.000 Werke gehört die Stiftung Gunzenhauser zu den großen und bedeutenden Privatsammlungen in Deutschland. Zum Auftakt des europäischen Kulturhauptstadtjahres 2025 präsentiert das Museum Gunzenhauser Hauptwerke dieser hochkarätigen Sammlung. Ikonen der klassischen Moderne, meist gereiste und gefragteste Werke oder selten gezeigte Kostbarkeiten der Sammlung werden in wechselnden Zusammenhängen präsentiert. Dabei liegt der Fokus nicht nur auf der Präsentation von Einzelwerken, sondern auch auf der Kontextualisierung mit besonderen thematischen Schwerpunkten.
Mittwoch, 13. November, 18.30 Uhr
Im Gespräch: Gunzenhauser meets … Kunst im Knast
Ort: Museum Gunzenhauser Chemnitz
Eintritt: Tageskarte nach Tarif
Kunst findet überall und jederzeit statt. Deshalb lädt das Museum Gunzenhauser Kunstschaffende aus vielfältigen Kontexten ein, um mit ihnen ins Gespräch zu kommen: Was kann Kunst eigentlich? Was inspiriert Kunstschaffende? Und wie positionieren sie sich im Spannungsfeld Kunst und Gesellschaft? Freuen Sie sich auf inspirierende neue Perspektiven und tolle Gesprächspartner:innen!
Seit vielen Jahren ermöglicht Kunst im Gefängnis eine kreative Begegnung mit unterschiedlichsten Kunstformen. Sachsen nimmt hier eine Vorreiterrolle ein. Welche künstlerische Schaffenskraft entsteht dabei und wie kann Kunst Menschen weiterhelfen, die nicht am gesellschaftlichen Alltag teilhaben können? Interne Perspektiven aus dem Vollzugsalltag treffen auf ein externes Kunstprojekt, das immer mal wieder im Gefängnis arbeitet.
Gesprächspartner:innen: Alfred Haberkorn, Kunsttherapeut, JVA Zeithain, Susanne Koch, Kunsttherapeutin, JVA Chemnitz, Manu Washaus, FAIL Institute Leipzig
Freitag, 22. November, 10 Uhr
Figurentheater zu Gast im Gunzenhauser – Punkt, Punkt, Komma, Strich
Stückentwicklung mit Bildern, Materialien und Objekten – Uraufführung
Ort: Museum Gunzenhauser
Eintritt: 12 Euro oder Gruppentickets, für Kinder ab 4 Jahren geeignet, erwerbbar an der Museumskasse oder unter www.theater-chemnitz.de/spielplan/detailseite/punkt-punkt-komma-strich
Mit Materialien, Körpern und Tanz sowie Stativen, Farben und Formen nähern sich Arne van Dorsten und Anna Lehotská ganz unterschiedlichen Gesten und Gefühlen, Bildräumen und Farbspielen an. Gemeinsam mit dem Publikum untersuchen sie, wie sich Gesichter lesen, wann und wie ein Gesicht entsteht oder was passiert, wenn einzelne Elemente kurzerhand wieder weggenommen werden oder aus der Reihe tanzen. Und ganz nebenbei entsteht aus Formen und Arrangements eine lebendige Geschichte!
In Kooperation mit den Theatern Chemnitz.
Schloßbergmuseum
Mittwoch, 20. November, 15 Uhr
Eröffnung: Der Fotograf Paul Wolff
Ort: Schloßbergmuseum Chemnitz
Zur Eröffnung der Ausstellung begrüßen Florence Thurmes, Generaldirektorin Kunstsammlungen Chemnitz, und Alf Furkert, Sächsischer Landeskonservator.
Maren May vom Landesamt für Denkmalpflege gibt eine Einführung in die Ausstellung.
Musikalisch umrahmt wir die Ausstellungseröffnung von Kolja Lessing, Klavier, Stuttgart, sowie mit freundlicher Unterstützung der Sächsischen Mozart-Gesellschaft e. V.
Die Architekturfotografie bildet einen Schwerpunkt in den Arbeiten Paul Wolffs. Daneben dokumentierte Wolff das alltägliche Leben der Bevölkerung in den Städten und auf dem Land. Seinen Nachlass mit mehr als 6.000 Glasplattennegativen verwahrt heute das Landesamt für Denkmalpflege Sachsen. Eine Auswahl – darunter zahlreiche Ansichten von Chemnitz – wird in der Ausstellung zu sehen sein. Die hauptsächlich in der Zeit vor und nach dem Ersten Weltkriegentstandenen Motive versprechen spannende und gelegentlich auch ungewohnte Einblicke in das historische Stadtbild.
Eine Kooperation mit dem Landesamt für Denkmalpflege Sachsen.
Kunstsammlungen am Theaterplatz
Samstag, 30. November, ab 11 Uhr
Weihnachtswerkstatt und Kunstmarkt
Ort: Kunstsammlungen am Theaterplatz
Buntes Kunst- und Bastelangebot lädt ein: über Schmuck, Buntpapier, Recyclingprodukte bis hin zu Fotografie ist allerlei vertreten.