Dienstag, 8. April, 19.30 Uhr
Schriftsteller in Uniform: Stefan Heyms „Reden an den Feind“ 1944/45
Kommentierte Lesung
Ort: Stefan-Heym-Forum im TIETZ, Moritzstraße 20
Eintritt: 3 Euro (ermäßigt 1,50 Euro)
Kurz nach Erscheinen seines ersten, auf Englisch verfassten Romanerfolgs „Hostages“ wurde Stefan Heym zum Dienst in der U.S. Army einberufen. Mit dem Vorrücken der amerikanischen Truppen gelangte er vor 80 Jahren erstmals wieder nach Deutschland – zwölf Jahre nach seiner Flucht vor den Nazis. In den Monaten davor schrieb er eine Vielzahl von Manuskripten für Radiosendungen, die von den Amerikanern von Luxemburg aus bis weit hinein nach Deutschland ausgestrahlt wurden. Ihr Ziel: die deutschen Soldaten und die deutsche Zivilbevölkerung für ein möglichst rasches Ende des Krieges zu gewinnen. Heym veröffentlichte die Arbeiten Jahrzehnte später in dem Sammelband „Reden an den Feind“.
Eine Veranstaltung der Internationalen Stefan-Heym-Gesellschaft e. V. in Kooperation mit dem Kulturmanagement der Stadt Chemnitz.
Donnerstag, 10. April, 19.30 Uhr
Melange – Gespräch zu Stefan Heym’s „Nachruf“
Ort: Stefan-Heym-Forum im TIETZ, Moritzstraße 20
Eintritt: 6 Euro (ermäßigt 3 Euro)
Es unterhalten sich Liv Heym (Paris, Berlin) und Ulrike Uhlig (Chemnitz):
Warum sich Liv Heym für einen Stefan-Heym-Förderpreis bewarb, was der „Nachruf“ mit Musik zu tun hat und weshalb Sie am 11. April in den Spinnbau kommen sollten.
Eine Veranstaltung der Internationalen Stefan-Heym-Gesellschaft e. V. in Kooperation mit dem Kulturmanagement der Stadt Chemnitz.
Freitag, 11. April, 19.30 Uhr
Konzertlesung mit Liv Heym
Ort: Spinnbau, Altchemnitzer Straße 27
Eintritt: 16 Euro (Verkauf über Ticket Service der Städtischen Theater)
Stefan Heyms Autobiografie „Nachruf“ und die Musik seiner Zeit stehen im Mittelpunkt zweier Konzertlesungen mit seiner Enkelin Liv Heym im Frühjahr und Herbst in Chemnitz. Dabei geht die Geigerin mit dem Schauspieler Christian Ruth und der Pianistin und Chansonnière Donia Berriri unter anderem der Frage nach, welche Relevanz die Biographie seiner Person für das Verständnis unserer selbst und unserer Zeit hat. „Selten hat man zur Beantwortung ein so ausführliches autobiographisches Dokument zur Hand wie den ‚Nachruf‘, den der 75-jährige Heym 1988 vorlegte“, so Liv Heym. Nicht nur in seiner literarischen Arbeit, auch als Journalist, Redakteur, Mitglied der Armee und im politischen Amt habe sich der Schriftsteller an den historischen Entwicklungen seiner Zeit gerieben und seine Zeitzeugenschaft immer wieder auf die Probe gestellt, fast ein Jahrhundert lang.
Eine Veranstaltung der Städtischen Theater Chemnitz in Kooperation mit der Internationalen Stefan-Heym-Gesellschaft e. V.