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Pressestelle Stadt Chemnitz
Pressemitteilung: 836

Stadtrat beschließt Vorzugsvariante für Straßenbahn-Neubaustrecke in Richtung Zeisigwald

Der Chemnitzer Stadtrat hat in seiner heutigen Sitzung die Vorzugsvariante für die Neubaustrecke der Straßenbahn bis zum Zeisigwald beschlossen. Diese ist Grundlage der weiteren Entwurfsplanung, die bis Sommer 2026 unter Federführung der Chemnitzer Verkehrs-AG fertig gestellt werden soll.

Die neue Straßenbahnstrecke zum Zeisigwald soll die Buslinie 51 ersetzen und dichtbesiedelte Bereiche an der Straße der Nationen und der Heinrich-Schütz-Straße erschließen. Zudem sollen Einrichtungen wie das Einkaufszentrum Sachsen-Allee, das Stadion an der Gellertstraße, der Terra-Nova-Campus und die Zeisigwaldkliniken Bethanien angebunden sowie schließlich das Freizeit- und Erholungsgebiet Zeisigwald erschlossen werden.

Die Streckenlänge beträgt insgesamt rund 3,4 Kilometer und orientiert sich im Wesentlichen am bereits vorhandenen Straßennetz: Die geplante Neubaustrecke bindet in der Straße der Nationen in Höhe der Heinrich-Zille-Straße und der Einfahrt in den Hauptbahnhof an das bestehende Straßenbahnnetz an. Sie führt zum Wilhelm-Külz-Platz und anschließend in der August-Bebel-Straße zum Thomas-Mann-Platz, der aus städtebaulicher und grünplanerischer Sicht aufgewertet werden soll. Dort wird ein Abzweig nach Norden für das Vorhaben Chemnitzer Modell Stufe 3 in Richtung Frankenberger Straße planerisch vorgesehen. Außerdem soll dort bereits ein Abzweig zum künftigen Betriebshof des Verkehrsverbunds Mittelsachsen an der Dresdner Straße angelegt werden. Anschließend führt die Trasse entlang der Palmstraße und der Heinrich-Schütz-Straße bis in die Zeisigwaldstraße und endet in Höhe der bestehenden Buswendeschleife am Rande des Zeisigwalds.

Für die einzelnen Abschnitte des Vorhabens wurden jeweils verschiedene Varianten eines Neubaus von Gleis- und Fahrleitungsanlagen sowie des Ausbaus des gesamten Straßenquerschnittes samt zeitgemäßer und regelkonformer Geh- und Radverkehrsanlagen geprüft und abgewogen. Entscheidende Faktoren für die Vorzugsvariante waren neben der technischen und baulichen Machbarkeit sowie den verkehrsplanerischen Anforderungen unter anderem verfügbare Flächen, die Auswirkungen für den Fuß- und Radverkehr, Verlustzeiten im Verkehrsablauf, naturschutzrechtliche Eingriffe und schließlich auch die Wirtschaftlichkeit.


Informationsveranstaltung

Am 1. Dezember, 18 Uhr findet für interessierte Bürger:innen dazu eine Informationsveranstaltung im Stadion an der Gellertstraße statt. 
Einzelheiten sind der Pressemitteilung der CVAG (vom 20. November 2025) zu entnehmen.