Der Chemnitzer Stadtrat hat in seiner heutigen Sitzung das Rahmenkonzept zur Legacy der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 beschlossen. Dieses legt sowohl strategische Ziele als auch konkrete Maßnahmen dazu fest, wie die während des Kulturhauptstadtjahres gestarteten Projekte fortgeführt, ausgebaut oder neu initiiert werden können. Damit sollen die Wirkung und die Erfolge des Kulturhauptstadtjahres dauerhaft gesichert und ausgebaut werden. Umgesetzt werden soll das Legacy-Konzept ab 2027, das Jahr 2026 versteht sich als Brückenjahr.
Das Kulturhauptstadtjahr zeigt bereits deutliche positive Effekte: hohe Besucherzahlen, internationale Aufmerksamkeit und ein gestärktes Selbstverständnis in Stadt und Region. Das Legacy-Konzept soll festlegen, wie erfolgreiche Projekte, Marken und Netzwerke fortgeführt werden können und welche neuen Initiativen daraus entstehen. Dabei werden kulturelle, soziale, wirtschaftliche und touristische Aspekte ebenso berücksichtigt wie europäische Anforderungen.
Das Jahr 2026 wird als Übergangsjahr genutzt, um Strukturen vorzubereiten und erfolgreiche Formate fortzuführen. Dazu gehören die Planung einer UNSEEN-Biennale, die ab 2027 alle zwei Jahre stattfinden soll, die Weiterführung des Volunteer-Programms, neue Open Calls für Mikroprojekte sowie die Bespielung von Interventionsflächen wie Garagen-Campus, Hartmannfabrik und Stadtwirtschaft. Zudem soll die Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 gGmbH in eine Legacy-Gesellschaft weiterentwickelt werden, die Aufgaben wie Koordinierung, Kommunikation, Fundraising und strategische Programmentwicklung übernimmt.
Im Mittelpunkt der Legacy stehen die Weiterentwicklung einer lebenswerten Stadt und Region, die Stärkung von gesellschaftlichem Zusammenhalt und Beteiligung, der Ausbau europäischer Netzwerke und die Sicherung der touristischen Impulse des Kulturhauptstadtjahres. Angebote wie Makerhubs, Programme zur Demokratieförderung, internationale Kooperationen sowie neue touristische Narrative wie Purple Path und Maker-Tourismus sollen dauerhaft verankert werden.
Die UNSEEN-Biennale wird als zentrales Programmformat vorbereitet. Sie soll zentrale Projekte, Festivals und neue Initiativen bündeln, regionale Identität stärken und gleichzeitig internationale Sichtbarkeit schaffen. Die Umsetzung erfolgt vorbehaltlich der Finanzierung gemeinsam mit zahlreichen lokalen und regionalen Partner:innen.
Die Stadt Chemnitz stellt ab 2026 jährlich bis zu 2 Mio. Euro für die Legacy bereit. Für weitere Maßnahmen werden zusätzliche Beiträge der Region, des Freistaates sowie Fördermittel und Sponsoring notwendig sein. Das Legacy-Konzept soll in die Haushaltsplanungen 2027/2028 einfließen.