Am Freitag, dem 28. März, 14 Uhr übergibt Baubürgermeister Michael Stötzer gemeinsam mit der Bürgerplattform Chemnitz-Nord den neuen Rastplatz mit der Fischwegbrücke unweit des Chemnitztal-Radwegs an der Chemnitztalstraße in Höhe Heinersdorfer Straße feierlich an die Chemnitzerinnen und Chemnitzer.
Zuvor, ab 13 Uhr, sind Interessierte zu einer etwa einstündigen Fahrradtour eingeladen. Diese startet am Klapperbrunnen am Busbahnhof und führt über „Helgoland“ bis zu dem neuen Rastplatz. Gemeinsam mit Bürgermeister Michael Stötzer und Gästeführerin Ramona Wagner werden die Teilnehmer:innen mit dem Fahrrad entlang der Strecke nach Draisdorf weitere Interventionsflächen erkunden. Die Teilnahme ist kostenfrei.
Die Freifläche wurde für die Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 als Interventionsfläche der Bürgerplattform Chemnitz-Nord ausgewählt, um am längsten Radweg der Stadt in der Nähe der historischen Fischwegbrücke einen neuen Rastplatz entstehen zu lassen. Dabei wurde das 130 Jahre alte und heute ungenutzte Brückenbauwerk versetzt und als eindrucksvolle Kulisse in die Gestaltung des Rastplatzes einbezogen.
Die Suche nach einem geeigneten Standort für den Rastplatz und für die ehemalige Fischwegbrücke gestaltete sich schwieriger und langwieriger als gedacht, da Belange des Umweltschutzes und des Naturschutzes berücksichtigt werden mussten. Bei einem Bürgerdialog konnten schließlich der aktuelle Standort gefunden und die umsetzbaren Elemente ausgewählt werden.
Im Juni 2024 begann der Bau. Die Ausführungsplanung wurde der Bürgerplattform Chemnitz-Nord und interessierten Bürger:innen Anfang Juli 2024 vorgestellt. Daraufhin wurde die Fischwegbrücke, die zuvor auf einem Nachbargrundstück gelagert wurde, mit einem Kran an ihren neuen Standort am künftigen Rastplatz am Chemnitztal-Radweg versetzt. Im Februar 2025 wurde das Projekt fertiggestellt.
Damit ist im Chemnitzer Norden ein Öffentlicher Platz mit verschiedenen Sitzelementen, einem Pavillon, Fahrradständern (fünf standardisierte sowie acht Fahrradständer in den Buchstaben CHEMNITZ) und einer Streuobstwiese aus 13 Obstgehölzen (der Sorten Apfel, Kirsche, Birne und Pflaume) entstanden. Die Fischwegbrücke ist wieder begehbar und kann beispielsweise mit Kleinkunst bespielt werden.
Für die Gestaltung des Öffentlichen Platzes standen 325.000 Euro aus dem Kulturhauptstadt-Budget zur Verfügung. Das Umsetzen der Brücke sowie die Landschaftsbauarbeiten wurden vom Unternehmen FUCHS Bau Ost GmbH Hainichen realisiert, der Stahlbau vom Unternehmen Metallbau Pohlers GmbH & Co. KG. Die Planungsleistungen erfolgten durch das Büro ibb Ingenieurbüro Bauwesen GmbH. Das Umsetzen sowie Aufarbeiten der Brücke wurde durch zusätzliche Fördermittel des Freistaates Sachsen ermöglicht.
Stichwort Interventionsflächen:
Die Öffentlichen Plätze gehören zu den 30 Interventionsflächen der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025. Sie sind das Stadtentwicklungsprojekt der Stadt Chemnitz für die Kulturhauptstadt, das inzwischen über 60 Mio. Euro Investitionssumme umfasst.
Weitere Informationen:
- Kontakt Gästeführerin Ramona Wagner: www.chemnitz-stadtfuehrer.de/veranstaltungen-2/event/christian-gottfried-becker-erster-chemn-grossindustrieller
- www.chemnitz.de/interventionsflaechen