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Pressestelle Stadt Chemnitz
Pressemitteilung: 127

Pflanzen Brasiliens vor 400 Millionen Jahren

Museum für Naturkunde Chemnitz: Zweibändiges Werk eines internationalen Forschungsnetzwerks mit Chemnitzer Beteiligung erschienen

Im Januar 2025 erschien unter dem Titel „Brazilian Paleofloras – from Paleozoic to Holocene“ im Wissenschaftsverlag SpringerNature ein zweibändiges Werk, das sich den Pflanzen der Erdgeschichte Brasiliens widmet – angefangen von den fossil gewordenen Sachzeugen der Besiedlung ursprünglich karger irdischer Festländer vor über 400 Millionen Jahren bis zum Eiszeitalter unserer Tage.
In 32 Kapiteln mit insgesamt 1362 Seiten wird das Kommen und Gehen pflanzlicher Lebewesen, ihre in ständiger Veränderung befindlichen Lebensräume, aber auch die Beziehungen zu anderen Organismen und deren Rolle in Zeiten drastischer Umweltveränderungen illustriert.

Mehrere Jahrhunderte Forschungsgeschichte und Generationen von Bearbeitern stehen für die hier untersuchten Inhalte. Die Expertise dazu wurde von den drei Herausgebern, Prof. Dr. Roberto Iannuzzi (Universität Porto Allegre), Prof. Dr. Ronny Rößler (Museum für Naturkunde Chemnitz) und Dr. Lutz Kunzmann (Senckenberg Naturhistorische Sammlungen Dresden) von 116 Autoren aus der ganzen Welt, vornehmlich aus Brasilien, eingeworben. Dazu gehören Forschende aus dem Wissenschaftsbetrieb verschiedener Universitäten und Museen genauso wie Bürgerwissenschaftler und Enthusiastinnen der Paläobotanik.

Weiterführende Informationen: https://nachrichten.idw-online.de/2025/02/06/flora-brasiliens-es-gruente-so-gruen-vor-400-millionen-jahren

Dr. Maria Edenilce Peixoto Batista und Dr. Domingas Maria da Conceição, Santana do Cariri, Brasilien, während ihres Besuches 2024 in Chemnitz Foto: Museum für Naturkunde
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Als Chemnitz am Äquator lag und das heutige Brasilien eine Landverbindung mit Europa hatte…

Im Sommer 2024 rückten die fossilen Schätze des Museums für Naturkunde Chemnitz zudem in das Blickfeld zweier Gastforscherinnen aus Brasilien. Den Versteinerten Wald Chemnitz und die Versteinerten Wälder Brasiliens verbinden ein ähnliches Alter von zirka 290 Millionen Jahren. Sie wuchsen einst in etwa gleich großem Abstand zum Äquator.
„Damit implizieren wir, dass die versteinerten Pflanzen Zeugen vergleichbarer klimatischer Gegebenheiten sind“, so Prof. Dr. Ronny Rößler, Direktor des Museums für Naturkunde.