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Pressestelle Stadt Chemnitz
Pressemitteilung: 685

Oberbürgermeister vertritt die sächsischen Kommunen auf der Asien-Reise des Ministerpräsidenten

Sven Schulze und Prof. Dr. Harald Kuhn vom Fraunhofer-Institut für Elektronische Nanosysteme ENAS aus Chemnitz reisen nach Taiwan, Japan und Singapur

Vom 29. September bis 5. Oktober reist Oberbürgermeister Sven Schulze nach Asien. Er vertritt die sächsischen Kommunen in einer hochrangigen Delegation aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft, die den sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer auf dessen Reise nach Taiwan, Japan und Singapur begleitet. Ziel ist es, die Kontakte zu Partner:innen in Asien zu intensivieren, Netzwerke auszubauen und insbesondere neue Chancen für Kooperationen in den Bereichen Wirtschaft und Forschung zu erschließen.

Erste Station der Reise ist Taiwan, um die Interessen der Stadt Chemnitz im wachsenden Netzwerk zwischen Sachsen und Taiwan einzubringen und Chancen für gemeinsame Projekte auszuloten.

Die Stadt Chemnitz kann dabei seine spezifischen Stärken zur Geltung bringen: Mit dem European Test and Reliability Center (ETRC) des Fraunhofer ENAS verfügt Chemnitz über eine europaweit einzigartige Einrichtung für die Qualifizierung und Zuverlässigkeit von Halbleitertechnologien. Forschungseinrichtungen wie diese sind Wegbereiter für künftige industrielle Wertschöpfung, denn sie schaffen das Fundament, auf dem Unternehmen neue Produkte und Märkte entwickeln können. 

Oberbürgermeister Sven Schulze: „Für Chemnitz ist es entscheidend, sich frühzeitig einzubringen und internationale Partnerschaften aktiv mitzugestalten. Als starker Industrie- und Forschungsstandort mit Kompetenzen in Maschinenbau, Automatisierung und Halbleiter-Peripherie möchte Chemnitz von Beginn an Teil der wachsenden Kooperation zwischen Sachsen und Taiwan sein. Die dynamische Entwicklung eröffnet große Chancen – von der Fachkräftegewinnung über den Technologietransfer bis hin zu Investitionen, die den Wirtschaftsstandort Chemnitz langfristig stärken und international sichtbarer machen können.“

In Taiwan trifft sich Oberbürgermeister Sven Schulze mit Dr. Eva Langerbeck, Chief Representative & Executive Director der Auslandshandelskammer (AHK) Taiwan.

In Japan ist ein Treffen mit Jiro Kogi, Deputy Secretary General of EU-Japan Fest, beim Sächsischen Abendempfang im Deutschen Pavillon der Expo 2025 vorgesehen. Dort wird Oberbürgermeister Sven Schulze eine Einladung zum Opening der „Theater der Welt“ an Makoto Takashima, dem Chairman of the Operating Comittee of EU-Japan Fest übergeben. Das EU-Japan Fest versteht sich als Plattform, die künstlerischen Austausch und nachhaltige Kooperationen zwischen japanischen Institutionen und europäischen Kulturhauptstädten fördert. 

Seit über 25 Jahren ist die Fraunhofer-Gesellschaft in Singapur aktiv und hat mit der Nanyang Technological University, der National University of Singapore und der Agency for Science, Technology and Research A*STAR enge Partnerschaften aufgebaut. Fraunhofer ENAS übernimmt nun die Rolle des strategischen Kernpartners und unterstreicht damit das gewachsene internationale Profil. Dies ermöglicht es, die Kompetenzen in Chemnitz und Sachsen noch enger mit weltweit führenden Einrichtungen in Asien zu verbinden.

Prof. Dr. Harald Kuhn, Institutsleiter Fraunhofer ENAS: „Die Unterzeichnung eines Kooperationsabkommens mit dem A*STAR Institute of Microelectronics (IME) in Singapur im Rahmen der Delegationsreise markiert einen wichtigen Meilenstein für die Forschung an zukunftsweisender Mikroelektronik. Gemeinsam mit dem IME wollen wir neue Technologien entwickeln, die für Elektromobilität, innovative Sensoranwendungen und für Anwendungsfelder wie Smart Health unverzichtbar sind. Diese strategische Kooperation umfasst Material- und Prozessinnovationen, die Entwicklung neuer KI-gestützter Methoden, die Erprobung von Prototypen sowie den Aufbau einer internationalen Talentplattform.“

Für Chemnitz und den Halbleiterstandort Sachsen eröffnet dies den Zugang zu einem der dynamischsten Innovationsräume Asiens und fördert die internationale Wettbewerbsfähigkeit. Davon profitieren Forschung, Industrie und die Fachkräfteentwicklung des Freistaats sowie das gesamte Innovationsökosystem in Deutschland.