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Pressestelle Stadt Chemnitz
Pressemitteilung: 228

Neue Atemschutzübungsanlage geht in Betrieb

Einladung für Journalist:innen: Mittwoch, 2. April, 10 Uhr, Feuerwache 3, Jagdschänkenstraße 53

Am Mittwoch, dem 2. April, 10 Uhr geht in der Feuer- und Rettungswache 3, Jagdschänkenstraße 53, die neue Atemschutzübungsanlage (ASÜ) in Betrieb. Nachdem Bürgermeister Knut Kunze symbolisch den Schlüssel übergeben hat, werden Einsatzkräfte der Wache eine Belastungsübung praktisch vorführen. 

Vertreter:innen der Medien sind dazu eingeladen. 

Die Atemschutzübungsanlage besteht aus mehreren Räumen, in denen realistische Einsatzbedingungen unter Atemschutz simuliert werden können. Dazu gehören ein Konditionsraum, der Leitstand, ein Übungsraum mit Orientierungsstrecke, eine Schleuse, der Zielraum, Wasch- und Umkleideräume, ein Erste-Hilfe-Raum sowie ein Schulungsraum. Die Belastungsübungen werden vom Leitstand aus überwacht und gesteuert. Von dort aus können auch im Notfall die Simulation abgeschaltet sowie Licht und Entrauchung eingeschaltet werden. 

Atemschutzgeräteträger sind verpflichtet, jährlich eine Belastungsübung sowie eine Einsatzübung zu absolvieren (lt. FwDV 7). Dies dient nicht nur der Fitness und Routine, sondern stellt auch sicher, dass jede Einsatzkraft den Anforderungen des Atemschutzeinsatzes gewachsen ist. 

Neben den Kolleg:innen der Berufsfeuerwehr und den Kameraden der 15 freiwilligen Feuerwehren der Stadt Chemnitz üben regelmäßig mehr als 15 externe Wehren auf der ASÜ. Der Neubau der Atemschutzübungsanlage des Unternehmens Dräger kostete rund 210.000 Euro, davon sind rund 163.000 Euro Fördermittel vom Freistaat. 

Hintergrund: 

Der Einsatz unter Atemschutz zählt zu den anspruchsvollsten und zugleich gefährlichsten Aufgaben im Feuerwehrdienst. Feuer, Rauch, extreme Temperaturen und schlechte Sichtverhältnisse stellen die Einsatzkräfte vor große körperliche und psychische Herausforderungen. In einer ASÜ lernen die Einsatzkräfte, ihre Belastungsgrenzen zu erkennen, Panik zu vermeiden und sich sicher durch verrauchte oder beengte Räume zu bewegen. Das minimiert das Risiko von Unfällen.

Während der gesamten Belastungsübung findet per Transmitter eine Pulsüberwachung statt, die dem Übungsleiter in Echtzeit angezeigt wird. Das dient der Sicherheit der Nutzer:innen, um im Bedarfsfall die Belastungsübung abzubrechen. Somit können Leistungsdefizite erkannt und ein individuell angepasstes Trainingsprogramm erstellt werden. Die Übungsprogramme sind digital hinterlegt und werden nutzerspezifisch durch einen Transponder am jeweiligen Arbeitsmessgerät und der Orientierungsstrecke gestartet. Das System erkennt automatisch, ob ein Nutzer in die Kategorie 18 bis 49 Jahre oder 50 bis 80 Jahre fällt. Den Alterskategorien sind Leistungswerte zugeordnet, die für einen erfolgreichen Durchlauf erbracht werden müssen.